Start in den Kindergarten

So gelingt der Kindergarten-Start

Der erste Tag im Kindergarten ist für Kind und Eltern ein einschneidendes Erlebnis. Erstmals verlässt das Kind die gewohnte Umgebung, um einige Stunden ohne seine vertrauten Bezugsperson zu spielen. Alles was in diesen Stunden passiert, entzieht sich der Kontrolle der Eltern und es braucht oft ein bisschen Zeit, bis das Vertrauen in der Dreiecksbeziehung zwischen Eltern, Erzieherin und Kind aufgebaut ist. Damit der Start in den Kindergarten für alle so reibungslos wie möglich erfolgen kann, sollten Sie sich ein wenig vorbereiten.

©Unsplash/Ryan Tauss

Die Wahl des richtigen Kindergartens

In dichter besiedelten Regionen haben Eltern oft mehrere Kindergärten zur Auswahl. Auf dem Land hingegen kommt meist nur die nächstgelegene Einrichtung in Frage. Grundsätzlich sollten Sie sich vorab über die Methodik, die Öffnungszeiten, die Gruppengrößen und den Tagesablauf informieren, um herauszufinden, ob der Kindergarten zu Ihnen und Ihrem Kind passt. Er sollte auch den persönlichen Bedürfnissen und den zeitlichen Anforderungen (die evtl. durch Berufstätigkeit entstehen) entsprechen.

Hier ein paar Rahmenbedingungen die zur Entscheidungsfindung beitragen können:

  • Ist der Kindergarten ganzjährig geöffnet?
  • Passen die Öffnungszeiten und der Tagesablauf zu den Arbeitszeiten der Eltern?
  • Wie weit ist der Kindergarten vom Wohnort entfernt?
  • Wie ist das pädagogische Konzept, was wird den Kindern inhaltlich angeboten?
  • Werden Kinder ganzjährig aufgenommen oder z.B. nur im August?
  • Ist ein großer Außenbereich vorhanden (Garten, Spielgeräte, Rückzugsmöglichkeiten)?
  • Wie groß sind die Gruppen (Anzahl der Kinder, räumliche Unterbringung)
  • Wie hoch ist die Kindergarten-Gebühr?
  • Wie viel Personal steht für die Betreuung zur Verfügung, wie werden Personalausfälle aufgefangen?
  • Wie sind die Betreuerinnen qualifiziert (Ausbildung, regelmäßige Fortbildungen)?
  • Wie ist der Kindergarten ausgestattet (hier geht es nicht um die Anzahl der Spielsachen sondern darum, ob sich die Bedürfnisse der Kinder in den Räumen verwirklichen lassen), wie sind die sanitären Einrichtungen?

Leider ist es in vielen Gemeinden Realität, dass trotz Rechtsanspruch die Plätze knapp sind und Wartezeiten entstehen oder nicht die gewünschte Einrichtung vermittelt werden kann. Doch oft lohnt es, sich für eine Unterbringung im „Wunschkindergarten“ einzusetzen. Es ist für ein Kind meistens hilfreich, mit seinen Freunden aus der Nachbarschaft die gleiche Einrichtung zu besuchen. Mit diesen Kindern wird es vermutlich auch später zur Schule gehen, so dass Kontakte und Freundschaften von Dauer sind.

Kindergartenkonzepte

Die Konzepte von Kindergärten unterscheiden sich manchmal erheblich von einander. Neben den konfessionellen Einrichtungen der Kirchengemeinden gibt es meist städtische Kindergärten und private Kindergarten-Initiativen, mit jeweils verschiedenen pädagogischen Schwerpunkten. Zudem findet man immer mehr Einrichtungen wie „Waldkindergarten“, „Spielzeugfreier Kindergarten“, „Montessori-Kindergarten“, „Rudolf-Steiner (Waldorf) -Kindergarten“, „KiGa mit offenen Gruppen“.

Sie sollten überlegen, mit welchem Kindergarten Ihr Kind glücklich sein könnte und welches Konzept am ehesten Ihren Vorstellungen von Erziehung und Förderung übereinstimmt.

Wann ist mein Kind für den Kindergarten bereit?

Bezüglich der Einschulung gibt es ganz klare Vorgaben, Tests und sogar schulärztliche Untersuchungen, um herauszufinden, ob ein Kind schulreif ist. Beim Kindergarteneintritt gibt es meist nur grobe Voraussetzungen, was die Erwartung an die Reife des Kindes betrifft. So wünschen sich die Erzieherinnen, dass die Kinder „trocken“ sind, allein zur Toilette gehen können, sprechen können und bereit sind, mit anderen Kinder Kontakte zu knüpfen. Nach Möglichkeit sollen sie auch weitgehend in der Lage sein, sich an- und auszuziehen (Jacke, Schuhe) um die Arbeit des Personals zu erleichtern.

Das Alter des Kindes bietet bei der Beurteilung der Kindergartenreife nur einen unzureichenden Anhaltspunkt, da die Entwicklung hier oft sehr unterschiedlich verläuft: „Es gibt Zweieinhalbjährige, die sprachlich und sozial ebenso kompetent und genauso gut abgenabelt sind, wie durchschnittliche Dreieinhalbjährige“.
[Quelle: Buch „4-6 Jahre, Entwicklungspsychologische Grundlagen“]

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