6 Tipps, damit dir dein Kind in Zukunft besser zuhören wird

6 Tipps, damit dein Kind dir besser zuhört

Kleinkinder sind schlechte Zuhörer – und das ohne böse Absicht. Der Grund ist, dass sie in ihrer Entwicklung meist noch nicht so weit sind, um Gesprochenes ausreichend zu verinnerlichen. Und das führt dazu, dass du dich millionenfach wiederholen musst. Mit den folgenden sechs Tipps gehört das der Vergangenheit an.

Eine Mutter flüstert ihrem Sohn etwas ins Ohr.
Damit dein Kind dir richtig zuhört, gibt es einiges zu beachten © Avemario via Bigstock

1. Aktiv werden

Aus dem Nebenraum zu rufen, dass dein Kind die Spielzeugkiste nicht ausschütten soll, führt selten zu Erfolg. Alexa Fischer, Kommunikationsexpertin und selbst Mutter von zwei kleinen Jungen, rät in einem Interview mit Focus Online deswegen: Um zu zeigen, dass es dir wirklich ernst ist, musst du es deinem Kind von Angesicht zu Angesicht sagen. Sobald du dich mit deinem Kind auf Augenhöhe begibst, wird es dir eher zuhören. Denn warum solltest du sonst aktiv werden, wenn es nicht wichtig wäre, so Fischer.

Das passiert mit deinem Kind, wenn du es häufig anschreist

2. Ruhig bleiben

Dein Kind anzuschreien ist der größte Fehler, den du machen kannst. Für Kinder wird das ganz schnell der Normalzustand und sie werden nicht mehr reagieren. Besser, du bleibst ruhig. Wenn du in der Nähe deines Kindes stehst und ruhig sprichst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Worte ernst genommen werden, sehr viel höher.

3. Halte es einfach

Autor Jan-Uwe Rogge schreibt in seinem Buch „Wie Sie reden, damit ihr Kind zuhört & wie Sie zuhören, damit ihr Kind redet“ (GU Verlag GmbH): „Manchmal verstehen Kinder nicht, was ihre Eltern möchten. Denn diese bleiben zu unverbindlich und sprechen nicht von sich“.

Was er damit meint: Je jünger dein Kind, desto einfacher und konkreter solltest du dich ausdrücken. Also statt „Du weißt, dass du in der Küche nicht rennen solltest!“ einfach: „Bitte nicht rennen.“ Dabei spielt auch der Ton die Musik: „Klar und authentisch heißt nicht, lautstark anzuordnen und zu schreien, sondern ruhig und eindeutig zu sagen, was sie (Eltern) erwarten“, so Rogge weiter.

4. Wiederholen lassen

Wiederholungen bleiben besser im Gedächtnis hängen. Alexa Fischer rät deshalb dazu, Kinder die Aufforderungen wiederholen zu lassen. Beispiel: „Hey ihr beiden, bevor wir gleich zusammen essen, müsst ihr euch noch die Hände waschen. Also: Was sollt ihr vor dem Mittagessen noch machen?“. Dann sollten die Kinder ihre Aufgabe wiederholen.

Je häufiger Kinder das Gesprochene hören und wiederholen, desto eher werden sie es verinnerlichen und wirklich ausführen.

5. Informationen statt Befehle

Kein Mensch mag Befehle. Und Kinder reagieren wie Erwachsene darauf: mit Widerstand. Also statt ihnen zu befehlen, das Spielzeug aus dem Flur zu räumen, sag ihnen, dass dir aufgefallen ist, dass ihr Spielzeug im Flur liegt. Und was passieren könnte, wenn Gäste kommen und darüber stolpern würden.

6. Sei ein guter Zuhörer

Ein guter Weg, dein Kind zu einem guten Zuhörer zu machen, ist der, selbst einer zu sein. Schau deine Kinder an, wenn sie mit dir reden, nimm sie ernst und hilf ihnen ihre Gedanken und Emotionen richtig auszudrücken, wenn sie es brauchen.