Autorin Barbara Schniebel

 

 

Barbara Schniebel
Mutter, Journalistin

Entwicklung von 5-Jährigen

Ständige Stimmungswechsel

Veröffentlicht: 07.03.2014 │ Überarbeitet: 18.01.2016

Entwicklung 5-Jährige
Das letzte Jahr vor der Einschulung - endlich ist Dein Kind kooperativ, wenn da nur nicht diese Stimmungsschwankungen wären.
Lies hier alles darüber, was in diesem Alter wichtig ist und wie sich Kinder mit 5 Jahren entwickeln, wie man sie auf die Schule vorbereitet und ihnen die Verunsicherung nimmt.

 

So ticken 5-Jährige

5-jährige Kinder machen deutlich weniger Arbeit als in ihren Jahren zuvor. Das Anziehen klappt im Großen und Ganzen von allein, beim Essen muss allenfalls noch das Fleisch klein geschnitten werden aber es fällt nur noch wenig neben den Teller, Anweisungen werden verstanden und weitgehend befolgt und das Kind hat gelernt, sich längere Zeit allein zu beschäftigen.

Dennoch ist auch dieses Alter nicht ganz frei von Turbulenzen. Je näher die Einschulung rückt, desto stärker zeigen insbesondere die Mädchen Stimmungsschwankungen, die in minutenschnelle von überschäumender Freude zu verzweifelten Tränen reichen können. Man könnte sagen, dass 5-Jährige eine kleine Pubertät durchlaufen, darum ist der Grund der Tränen oft gar nicht ermittelbar.

 

Körperliche, motorische Entwicklung

Wie auch im Jahr zuvor steht die Entwicklung und das Training der großen Muskelgruppen weiterhin im Vordergrund der körperlichen Entwicklung. Rennen, klettern, hüpfen, kicken ... all diese Bewegungen wird es vermutlich gern von allein im Spiel mit anderen ausführen. Jetzt kann Dein Kind auch einfache körperliche Aufgaben übernehmen, die seine Muskulatur fördern: Den Boden fegen, Laub harken, ... hier zählt nicht das perfekte Ergebnis sondern die Ausführung von körperlicher Arbeit zur Muskelförderung.

 

Bewegungsabläufe sind fließend und routiniert, z.B. kann ein Ball und sowohl von unten als auch von oben geworfen werden und trifft sein Ziel oder zumindest nah daneben. Auch das Fangen klappt schon recht gut.

Ballspiele fördern die großen Muskeln in den Armen, zugleich trainieren sie die Hand-Augen Koordination. Biete daher viele Aktivitäten mit Bällen an, vielleicht auch schon einen Ballsport.

Ballspiel

 

Das Gleichgewicht ist ausgeprägt, Kinder in diesem Alter genießen das Balancieren auf Mauern, Baumstämmen oder Linien. Solche Übungen trainieren und sind wichtig für das Rückwärtsgehen und Fahrradfahren. Wenn Dein Kind noch nicht mit Dem Rad fahren kann, solltest Du jetzt damit anfangen mit ihm erste Fahrversuche zu unternehmen.

 

Dein Kind kann über kleine Hindernisse springen, wer Platz hat kann einen kleinen Parcours aus Hindernissen aufbauen die überwunden werden müssen - das hält aktiv und fördert die Balance.

 

Feinmotorisch kann man beobachten dass entweder die rechte oder die linke Hand dominiert. Linkshänder sollte man keinesfalls auffordern die Hand zu wechseln, lies dazu "Linkshänder".

 

Dein Kind ist alt genug um eine Schleife binden zu können. Das wird anfangs noch einige Zeit in Anspruch nehmen und nicht immer perfekt gelingen. Mit Blick auf die nahende Einschulung ist es wichtig, bis dahin darin routiniert zu werden, daher gilt: Früh übt sich wer ein Meister werden will.

 

Sozialverhalten: Wir sind (keine) Freunde!

Freundschaften mit anderen Kindern sind 5-Jährigen nun wichtig und das soziale Miteinander wird intensiv geübt - einschließlich einem häufigen Wechsel zwischen "Du bist nicht mehr meine Freundin" und "Du bist meine beste Freundin für IMMER!"
In diesem Alter spielen Jungen und Mädchen noch gemeinsam, jedoch bevorzugen sie meist ihr eigenes Geschlecht als Spielkameraden. Besonders beliebt sind jetzt: sich Verkleiden, so tun als ob (man erwachsen ist, heiratet, zur Schule geht ...), basteln und körperliche Aktivitäten wie Trampolin springen, Fahrrad fahren, Hüpfspiele ...

