Entwicklung: 31 Monate

Entwicklung: 31 Monate

Eltern können die Entwicklung von Kreativität fördern. Kreativität bedeutet für das spätere Leben, dass man in der Lage ist, Probleme durch selbstständig erarbeitete Maßnahmen und Ideen zu lösen. Außerdem in diesem Artikel: Wie man ganz alltägliche Probleme löst und das Selbstwertgefühl des Kindes fördert.

©Unsplash/Ryan Tauss

Wie sich Dein Kind entwickelt

Mag ich nicht!

Dein Kind findet Kartoffeln heute lecker und morgen „igitt“? Das ist für dieses Alter typisch und kein Anlass zur Sorge oder Verzweiflung. Vorlieben und Abneigungen wechseln von einem Tag zum anderen und Eltern sollten dabei entspannt bleiben. Da die Essensgelüste Deines Kindes ohnehin unvorhersehbar sind, hat es wenig Sinn, sich nach ihm zu richten. Ihr Eltern entscheidet, was auf den Tisch kommt, Euer Kind entscheidet, was und wie viel es isst – auf diese Weise bleibt es bei einem gesunden Essverhalten, auch wenn es mal eine Mahlzeit ablehnt. Sorge einfach zwischendurch für gesunde Snacks in Form von Gurkenscheiben, roher Paprika, Möhren, Äpfeln … Lies auch in unserem Artikel Essgewohnheiten, wie Kinder ihren Geschmack entwickeln.

Wenn Du mehr über eine ausgewogene Ernährung für Kinder wissen möchtest, dann findest Du in unserem Artikel über Kinderernährung wichtige Informationen über die richtige Zusammensetzung für ein gesundes Wachstum und eine gesunde Entwicklung.

Wie bitte?

Wenn Du Dein Kind immer noch nicht so recht verstehen kannst, weil Wörter unverständlich aus seinem Mund kommen, dann ist dies meist noch normal. Manche Kinder sprechen besser, andere üben noch die Koordination zwischen Gedanken und Mundbewegungen. Du solltest etwa die Hälfte seiner Wörter verstehen, mit Sicherheit wissen, dass es Dich versteht (z.B. weil es Deinen Anweisungen folgt) und feststellen, dass es neue Wörter schnell hinzu lernt. Hast Du Zweifel, dass die Sprachentwicklung Deines Kindes altersgemäß ist, sprich mit Deinem Kinderarzt darüber.

Spricht Dein Kind Wörter falsch, dann korrigiere es nicht offensichtlich, dies verunsichert Dein Kind und kann es sogar in seinen Gefühlen verletzen und führt eher zu weniger sprechen als zur Sprachförderung. Statt dessen wiederhole das Gesagte in Form einer Frage und sprich das Wort dabei richtig aus.

Beispiel:

Kind: „Mama, … tann … nich aufmacken“ – Du: „Oh, Du kannst das nicht aufmachen?“

Lob und Anerkennung

Dein Kind wird nun sehr häufig Sätze wie „Mama/Papa guck mal!“ sagen und Dich auffordern, ihm zuzusehen, wie es etwas macht. Zugleich möchte es die Zustimmung der Eltern und wünscht sich Lob und Anerkennung für das, was es tut. 2,5-Jährige sind sensibel und die kleinste Kritik oder auch nur das ausbleibende Lob können ihnen sehr zusetzen. Also lobe ihre Anstrengungen, hinterfrage nicht, was auf dem Bild gemalt wurde, sondern hänge es begeistert an den Kühlschrank, applaudiere zu kleinen Aufführungen und sei ein enthusiastischer Zuschauer. Auf diese Weise bleibt Dein Kind motiviert sich zu beschäftigen und gewinnt Selbstvertrauen.

Bedenke, dass Dein Kind nicht die Möglichkeit hat, sich über die eigene Persönlichkeit bewusst zu werden und kritisch damit auseinander zu setzen. Alles was es über sich weiß (ob es gut oder böse ist, schlau oder dumm,  talentiert oder tolpatschig …), erfährt es durch die Rückmeldungen von anderen, insbesondere seinen Bezugspersonen. Hilf ihm, durch Lob und Wertschätzung ein positives Bild von sich selbst zu entwickeln, es ist die Grundlage für ein zufriedenes und erfolgreiches Leben.

Hier findest Du außerdem wichtige Informationen zu positiven Erziehungsbotschaften

Was Dein Kind jetzt kann:

  • kennt und erkennt die Farben rot und gelb
  • einen Ball mit den Händen über dem Kopf werfen

Was es vielleicht schon kann:

  • kennt und erkennt die Farben grün und blau
  • einen Stift zwischen Daumen und Zeige- und Mittelfinger halten

Was manche Kinder schon können:

  • die Namen der Freunde und Familienmitglieder aufzählen
  • verstehen was „morgen“ bedeutet
  • interessiert sich für Zahlen und Buchstaben und kann einige davon erkennen

Spielen und Lernen

Kreativität ist eine wichtige Fähigkeit. Du kannst sie fördern, indem Du Deinem Kind viele Möglichkeiten gibst, eine Idee umzusetzen. Solange es klein ist, wird es noch Anregungen von Dir brauchen, später entwickelt es dann eigene Ideen. Lies dazu auch unseren Artikel Kreativität fördern.

Malen

Sicher hat Dein Kind mit Wachsmalern schon das eine oder andere Kunstwerk gekritzelt. Jetzt könnt Ihr experimenteller werden und auch mal zu Fingerfarben, Tusche und Buntstiften greifen. Verwende am Besten ein übergroßes Blatt Papier, z.B. Packpapier oder Malpapier von der Rolle. Klebe das Papier an den Ecken und evtl. auch Seiten mit Klebeband am Tisch fest, so dass es nicht verrutscht (evtl. vorher noch Zeitung unter den Malbereich legen). Statt in einem Wasserglas, kann man den Pinsel mit einem nassen Schwamm reinigen, bevor man eine neue Farbe verwendet – sicher ist sicher!

Material

Lass Dein Kind bei seinen Kunstwerken mit verschiedenen Materialen arbeiten: Stoffreste, Blätter, Zeitungsausschnitte, Strohhalme, Pfeifenreiniger, … all diese Dinge lassen sich zu Mosaiken oder Fantasiebildern auf Papier kleben. Mit einer sicheren Kinderschere kann Dein Kind bereits selbst Papier schneiden.

Nudel-Ketten

Für die Förderung der Feinmotorik eignen sich „Penne“ Nudeln. Gib Deinem Kind eine Kordel und knote eine Penne ans Ende. Lass Dein Kind nun weitere Penne auffädeln.

Stempeln

Schneide eine Kartoffel in zwei Hälften. Verwende eine Keks-Ausstechform, um an der Schnittseite die entsprechende Form auszustanzen. Verteile etwas Fingerfarbe auf einen Plastikteller und zeige Deinem Kind, wie Du den Stempel erst in die Farbe und dann auf das Papier drückst. Lass Dein Kind nun selbst stempeln.