Entwicklung Kleinkind: 19 Monate

Kleinkind Entwicklung: 19 Monate 

Sprechen fördern und Sprachfehler möglichst vermeiden – hier findest Du heraus wie das geht. Außerdem: Lassen sich bei der Kindererziehung zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen? Wie sich die Erziehung von älteren Geschwisterkindern auf die Kleinen auswirklen kann

Mutter und Kind liegen im Bett und sehen sich in die Augen
©Twenty20/Misha No

Sozial und emotional

Wenn Dein Kind ältere Geschwister hat, dann wirst Du Dich vielleicht fragen, ob sich dies auf die Erziehung Deines Kleinkindes auswirkt. In der Tat kann ein jüngeres Geschwisterkind durchaus schon lernen, Regeln zu befolgen, die es bei der Erziehung eines anderen Kindes gelernt hat. Wenn also Dein Erstgeborener seine Schuhe mitten im Flur liegen lässt und Du mit ihm schimpfst, dann wird Dein jüngeres Kind sich diesen Ärger gern ersparen wollen und seine Schuhe lieber wegräumen, zumindest für eine Zeitlang. Das funktioniert aber auch anders herum: Wenn Dein Erstgeborener seine Schuhe ordentlich wegstellt und Du es dafür lobst, dann wird Dein jüngeres Kind dieses Verhalten sehr wahrscheinlich nachahmen und seine Schuhe ebenfalls gut wegstellen, um gelobt zu werden.

Wenn Kinder beißen

Auch wenn sich die meisten Kinder über die Gesellschaft gleichaltriger freien, kommt es dabei manchmal zu Konflikten, z.B. um ein Spielzeug. Oft werden solche Probleme mit Schlagen oder beißen gelöst, denn die Kinder haben noch nicht die Möglichkeit, ihrem Ärger mit Worten Luft zu machen.

Lies auf diesen Seiten mehr über Kinder die beißen

Sprachentwicklung

Dein Kind sollte nun etwa 10 Wörter sprechen können, manche können sogar schon bis zu 50 Wörter sagen. Solche großen Entwicklungsunterschiede sind normal. Vielleicht kennt Dein Kind schon ein paar Verben und kann damit einfache zwei-Wort-Sätze bilden, z.B. „Papa gehen“ oder „Puppe holen“ – und es kann sein, dass Ihr Eltern die einzigen seid, die aus den Lauten diese Bedeutung herleiten können, weil noch nicht alle Laute richtig mitgesprochen werden und es Übung braucht, das zu dechiffrieren. Wenn Du ein bekanntes Kinderbuch vorliest, wird Dein Kind vielleicht schon Wörter aus dem Text erraten. Bücher mit Reimen und Rhythmus (z.B. Henriette Bimmelbahn) sind nun eine gute Idee, um die Sprachentwicklung zu fördern. Mehr dazu und über das Vermeiden Sprachstörungen findest Du hier

Was für ein Temperament hat Dein Kind?

Jedes Kind ist anders und sein Verhalten und seine Reaktion auf seine Umwelt ist meist eine Mischung aus drei verschiedenen Eigenschaften. Was kennzeichnet Dein Kind? Schreibe es in einem Tagebuch nieder und vergleiche in späteren Jahren, was sich verändert hat.

Rhytmus:

Braucht Dein Kind einen festen Rahmen von zeitlichen Abläufen, kann man vielleicht sogar die Uhr nach seinen Bedürfnissen z.B. nach Essen oder Schlaf stellen? Oder ist Dein Kind flexibel bis hin zu wechselhaft in seinem Tagesablauf und seinen Gewohnheiten?

Abenteuerlust:

Wie gut kommt Dein Kind mit neuen Situationen zurecht? Stürzt es sich wagemutig in jedes neue Abenteuer oder ist es zunächst zurückhaltend oder gar ängstlich?

Tatendrang:

Ist Dein Kind voller Energie und ständig aktiv oder eher ruhig und wenig aktiv?

Anpassungsfähigkeit:

Passt sich Dein Kind neuen Situationen schnell an, oder braucht es lange, um sich umzustellen?

Grundstimmung:

Ist Dein Kind überwiegend positiv und gut gelaunt oder eher unzufrieden und schlecht drauf?

Ablenkbarkeit:

Wie leicht lässt sich Dein Kind in seiner Aktivität durch andere Reize ablenken? Lässt es alles fallen, sobald es etwas Interessanteres entdeckt, oder bleibt es bei einer Sache bis es damit abgeschlossen hat und wendet sich dann neuen Dingen zu?

Intensität:

Wie heftig sind die Reaktionen Deines Kindes, wenn es Bedürfnisse hat? Schreit es z.B. Zeter und Mordio, sobald es Hunger hat oder fordert es sein Essen in einer ruhigeren Weise?

Empfindsamkeit:

Wie empfindlich reagiert Dein Kind auf Reize, wie z.B. Lärm, plötzliche Geräusche, Licht oder Unruhe?

Hartnäckigkeit:

Gibt Dein Kind leicht auf oder hält es an einer Sache fest und versucht sein Ziel beharrlich zu erreichen?

Durchschnittliche Entwicklung eines Kindes im Alter von 19 Monaten:

Fähigkeit Prozent
laufen
Das Kind läuft nun sicher und fällt selten hin. 97%
Das Kind kann sich im Stand bücken und auch wieder aufrichten, ohne sich dabei festzuhalten. 95%
Das Kind kann rückwärts gehen. 95%

Wenn Du mehr Infos zur Entwicklung Deines Kindes bekommen möchtest, dann lies Woche für Woche unseren Baby-Entwicklungskalender