 

Teilen mit anderen klappt gut und auch das Abwechseln mit Spielkameraden ist jetzt problemlos. Das liegt daran dass Dein Kind das Konzept von "Zeit" besser versteht und weiß, dass es wieder dran ist nachdem etwas Zeit vergangen ist.

 

Spiele mit einfachen Regeln wie helfen Deinem Kind vom Einzelspieler zum Gruppenspieler zu werden. Es lernt dabei viel über sich selbst und seine Spielkameraden. Generell wird Dein Kind in diesem Alter mehr mit anderen Spielen wollen, kann sich aber auch noch gut allein beschäftigen.

 

War Dein Kind zuvor eher vorsichtig und zurückhaltend in neuen Situationen? Dies wird sich nun vermutlich wandeln. Es wird - vielleicht zu Deiner Überraschung - häufiger seine Komfortzone verlassen und neugierig Neues ausprobieren.

 

5-Jährige Entwicklung

 

Kinder zeigen mit 5 Jahren mehr Mitgefühl für andere und wollen helfen. Sie zeigen das z.B. indem sie sich in altersgemischten Gruppen um die Kleineren kümmern und ihnen helfen wollen. Auch wenn sie sich besonders für die Sorgen ihrer Freunde interessieren, gilt ihre Fürsorge auch anderen Kindern.

 

Zu Familienmitgliedern zeigt Dein Kind eine enge Bindung. Es erzählt von Geschwistern, Eltern, Großeltern und freut sich über das Zusammentreffen bei Familienveranstaltungen. Was in der Familie passiert ist ihm wichtig.

 

Kognitive Entwicklung: Regelkonforme Lügenbarone!

5-Jährige sind oft sehr wissbegierig: Wie funktioniert das? Warum ist das so? Woher kommt das?
Außerdem werden sie kritischer. Sie halten sich meist an Regeln wie z.B. die Anschnallpflicht oder dass man nur bei Grün über die Ampel gehen darf, kritisieren aber mit Nachdruck das Fehlverhalten von anderen: "Schau mal, der Mann da ist bei Rot über die Straße gegangen, das ist verboten!"

 

Mit der Wahrheit nehmen sie es nicht so genau. Sie können sowohl komplett und geradezu beschämend offen und ehrlich sein: "Schau mal, der Mann da hat eine Glatze! Ich will keine Glatze haben!" oder lügen, dass sich die Balken biegen: "Ich habe die Schokolade nicht genommen ... das an meinem Mund ist keine Schokolade!"
Da 5-Jährige noch immer nicht klar zwischen Phantasie und Wirklichkeit unterscheiden können, wird die Wahrheit in ihrem Kopf einfach passend zu den eigenen Bedürfnissen verdreht, d.h. hinter den Lügen steckt keine Täuschungsabsicht, sondern die Kinder sind meist tatsächlich davon überzeugt, dass es so ist, wie sie es sich in ihrem Kopf zurechtgelegt haben. Darum reagieren sie auch völlig fassungslos, wenn die Eltern sie der Lüge bezichtigen oder gar zu Strafen greifen.

 

Zwischen einem gerade erst fünf Jahre alt gewordenen Kind und seinem bevorstehenden sechsten Geburtstag liegen oft Welten. Eltern werden oft nervös, wenn sie bedenken, dass ihr 5-jähriges Kind in etwa einem Jahr eingeschult werden soll, sind aber am Ende meist überrascht, zu welch selbstständiger Persönlichkeit es sich im Laufe dieses Lebensjahres entwickelt hat.

 

 

Was 5-Jährige können sollten

Etwa um den 5. Geburtstag herum sollte die grobmotorische Entwicklung für Aktivitäten wie z.B. Karate, Fußball oder Ballett ausreichen. Kinder in diesem Alter sollten in der Lage sein, hochzuspringen, beim Rennen einen gleichmäßigen und sicheren Bewegungsablauf zu haben (ähnlich einem Erwachsenen) und klettern können.

 

Die feinmotorische Entwicklung sollte eine korrekte Stifthaltung, ausschneiden mit der (altersgerechten) Schere, ordentliches Ausmalen von Motiven und das Malen eines Dreiecks oder das lesbare Schreiben des eigenen Namens ermöglichen.
Das Binden der Schleife ist den manchen Kindern in diesem Alter noch nicht möglich aber einen Knoten machen sollten sie für gewöhnlich schon können und daraus lässt sich die einfache Schleife ableiten.

 

Dein Kind sollte seinen Vor- und Nachnamen wissen, seine Wohnadresse, die Namen von Geschwistern und Eltern auf Aufforderung sagen können, wissen, an welchem Datum es Geburtstag hat, bis 10 zählen und Formen und Farben korrekt benennen können - diese Fragen werden meist bei der Einschulungsuntersuchung gestellt.

