Schlaf von Kleinkindern

Mittagsschlaf bei Kleinkindern

Nach wie vor findet bei vielen Kindern der Übergang zu einem einzelnen Mittagsschlaf statt. Abhängig von den Schlafzeiten am Tag, müssen die Bettzeiten am Abend angepasst werden. Nach und nach kommt es nun zu einer neuen, entspannten Schlafroutine, welche auch den Eltern längere Pausen ermöglichen.

Kleinkind liegt im Bett und schläft
©Pixabay

15 Monate bis 1,5 Jahre

Kinder, die noch im Übergang auf einen einzelnen Mittagsschlaf sind, werden diesen in der Anfangszeit vermutlich eher am späten Vormittag oder frühen Mittag halten, meist in einem Zeitraum zwischen 11 Uhr und 1 Uhr beginnend. Dies macht es schwierig, den späten Nachmittag zu gestalten und zu einer späteren Zeit Schlafen zu gehen. Genauso wie schon in den Monaten 8 – 15 ist es daher wichtig, die abendliche Bettzeit in dieser Phase vorzuziehen und das Kind evtl. schon vor 18 Uhr ins Bett zu bringen, um Übermüdung und somit Probleme beim Einschlafen zu vermeiden. Somit werden Schlafdefizite ausgeglichen, das Kind ist am Tag ausgeruhter.

Sollte das Kind gegen Mitternacht aufwachen, so ist dies in dieser Phase normal und hört bald auf, wenn man an der frühen Bettzeit festhält. Es ist auch deshalb ratsam, konsequent an der frühen Bettzeit festzuhalten, um es dem Kind zu ermöglichen, den Tag ausgeruht zu überstehen.

Ziel ist es nun, die Dauer des Mittagsschlafs zu verlängern und den Zeitpunkt des Beginns etwas weiter in den frühen Nachmittag zu verlegen. Dann sind auch wieder spätere Bettzeiten möglich. Es kann zwischen 2 und 6 Monaten dauern, bis ein Kind den Übergang zu einem längeren Mittagsschlaf bewältigt hat.

1,5 bis 3 Jahre

Nachdem nun nur noch ein Mittagsschlaf am Tag eingeführt ist, kann man ab dem Alter von etwa 2 Jahren sehr lange Mittagsschlafzeiten erleben. Ein Mittagsschlaf von 3 Stunden oder sogar mehr, ist dann normal. Es ist nun wichtig, darauf zu achten dass das Kind diese Schlafzeiten wirklich bekommt, denn es benötigt sie. Dafür ist die abendliche Bettzeit natürlich weiter nach hinten zu verschieben und sollte zwischen 19 und 20 Uhr liegen. Kinder die vor 20 Uhr ins Bett gehen, haben meist weniger Probleme mit dem Einschlafen.

Eine kritische Zeit tritt meist mit dem Alter von 3 Jahren ein. Viele Eltern stellen dann fest, dass das Kind beim Mittagsschlaf nicht mehr einschläft, sondern statt dessen spielt. Sie denken, dass ihr Kind aus dem Alter heraus ist, in dem es diesen Schlaf benötigt. Doch meist ist etwas anderes dir Ursache: Durch Kindergarten oder andere Aktivitäten wird das Kind nun vielleicht fast unmerklich etwas später zum Mittagsschlaf gelegt und braucht länger, um einzuschlafen. Man sollte unbedingt versuchen, beim alten Schlafmuster zu bleiben und die Mittagsschlafzeit einzuhalten, vielleicht sogar noch eine Viertel Stunden vorzuverlegen. Vielleicht sollte man im Bett und der Schlafumgebung die Spielsachen und Ablenkungen entfernen, um es dem Kind zu ermöglichen. Die meisten Kinder brauchen im Alter von 3 Jahren noch einen Mittagsschlaf, dies wird nicht zuletzt durch auffälliges Verhalten deutlich, welches das Kind vielleicht am Nachmittag zeigt. Häufig zu beobachten ist auch der sogenannte Nachtschreck, wenn der Mittagsschlaf entfällt, obwohl das Kind diesen Schlaf noch benötigt.

Ist es nicht mehr möglich, den Mittagsschlaf zu erhalten, sollte auf jeden Fall die abendliche Bettzeit wieder vorgezogen werden, um während dieses Übergangs einen Ausgleich zu schaffen. 18 Uhr ist dann durchaus eine legitime Schlafenszeit, alles was später ist, übermüdet das Kind und erschwert ihm das Einschlafen. Und selbst das frühere Schlafengehen wird nicht ganz ausreichen, um den fehlenden Mittagsschlaf auszugleichen, das Kind ist am Tag vermutlich launischer oder müder als sonst und wird einige Zeit brauchen, um das zu Kompensieren.

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3 bis 4 Jahre

Ab wann braucht ein Kind keinen Mittagsschlaf mehr? Diese Frage stellen sich viele Eltern, wenn das Kind über 3 Jahre alt ist. Vielleicht schläft das Kind nicht mehr ein, wenn es hingelegt wird und spielt statt dessen, singt und erzählt. Hier kann man die Entscheidung anhand eines Musters treffen: Schläft das Kind an einem Tag nicht, jedoch an einem anderen Tag, dann wird es den Mittagsschlaf vermutlich weiterhin brauchen. Ist es ihm gar nicht mehr möglich, mittags einzuschlafen, dann sind die Tage der Mittagsruhe gezählt und der Mittagsschlaf kann entfallen – evtl. zu Gunsten einer Ruhephase, in der es sich 30 Minuten lang allein und ruhig beschäftigt. Dennoch kann es zu einem anderen Zeitpunkt noch mal nötig sein, den einen oder anderen Mittagsschlaf einzubinden – z.B. wenn stressige Zeiten wie Kindergartenbeginn, aufregende Feiertage, … das Kind zusätzlich fordern. Zeigt sich über längere Zeit, dass das Kind ohne den Mittagsschlaf nicht auskommt und auch frühe Bettzeiten dies nicht ausgleichen können, sollten Eltern versuchen, am Mittagsschlaf festzuhalten.