So kannst du Kinder vor Übergriffen von Fremden schützen

So kannst du Kinder vor Missbrauch schützen

Kinder sind leichtgläubig. Sie kommen nicht auf die Idee, dass ein Erwachsener sie anlügt oder ihnen Böses will und tappen leichter in die Falle als ihre Eltern denken. „Mein Kind weiß, dass es nicht mit Fremden gehen darf!“ – richtig. Aber hat Ihr Kind die gleiche Vorstellung von Fremden wie Sie? Darum sollten Sie einige Regeln überprüfen und Details mit Ihrem Kind besprechen, vielleicht auch das Verhalten im Notfall üben.

©Unsplash/Josh Applegate

Geh‘ nicht mit Fremden

Ihr Kind wird jeden, den es noch nie gesehen hat, als Fremden betrachten – auch den Polizisten den es nicht kennt. Jemand aus der Nachbarschaft hingegen, der freundlich anbietet Ihr Kind im Auto mitzunehmen, wird als Freund eingestuft weil Ihr Kind ihn häufig gesehen hat.

Erklären Sie Ihrem Kind, wer ein Fremder ist und dass auch ein Nachbar (selbst wenn er es wirklich nur gut meinen sollte) ein Fremder sein kann. Erklären Sie Ihrem Kind genau, wie es sich verhalten soll, wenn es sich verlaufen hat oder in Not ist. Eine Mutter mit Kind ist meistens vertrauenswürdig und hilfsbereit. Ein Polizist in Uniform oder eine Anlaufstelle für Kinder in Not (auf vielen Schulwegen durch einen Aufkleber zu erkennen) sind meistens sicher.

Ein Codewort, an dem Ihr Kind erkennt, dass jemand ein Freund ist, hilft leider oft nicht weiter. Kinder geben solche Geheimnisse viel schneller Preis als sie sich vorstellen können: „…aber Mama hat gesagt dass man erst „Prinzessin“ sagen muss bevor ich mitgehen darf …“ Versichern Sie Ihrem Kind also, dass Sie niemals einen Fremden schicken würden, um es abzuholen. Sorgen Sie dafür, dass Sie jederzeit in der Lage sind, die Schule, den Sportverein, … per Handy zu informieren, wenn Sie verhindert sind. Im Zweifelsfall soll sich Ihr Kind an eine Lehrerin, Betreuerin oder an eine Mutter mit Kind wenden.

Beschriften Sie niemals Jacken, Mützen/Caps, Ranzen oder T-Shirts von außen sichtbar mit dem Namen Ihres Kindes. Ein Fremder kann sich dies zunutze machen und Ihr Kind mit Vornamen ansprechen – Ihr Kind wird dann annehmen, dass er ein Bekannter ist. Schreiben Sie Namen besser innen in die Kleidung, den Sportbeutel, Ranzen, … hinein oder verwenden Sie Symbole.