 

Lernen

Da Kinder in diesem Alter sehr wissbegierig sind, kann man vermehrt Sachbücher anbieten, z.B. aus der Büchrei. Sachbücher erweitern nicht nur das Wissen von Kindern, sondern auch ihr Vokabular.
Beim Vorlesen von Kinderbüchern sollte man auch darauf achten, dass die Texte anspruchsvoller werden, so dass das Kind lernt, kompliziertere Sätze zu bilden und auch seinen Wortschatz erweitert.

 

Es wird oft gestritten, ob man vor der Einschulung schon Schulwissen vermitteln soll. Wenn das Kind Interesse an Zahlen und/oder Buchstaben zeigt, darf man dieses Interesse aber auf keinen Fall ignorieren.
Generell wird es keinem Kind schaden, Buchstaben zu kennen und z.B. auf Autofahrten die Schilder vielleicht nach "A"s abzusuchen. Kinder, die mehr Interesse zeigen, können mit den Alphas spielerisch das Alphabet lernen.

Auch zählen und zu schauen, wie viel übrig bleibt, wenn man z.B. von 5 Erbsen zwei isst, vermittelt erste Vorstellungen von Mengen und vom Rechnen und greift keinesfalls dem Mathematikunterricht vor.

 

Verhalten

5-Jährige verlangen nach mehr Freiheit und Unabhängigkeit und wollen vielleicht mehr Zeit mit Freunden verbringen, d.h. sie sind im Haushalt anderer Familien. Da ist es gut zu wissen, dass sich das Kind angemessen zu benehmen weiß. In diesem Alter sollte ein Kind Anweisungen folgen können und allgemeine Regeln wie "bitte und danke" sagen, beim Husten und Niesen den Mund verdecken, ... routiniert befolgen können.

 

Kinder möchten gern die  Ereignisse um sich herum lenken und in diesem Alter sind sie in der Lage dies mittels Sprache zu erreichen. Im Spiel wird es vielleicht heißen "Du gehst jetzt da auf den Hügel und wenn ich rufe dann läufst du runter ... dann gehen wir zur Rutsche und besetzen sie weil wir Piraten sind ..." - dies wirkt sehr bestimmend, ist jedoch nicht als "Herumkommandieren" gemeint, sondern soll einfach sicherstellen, dass das Spiel entsprechend abläuft.

 

Unbegründetes Jammern und Langeweile sind jetzt oft ein Problem. Es lohnt sich, beides zu ignorieren. Auch wenn Eltern Mitleid haben oder ein wenig Ruhe haben wollen, so ist es nicht sinnvoll, den Kindern mit Aktivitätsvorschlägen die Langeweile zu vertreiben oder durch Nachgeben dem Jammern ein Ende zu setzen. Tatsächlich ist es die Langeweile, aus der oft die Kreativität entspringt. Wenn Dein Kind zu Hause eine Umgebung vorfindet, in der es altersgerechtes Spielzeug oder Zugriff auf Papier, Stifte, Schere und Klebestift hat, kann es sein Problem selbst lösen.

 

Fernsehen ist natürlich bereits ein wichtiges Thema. Finde eine Sendung, die Dein Kind sehen darf, und limitiere die Fernsehzeit auf dieses Programm, das möglichst nicht länger als 30 Minuten dauern sollte. Achte dabei darauf, dass die Sendung sprachlich und inhaltlich für Dein Kind geeignet und möglichst auch lehrreich ist. Sieh Dir mindestens eine Folge mit Deinem Kind gemeinsam an, um Dich zu überzeugen, dass die dargestellten Charaktere Deinem Kind ein positives Vorbild sind.

 

Kognitiv

Dein Kind kann bis 20 oder höher zählen. Um sein Gedächtnis  zu trainieren kannst Du mit ihm üben, Gegenstände zu zählen. Dabei muss es sich nun merken, welche es bereits gezählt hat oder die Dinge so organisieren, dass es sie nicht doppelt zählt. Dies fördert nicht nur sein Gedächtnis, sondern auch seine mathematischen Fähigkeiten.

 

Wie viele Kaugummis sind wohl in dem Glas? Lass Dein Kind Mengen schätzen und es wird nicht mehr mit Ideen wie Einhundertmillionen antworten - es sei denn Ihr sprecht von Sandkörnern. Seine Einschätzung kann bei kleinen Mengen bis zu 20 schon recht realistisch sein.

