Geschwisterfolge - Einfluss auf die Entwicklung von Kindern

Diese Auswirkungen hat die Geschwisterfolge

Ob Erstgeboren, Sandwich-Kind oder Letztgeboren: Von keiner Stellung in der Familie lässt sich sagen, dass sie die Bessere sei.

Mutter und Kind liegen im Bett und sehen sich in die Augen
©Twenty20/Misha No

Vor- und Nachteile

Erstgeborene wachsen als Mittelpunkt der Aktivitäten der Familie in einer viel überschaubareren Umgebung heran als später geborene Kinder. Sie erhalten mehr Anleitung und Unterstützung und aufgrund des Drucks der Eltern sind sie später meist erfolgreicher als ihre später geborenen Geschwister.
Erstgeborene Kinder werden von Erwachsenen oft besser akzeptiert und sie übernehmen häufiger die Rolle des Anführers, da sie den sozialen Erwartungen stärker entsprechen. Andererseits sind Eltern bei der Erziehung noch unerfahren und neigen mehr dazu, in die Entwicklung des Kindes einzugreifen, als bei später geborenen Kindern. Später geborene Kinder erreichen jedoch zweifellos ebensoviel. Sie sind sozial genauso akzeptiert, wenn sie die gleiche Anleitung und Zuwendung erhalten wie Erstgeborene.

Die Stellung eines Kindes in seiner Familie beeinflusst in der Zeit des Heranwachsens seine persönliche und soziale Anpassung nachhaltig und dauerhaft.

Altersabstand

Günstig ist es, wenn Kinder altersgemäß weit genug auseinander sind; ideal ist es, wenn ein Kind 2 bis 2,5 Jahre Zeit mit den Eltern hat, bevor ein neues Geschwisterchen dazukommt.

Persönlichkeitsmerkmale je nach Reihenfolge der Geburt:

Erstgeborenes Kind:

  • unsicher
  • misstrauisch
  • ängstlich
  • schlau
  • kleinlich
  • drängt nach Selbstverwirklichung
  • verantwortungsbereit
  • autoritär
  • eifersüchtig
  • konservativ
  • beeinflussbar
  • leicht erregbar
  • sensibel
  • anlehnungsbedürftig
  • abhängig

Zweitgeborenes Kind:

  • unabhängig
  • selbständig
  • extrovertiert
  • lebenslustig
  • gesellig
  • zuverlässig
  • gelassen und ausgeglichen

Drittgeborenes Kind:

  • aggressiv
  • leicht abzulenken
  • eifersüchtig
  • braucht viele Liebesbeweise
  • fühlt sich vernachlässigt
  • fühlt sich unterlegen
  • fühlt sich unzulänglich
  • neigt zu Verhaltensstörungen

Letztgeborenes Kind:

  • selbstsicher
  • zutraulich
  • spontan
  • gutmütig
  • neidisch und eifersüchtig
  • verantwortungsscheu
  • neigt zu Rivalität mit Geschwistern
  • fröhlich
  • unreif
  • extrovertiert
  • einfühlsam
  • fühlt sich unzulänglich
  • fühlt sich unterlegen
  • großzügig
  • verwöhnt

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