Nachtschreck: Schadet das nächtliche Hochschrecken meinem Kind?

Nachtschreck – Wie verhalte ich mich richtig?

Ein Nachtschreck kann Eltern sehr in Angst versetzen und hinterlässt einen tiefen Eindruck bei allen, die ihn miterleben – außer beim Kind, das den Nachtschreck durchlebt. Was ist die Ursache und wie beruhigt man ein Kind, dass sich ganz offenbar in größter seelischer Not befindet?

Vater liest seinem Kind eine Gute-Nacht-Geschichte vor
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Über den Nachtschreck

Die gute Nachricht vorweg: Ein Nachtschreck bedeutet nicht, dass mit dem Kind etwas nicht stimmt oder es durch ein Erlebnis seelisch belastet ist.

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Er tritt meist in den ersten drei Stunden nach dem Einschlafen auf, das Kind befindet sich in einem tiefen Schlaf, wirkt jedoch wach. Während eines Nachtschrecks schreien, rufen, schimpfen, schlagen und treten Kinder, manche Schlafwandeln auch. Sie wirken in größter Not, verzweifelt oder total verängstigt. Oft haben die Kinder dabei die Augen geöffnet, so dass es für Außenstehende so scheint, als wären sie wach. Dabei scheinen sie jedoch durch die anwesenden Personen regelrecht hindurch zu schauen. Am nächsten Tag wird sich das Kind in keiner Weise an den Nachtschreck oder Traum erinnern können.

Wie sollte man sich beim Nachtschreck verhalten?

Ein verständlicher Wunsch der besorgten Eltern ist, das Kind zu wecken. Dies wird jedoch in der Regel nur schwer möglich sein und zudem dazu führen, dass das Kind länger braucht, sich aus seiner Verwirrung zu lösen und wieder zu beruhigen. Auch wenn es so wirkt, als wäre das Kind wach, vielleicht sogar auf Ansprache zu reagieren scheint, so ist es doch in seinem Traumgeschehen und sollte nicht geweckt werden. Eltern sollten jedoch dafür sorgen, dass sich das Kind während des Nachtschrecks nicht verletzt, wenn es um sich schlägt und tritt oder aufsteht. Schlafwandelnde Kinder sollten behutsam wieder zurück ins Bett geleitet werden.

Wie lange hält ein Nachtschreck an?

Zwischen wenigen Minuten und 40 Minuten dauert ein Nachtschreck für gewöhnlich. Je weniger man das Kind dabei stört, desto schneller ist er meist vorüber.

Wie kommt es zu einem Nachtschreck?

Meist beginnen Nachtschrecks im Altern von 3 oder 4 Jahren. Beobachtungen zeigen, das oft ein Schlafmangel damit einher geht. Evtl. ist gerade der Mittagsschlaf weg gefallen oder das Kind kommt später ins Bett als sonst. Für den richtigen Übergang vom Mittagsschlaf zu keinem Mittagsschlaf, findest Du hilfreiche Hinweise unter „Schlaf von Kleinkindern„. Auch Stress und aufregende Zeiten (Urlaub, Weihnachte, Geburtstag, Kindergartenstart, neues Geschwisterchen, …) können im Zusammenhang beobachtet werden. Die Neigung zu Nachtschrecks liegt oft in der Familie. Spätestens im Alter von 12 Jahren hören Nachtschrecke auf.

Im Überblick:

Nachtschreck erkennen:

  • ca. 3 Stunden nach dem Schlafen gehen
  • schreien, rufen, sprechen
  • treten und um sich schlagen
  • Augen evtl. geöffnet ohne das das Kind Personen erkennt, schaut durch Anwesende „hindurch“
  • Kind scheint zu halluzinieren
  • Kind schlafwandelt evtl.

Video-Empfehlung

Auf den Nachtschreck reagieren:

  • Kind nicht wecken
  • für Sicherheit sorgen, Verletzungen verhindern

Nachtschreck vermeiden

  • für ausreichend Schlaf sorgen, z.B. durch Mittagsschlaf oder frühere Bettzeiten
  • Stress für das Kind vermeiden oder wenigstens reduzieren