 

Maßstäbe, die auf Erfahrung beruhen, werden verstanden: Der Stein ist schwerer als das Blatt, der Mann ist ganz schön groß, gestern waren wir spät zuhause ... Dinge werden ins Verhältnis gesetzt. Auch was eine  halbe Pizza ist oder ein Viertel kann ein Kind in diesem Alter schon verstehen.

 

Taschengeld ist ein neues Thema. Es lässt Dein Kind die Geldstücke und Geldscheine kennenlernen und den Wert von Dingen lernen. Lass Dein Kind beim Bäcker ein Brötchen kaufen und selbst bezahlen.

 

Beim Malen werden Szenen aus dem täglichen Leben dargestellt: Hunde, Katzen, Häuser, Sonnen, Personen ...

Malen 5-Jährige

 

Kreative Bewegung beim Tanzen mögen Jungen wie Mädchen gern und helfen, Gefühle auszudrücken. Ob organisierte Kindertanz-Veranstaltungen oder einfach das Radio zuhause, Dein Kind wird vermutlich Spaß an Rhythmus und Bewegung haben. Auch Bewegungsspiele wie der Hallo-Eltern-Bewegungspodcast stehen hoch im Kurs.

 

Unterforderung

Oft wollen Kinder in ihrem letzten Kindergartenjahr gar nicht mehr dort hingehen. Das ist eigentlich verständlich, wenn man bedenkt, dass die 5-Jährigen nun die Ältesten sind, die den kleinen ein Vorbild sein sollen, selbst aber gern jemanden hätten, zu dem sie aufschauen können. Zudem sind alle Spielsachen im Kindergarten nun schon seit Jahren bekannt und langweilig, manches für ihr Alter nicht mehr interessant und die Gruppen-Aktivitäten nicht immer an ihrem Alter ausgerichtet. Gerade Kinder, die fast schon hätten eingeschult werden können, sind nun oft unterfordert.

 

Das Problem lässt sich nur bedingt im Kindergarten lösen. Oft hilft es aber, wenn in der Freizeit anspruchsvollere Aktivitäten stattfinden: Das Lernen eines Instruments, Sport im Verein, Ausflüge in Museen, ... alles, was das Kind mit neuen Reizen füttert, ist nun willkommen. Zudem wird es mit Beginn der Schule vielleicht nicht mehr so viel Zeit geben, auszuprobieren, welches Hobby dem Kind liegt. Nutze daher dieses Jahr zur Sondierung der Interessen, um dann mit Schulbeginn die Aktivitäten auf ein bis zwei Hobbys zu reduzieren.

 

Erziehung

Wenn Dein 5-Jähriges noch Probleme hat, mit anderen zu kooperieren, sich zu Hause manchmal unangemessen benimmt (z.B. besonders aggressiv ist), dann ist jetzt der beste Zeitpunkt, diese Verhaltensweisen zu ändern. Durch das Loben von positiven Verhaltensweisen (z.B. "Ich finde es toll, wie Du vorhin mit deiner Schwester geteilt hast!") wird dies gefördert. Denke an den Spruch "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" und arbeite konsequent an Verhaltensproblemen - das erspart in der Schule und in späteren Jahren (Stichwort "Pubertät") so manchen Ärger.

 

Wackelzähne

Oft sind kurz vor dem sechsten Geburtstag bereits Wackelzähne im Mund. Für gewöhnlich fallen zuerst die Schneidezähne aus. Auch wenn es oft den Anschein hat, dass der Zahn schon komplett lose ist, dauert es oft doch viel länger, bis er tatsächlich herauskommt. Fotos mit Zahnlücke sind natürlich Pflichtprogramm und die kleinen Vorschüler sind entsprechend stolz darauf - ist es doch ein Zeichen, dass sie bald groß sind.

Überlege vorab, ob bei Euch die Zahnfee kommt und was sie bringt (bringt sie Geld oder Geschenke oder eine Zahndose, kommt sie für jeden Zahn oder nur für den Ersten, hat sie einen Namen ...).

Der Zahnkalender kann nun neu ausgedruckt und Datum und Reihenfolge des Herausfallens darin dokumentiert werden.

Wackelzahn

 

Schlafen

Die meisten 5-jährigen machen keinen Mittagsschlaf mehr, wenngleich sie oft müde aus dem Kindergarten oder der Vorschule kommen. Wenn das Kind sich partout nicht ausruhen möchte, kann eine halbe bis eine Stunde stilles Spiel - evtl. mit einer ruhigen CD nebenbei - helfen.
5-Jährige ohne Mittagsruhe brauchen meist 11 Stunden Schlaf in der Nacht, um am folgenden Tag ausreichend erholt zu sein.

