Piraten-Geburtstag

Ein Piratengeburtstag, den alle Kinder lieben werden

„Alle Mann klar machen zum Entern!“ – denn jetzt wird ein Piratengeburtstag gefeiert, bei dem sich die Planken biegen.

Kind schaut durch ein Fernrohr und trägt ein Stirnband
©Twenty20/Brandi Markham

Sie brauchen:

  • 2 Erwachsene, die das Spiel leiten
  • 2 Blatt Papier für die Schatzkarte
  • Eiswürfelbehälter, Inhalt für Eiswürfel
  • alte Tageszeitungen für den Piratenhut
  • dicke Filz- oder Buntstifte für den Piratennamen
  • schwarze Pappe (oder noch besser: Moosgummi) und Gummiband (möglichst schwarz) für die Augenklappen, außerdem einen Locher und eine Schere bereit halten
  • Schokoladen-Goldtaler (gibt’s in Supermärkten, bei ToysRus, …)
  • ganz viele Luftballons
  • Ein Angelspiel (mit Magnet …)
  • Büroklammern (nicht zu klein)
  • evtl. Pappfische basteln, Süßigkeiten mit geringem Gewicht
  • Decken und Kissen
  • Flasche
  • 2 Plastikboote
  • langes Band (z.B. Paketband)
  • zwei leere Küchenpapierrollen (oder Toilettenpapierrollen)
  • „Schatz“: Für jedes Kind ein Kästchen oder Tütchen mit Süßigkeiten, vielleicht einem Playmobilpiraten usw. als Geschenk!

Vorbereitungen:

 

1.

Der Spaß fängt schon bei den Einladungen an:

Jeder Einladung ist ein Stück einer Schatzkarte beigelegt. Drucken Sie dafür die Schatzkarte 2 Mal aus, legen Sie sie übereinander und schneiden Sie die Karte in so viele Stücke wie Kinder eingeladen sind.

TIP: Besonders dramatisch ist es, wenn Sie dazu Papier benutzen, dass nach einer alten Karte aussieht und die Ränder ein bisschen über einer Kerze „ankokeln“.

Jedes Kind hat nun ein Stück der Karte, das es zum Geburtstag mitbringen muss (auf der Einladung darauf hinweisen!). Das zweite Karten-Exemplar behalten Sie, damit Sie Ersatzstücke haben, falls Kinder fehlen oder die Karte vergessen haben.

Mindestens ein Tag zuvor:

2. Die Eiswürfel herstellen
3. In jeden der Luftballons einen Goldtaler stecken und dann aufpusten (-pumpen) und verschließen.
4.  Angelspiel vorbereiten! An Goldtalern wird mit Tesafilm je eine Büroklammer befestigt. Sie können auch Pappfische und kleine Süßigkeiten entsprechend vorbereiten.
5. Decken, Kissen und sonstiges Höhlenzubehör, Ort für die Höhle bestimmen
6. Flaschenpost: Einen Zettel beschriften, z.B. „Segelt zur Wohnungstür“ und in eine leere Flasche stecken. Die Flasche gut (am Besten mit Korken) verschließen.
7. An jedem der Boote ein langes Band befestigen. Das andere Ende durch die Papprolle ziehen und dort verknoten. Wichtig: Beide Bänder müssen gleich lang sein!
8. Auflösung vorbereiten: Drucken Sie die Karte aus und ergänzen Sie den Text!
9. „Schatz“ herstellen: Für jedes Kind ein Kästchen oder Tütchen mit Süßigkeiten, vielleicht einem Playmobilpiraten usw. als Geschenk füllen und mit dem Namen beschriften !

Und so geht’s:

Wenn alle Kinder am Geburtstag eingetroffen sind, kann es nach einer Stärkung mit Piraten-Futter (Studentenfutter) los gehen::

Der alte Piratenkapitän Rotlocke (der/die SpielleiterIn) ist mal wieder auf der Suchen nach einem verschollenen Schatz. Doch weil der Schatz so gut versteckt ist und er auch lange nicht mehr in der Schule war, braucht er schlaue Helfer. Deshalb heuert er die verwegenen Acht (Anzahl der Kinder verwenden) an. Die verwegene Acht ist genau die richtig Mannschaft um diesen Schatz zu bergen.

Als Erstes müssen sich die Mitglieder der verwegenen Acht jedoch einen Piratennamen, einen Piratenhut  und eine Augenklappe zulegen! Jedes Kind basteln sich (evtl. unter Anleitung oder mit Hilfe) einen Piratenhut aus Zeitungspapier. Jedes Kind denkt sich einen Piratennamen aus, z.B. Holzbein-Marie, Augenklappen-Jan usw.

Jeder stellt sich mit seinem neuen Namen beim Kapitän vor. Und da Rotlocke sich das nicht alles merken kann, wird jeder neue Name auf den Hut geschrieben.

Auf diesen Hut wird nun also mit dickem Filz- oder Buntstift der Name geschrieben (so gibt es keine Verwechslung der Hüte – also auch keinen Streit).

Jetzt fehlt nur noch die Augenklappe: Aus Pappe oder Moosgummi wird eine Augenklappe (Kreis) ausgeschnitten, mit dem Locher werden zwei Löcher an der Seite hineingestanzt, das Gummiband durchgezogen und an den Enden verknotet.

Was Rotlocke jedoch am aller Wichtigsten braucht, ist ein Hinweis auf den Schatz. Hätte er doch bloß die geheime Schatzkarte nicht zerrissen, aber er wusste sowieso nicht was er mit diesen Buchstaben machen sollte. Könnt ihr ihm helfen ?

Alle Kinder holen jetzt ihr Stück von der Schatzkarte heraus (siehe „Vorbereitungen„, fehlende Teile werden durch Teile aus dem 2. Exemplar ersetzt). Sie wird nun gemeinsam zusammengesetzt. Mit „Blut“ ist darauf ein Wort geschrieben: Nordpol – wenn die Kinder noch nicht lesen können, kann das Wort vorgelesen werden. Jetzt müssen alle Kinder überlegen, was mit diesem Hinweis gemeint ist, hier evtl. Tipps (kalt, