Geschwisterliebe können Eltern fördern

Geschwisterliebe

Die Beziehung zwischen Geschwistern ist einzigartig und verbindet deine Kinder meist ein Leben lang

©Unsplash/Michal Janek

Erziehung zur Solidarität

Eltern möchten, dass ihre Kinder tolerant dem Geschwister gegenüber sind und Fürsorge füreinander empfinden, sowie Rücksicht aufeinander nehmen. Um dies zu fördern, sollten Sie ein paar Dinge beachten:

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  • Sie sollten sich als Eltern auf ein Erziehungskonzept einigen und den Kindern einen liebevollen Umgang miteinander vorleben.
  • Stärken Sie das Zusammengehörigkeitsgefühl, indem Sie möglichst viele gemeinsame Mahlzeiten zu sich nehmen und erst mit dem Essen beginnen, wenn alle sich „Guten Appetit“ gewünscht haben, lassen Sie die Kinder abwechselnd Ausflugziele oder Vorlesebücher wählen – so kommt jeder zu seinem Recht.
  • Loben Sie solidarisches Verhalten (ohne Bezug auf vorangegangenes unsolidarisches Verhalten!): „Wie schön, dass ihr heute so viel Spaß miteinander habt
  • Üben Sie das Teilen, z.B. indem Sie ein Stück Kuchen für das Geschwister aufbewahren, das gerade nicht anwesend ist.
  • Sorgen Sie für klare Besitzverhältnisse: Jeder sollte wissen, welche Dinge allen gemeinsam und welche dem Geschwister oder den Eltern gehören. Nur wenn sich ein Kind sicher sein kann, dass sich niemand an seinem Eigentum vergreift, wird es auch das Eigentum anderer Familienmitglieder respektieren.
  • Oasen für jedes Kind schaffen: Jedes Kind sollte einen Platz haben, an den es sich zurückziehen kann. Auch sollten Eltern niemals ein Kind zwingen, ein Geschwister mitspielen zu lassen, wenn es dazu keine Lust hat.
  • Schlechte Gefühle zulassen: Sie sollten kein Tabu sein denn nur wenn schlechte Gefühle erlaubt sind, können auch gute Gefühle freigesetzt werden.
  • Vermeiden Sie Vergleiche zwischen den Kindern und legen Sie sie nicht auf Rollen fest.

Beispiel:

Der 5-jährige C. darf beim Karottenschneiden helfen. Sein zweijähriger Bruder möchte auch mithelfen.

Schlechte Lösung:

Die Mutter nimmt ihm die Karotte aus der Hand und sagt freundlich: „Das kannst du noch nicht, geh lieber spielen.“ Sie erntet Geheule.

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Bessere Lösung:

Die Mutter holt ein zweites Schneidebrett und das stumpfste Messer, das sie hat. Sie sagt:“ Dies ist das richtige Messer für dich, es ist nicht so gefährlich wie das von C.“, legt die Karotte auf das Brett, schneidet selbst ein Stück ab und gibt das Messer dann dem Zweijährigen in die Hand.

Jetzt sind beide Kidner zufrieden: Der Kleine freut sich, dass er wie sein Bruder Karotten schneiden darf, und der Große sonnt sich in dem Gefühl, dass nur er mit dem „gefährlichen“ Messer hantieren darf.