Wenn Dein Kind bisher ein Langschläfer war, aber bald eingeschult werden soll, ist es sinnvoll, den Tagesrhythmus an die Schulzeiten anzupassen. Auch muss es lernen, sich morgens weniger Zeit zu lassen, wenn es sich anzieht und frühstückt.

 

Thema "Einschulung"

"Freust Du Dich schon auf die Schule?" ist die meistgestellte Frage an 5-Jährige. Was soll man da antworten, wenn doch zugleich alle sagen, dass es dann ernst wird und das man dieses oder jenes schon können muss, wenn man zur Schule gehen will?

Das Thema Einschulung wird von vielen Kindern sehr widersprüchlich wahrgenommen, da sehr verschiedene Botschaften gegeben werden. Sie sollen sich einerseits freuen, andererseits werden viele Warnungen ausgesprochen: "Sitz still beim Essen, in der Schule musst Du auch stillsitzen können!" - so oder ähnlich fangen Eltern oft an zu reden, wenn sie sich Sorgen machen, ob ihr Kind den Anforderungen der Schule gewachsen sein wird.

 

Es ist wichtig, dass Eltern ihren Kindern ein positives Bild von der Schule vermitteln.

Es ist z.B. toll, wenn Kinder selbst lesen können oder wenn sie ihren Eltern einen Zettel schreiben können, dass sie zu ihrer Freundin gegangen sind. Praktisch, wenn man mit dem Taschengeld losgehen und allein ausrechnen kann, was man sich dafür alles kaufen kann usw., bestimmt gibt es eine nette Lehrerin und viel Spaß in den Pausen. Eltern sollten wirklich darauf achten, in Gegenwart ihrer Kinder positiv über die Schule zu sprechen, um sie zu motivieren und ihnen die Angst vor dieser großen Veränderung zu nehmen. Dabei müssen sie natürlich realistisch bleiben und z.B. vermeiden, die Erwartung zu wecken, dass das Kind die alleinige Aufmerksamkeit der Lehrerin haben wird.

 

Sich auf die Einschulung vorzubereiten sollte mit dem Kind gemeinsam stattfinden: Welchen Ranzen hätte es gern? Was für ein Motiv soll die Schultüte haben? Wie ist der Schulweg? Geht diesen mal gemeinsam bzw. schaut euch die Busverbindung und die Haltestellen an. Nehmt an Informations- und Eingewöhnungsveranstaltungen der Schule teil, besucht mal nachmittags den Schulhof. Je mehr Dein Kind weiß, was es erwartet und wie alles aussieht, desto sicherer wird es sich fühlen.

Natürlich gibt es auch viele Kinder, die sich ohne Vorbehalt auf die Schule freuen und es kaum erwarten können. Dieses sollte man ihnen nicht durch schulkritische Äußerungen "Du wirst schon sehen ..." nehmen, auch wenn man selbst vielleicht keine so positiven Erinnerungen an die eigene Schulzeit hat.

 

 

Entwicklungsfortschritte erkennen

Zu wissen welche Fortschritte Dein Kind in seiner Entwicklung gemacht hat und wie sein Entwicklungsstand ist, kann für das Verständnis seines Verhaltens wichtig sein. Es hilft Dir darüberhinaus Deinem Kind die richtigen Aktivitäten und Reize anzubieten und dadurch seine gesunde Entwicklung zu unterstützen.

Hier findest Du eine Checkliste für wichtige Meilensteine bei 5-Jährigen:

 

 

  

Dein Kind ist nicht wie alle anderen

Die Entwicklung jedes Kindes ist individuell. Wenngleich sie auch vorhersehbare generelle Entwicklungsschritte durchlaufen, so kann es doch sein, dass sie dies auf andere Art (z.B. in anderer Reihenfolge und zu einem anderen Zeitpunkt) durchlaufen. Zudem ist die Entwicklung von Kindern durch andere Faktoren beeinflusst, wie z.B. ihr persönliches Umfeld, persönliche Erfahrungen usw.

Dieser Artikel beschreibt die allgemeinen Erwartungen an die Entwicklung eines Kindes in diesem Alter. Beim Lesen dieses Artikels behalte bitte im Hinterkopf, dass Dein Kind in seiner Entwicklung einzigartig ist. Betrachte unsere Erklärungen und Auflistungen daher mit Blick auf die persönlichen Entwicklung Deines Kindes.

 

_________

Quellen:

Your Childs Growing Mind, Jane M. Healy, Ph.D

The Developing Brain: Birth to Age Eight, von Marilee Sprenger

"Developmental Milestones of Young Children", Redleaf Press, 2010, Karen Petty, PhD

 

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