Schwimmen für Kleinkinder

Ab wann kann ein Kleinkind schwimmen?

Eltern möchten, dass ihre Kinder rechtzeitig schwimmen lernen, um Schwimmunfälle zu vermeiden. Im Jahr 2013 ertranken allein in Deutschland 34 Kinder unter 16 Jahren (davon 13 im Vorschulalter) und noch einige mehr im Auslandsurlaub.

 

©Unsplash/Kelly Sikkema

Ab wann an das Wasser gewöhnen?

Eine wichtige Vorsichtsmaßnahme ist daher der frühzeitige Schwimmunterricht. Doch meist sind Kinder frühestens im Alter von 4 Jahren in ihrer Entwicklung so weit, dass sie sich selbständig über Wasser halten können. Bis dahin sollten Sie ein Eltern-Kind-Programm absolvieren, das sich aus Wasserspielen, Schwimmvorbereitungen und Sicherheitsregeln am Wasser zusammensetzt.

Ihr Kind sammelt dabei Erfahrungen mit Wasser und fühlt sich darin zunehmend sicher, bis es alt genug ist, um am richtigen Schwimmunterricht teilzunehmen.

Wenn Ihr Kind dann in einem Kurs lernt, sich ohne Schwimmhilfen über Wasser zu halten und fortzubewegen, profitiert Ihr Kind ein ganzes Leben lang davon und möglicherweise wird es einmal sein Leben retten. 

Wenn Sie mir Ihrem Kind schwimmen gehen, können Sie einige Übungen zur Wassergewöhnung und als spielerische Schwimmvorbereitung durchführen.

Übungen ab 2-3 Jahre

Übung:

Ihr Kind wird mit der Zeit vielleicht zunehmend aktiver und mutiger im Wasser werden, dennoch braucht es unbedingt einen Erwachsenen, der es hält, wenn es ohne Schwimmflügel im Wasser ist.

Spielen Sie Spiele, die das Bewegen der Arme verlangen: Werfen Sie einen Ball und lassen Sie es diesen holen (mit Schwimmflügeln natürlich).

Lassen Sie es auf Ihren Armen durch das Wasser gleiten.

Zeigen Sie Ihrem Kind, wie man im Wasser Blasen blubbert, so dass es lernt wie es sich verhalten muss wenn das Gesicht nass wird, ohne dass es Wasser schluckt.

Üben Sie die Rückenlage, indem Sie den Hinterkopf Ihres Kindes auf Ihre Schulter legen und rückwärts durch das Wasser gehen, während Ihr Kind mit dem Körper im Wasser „schwebt“ (erfordert schultertiefes Wasser).

Wenn Ihr Kind es mag: Üben Sie das Tauchen aber zwingen Sie Ihr Kind nicht dazu, wenn es nicht möchte.

Lassen Sie Ihr Kind vom Beckenrand in Ihre Arme springen (aus dem Stand, der Hocke oder aus dem Sitzen). Mit Schwimmflügeln kann es auch allein springen, sobald es sich traut.

Bringen Sie Ihrem Kind bei, dass es sich an verschiedenen Gegenständen festhalten kann, wenn es im Wasser ist: Beckenrand, Schwimmnudel, Schwimmbrett, Luftmatratze, …

Hygieneregeln im Schwimmbad oder Planschbecken

  • Leeren Sie Planschbecken jeden Abend. Stehendes Wasser kann zu Harnwegsinfektionen führen oder jede kleine Wunde eitrig infizieren. Drehen Sie den ausgeleerten Pool zum Abtropfen um, damit keine Mücken in Restpfützen Laven ablegen können. Außerdem verhindert diese Maßnahme, dass versehentlich Kinder in Ihrem Planschbecken ertrinken.
  • Bedenken Sie, dass Ihr Kind immer gefährdet ist, im Pool oder sogar in der Badewanne zu ertrinken – selbst wenn es Schwimmflügel oder –weste trägt. Lassen Sie es daher nicht eine Minute allein oder aus den Augen, drehen Sie ihm nie den Rücken zu und lassen Sie sich nicht ablenken: Lassen Sie das Telefon klingeln, gehen Sie nicht an die läutende Tür und drehen Sie nicht mal den Kopf dorthin, solange Ihr Kind im oder am Wasser ist.
  • Gehen Sie mit Ihrem Baby nicht in ein öffentliches Bad bevor es 6 Monate alt ist. Sie können nie wissen, wie sauber das Wasser ist. Hat ein anderes Kind z.B. einen Magen-Darm-Infekt, kann es das Wasser mit E-Coli-Bakterien infizieren, durch die Ihr Baby sehr ernsthaft erkranken kann. Babys sind Erkrankungen im Magen-Darm Bereich gegenüber wesentlich empfindlicher als ältere Kinder.
  • Denken Sie auch an die Sicherheit anderer Kinder. Auch wenn Schwimmwindeln einen großen Teil der Ausscheidungen auffangen, sind sie nicht wirklich sicher. Wenn Ihr Kind Durchfall oder andere Infektionen hat, gehört es nicht ins Wasser.