Der richtige Lichtschutzfaktor für Babys und Kinder

Lichtschutzfaktor für Kinder und Babys

Mit welchem Lichtschutzfaktor (LSF) schütze ich mein Kind und mich ausreichend vor der Sonne?

©Unsplash/Nikola Radojcic

Sonnenschirm/Sonnensegel

Der beste Schutz ist der Schatten! Säuglinge bis zu einem Jahr dürfen überhaupt nicht in die Sonne, Kleinkinder sollten nur im Schatten spielen und immer Hut und T-Shirt tragen.

Im Freien solltest Du Sonnenschirme und -segel oder schattige Bäume aufsuchen und stets darauf achten, dass Du – dem Verlauf der Sonnen entsprechend – Deine Position anpassen kannst.

Sonnenschutzmittel:

Ganz wichtig: Sonnenmilch oder Creme nicht erst im Freien auftragen, sondern schon eine halbe Stunde vorher, da erst nach dieser Zeitspanne der Sonnenschutzfilter wirkt.

Mit welchem Lichtschutzfaktor (LSF) kann man Kindern den Sonnenbrand ersparen?

Spezielle Kinder-Sonnenschutzmittel sollen der größeren Lichtempfindlichkeit gerecht werden. Die Cremes sind fetthaltiger als die für Erwachsene und die Lichtschutzfaktoren sind besonders hoch, meist zwischen 18 und 35. Je höher jedoch der Lichtschutzfaktor ist, desto mehr chemische Filter müssen die Cremes enthalten. Chemische Filter können allergische Reaktionen auslösen. Ein LSF von 20 ist ausreichend, denn damit werden 95 Prozent der UVB-Strahlen aus dem Sonnenlicht gefiltert. Faktor 30 würde den Schutz nur um drei Prozent erhöhen.

Der Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf die UVB-Strahlung. Achte aber auch darauf, dass die Sonnenmilch UVA-Schutz bietet und den so genannten „Australischen Standard“ erfüllt: Dann werden mindestens 90 Prozent der UVA-Strahlen abgeblockt. UV-A-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein und lassen sie frühzeitig altern.

Kaum bekannt ist, dass der Lichtschutzfaktor nur einmal am Tag wirkt: Auch wenn Du Dein Kind oder Dich noch einmal eincremen, verlängert das die Schutzzeit nicht! Dermatologen empfehlen außerdem, den Schutz niemals ganz auszureizen sondern bereits nach zwei Dritteln der Zeit aus der Sonne zu gehen.

Für Babys eignen sich besonders Produkte, die ausschließlich auf physikalischen Filtern wie Zinkoxyd oder Titanoxyd basieren. Sie versprechen eine bessere Verträglichkeit  und die mineralische Filter wirken sofort. Sie dringen nicht so stark in die Haut ein und bilden einen Film auf der Haut. Wie ein Abwehrschirm reflektiert dieser die Lichtstrahlen.

Bei besonders empfindlichen Kindern sollten die Sonnenschutzmittel möglichstkeine Konservierungsstoffe enthalten sowie parfüm- und farbstofffrei sein.

Wasserfest?

Längeres Baden übersteht keine Sonnenmilch, auch wenn die Produkte mit dem Siegel „Extra Wasserfest“ ausgezeichnet sind. Deshalb hilft hier nur regelmäßiges Nachcremen um den LSF zu erhalten. Dabei ist zu beachten, dass empfindliche Partien wie Nacken und Augen besonders viel Schutz benötigen.

Körperstellen, die beim Eincremen häufiger vergessen werden:

  • Ohrmuscheln
  • Nacken
  • Kniekehle
  • Füße

Spezielle After-Sun-Produkte brauchen Kinder übrigens nicht, doch sollte man die Sonnencreme am Abend mit einer kurzen Dusche abwaschen.
Die Sonnencreme vom Vorjahr kann durchaus auch im nächsten Jahr aufgebraucht werden, sofern sie nicht ranzig riecht oder sich die Bestandteile in verschiedene Schichten abgesetzt haben.