Wer sich viel mit dem Handy beschäftigt, schadet seinem Kind

Studie zeigt: Hohe Handynutzung der Eltern schadet dem Kind

Die meisten von uns wissen im Grund, dass sie sich viel zu viel mit ihrem Handy beschäftigen – verwerfen den Gedanken aber meist schon nach dem Eingang der nächsten Push-Mitteilung. Eine neue Studie gibt handyaffinen Vätern und Müttern nun zu denken: Zu viel der Spielerei von Mama und Papa am Smartphone kann dem Kind nämlich tatsächlich schaden.

Schnell mal die Whatsapp-Nachrichten und neuesten Push-Mitteilungen checken, während das Kind gerade am Essen ist. Kann ja nicht schaden – oder doch? Untersuchungen von Wissenschaftlern der Illinois State University legen jetzt die Vermutung nahe, dass dieses Verhalten tatsächlich einen negativen Einfluss auf dein Kind haben kann.

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Sind Eltern zu viel am Handy?

Bei ihrer Studie befragten die Forscher 170 Elternpaare dazu, in welchen Situationen und wie oft sie Smartphones, Tablet oder Laptops verwenden. Bezüglich der Situationen waren sie daran interessiert, wie oft Eltern in der gemeinsamen Familienzeit mit dem Kind, also beispielsweise beim Mittagessen, mit dem Smartphone beschäftigt sind.

Nur elf Prozent gaben dabei an, sich nicht von technischen Geräten ablenken zu lassen, während sie Zeit mit ihrem Kind verbringen. Mehr als 50 Prozent der befragten Elternpaare sagten jedoch, dass sie die Familienzeit mindestens dreimal am Tag durch das Benutzen von Smartphone & Co unterbrechen. Geht so ein elterliches Verhalten spurlos an den Kindern vorüber?

Weniger Aufmerksamkeit, mehr Probleme?

Möglicherweise nicht. In weiteren Befragungen fanden die Forscher nämlich heraus, dass die Kinder der Eltern, die vermehrt mit Smartphone und Tablet spielen, häufiger Verhaltensprobleme wie Hyperaktivität, Jammern und Quengeln, ein hitziges Temperament sowie eine ausgeprägte emotionale Überempfindlichkeit zeigten.

Die Wissenschaftler bezogen bei ihrer Studie weitere Faktoren wie elterlichen Stress, Einkommen, Bildung sowie die gemeinsame Elternschaft in die Studie mit ein. Frühere Studie, beispielsweise von Carneiro, Meghir und Parey vom University College London aus dem Jahr 2007, haben bereits die Vermutung erhärtet, dass diese Faktoren ebenfalls zu Verhaltensauffälligkeiten von Kindern führen.

Doch trotz der weiteren Faktoren kristallisierte sich bei der aktuellen Studie eine eindeutige Korrelation zwischen dem regelmäßigen elterlichen Gebrauch technischer Geräte und dem auffälligen Verhalten der Kinder heraus.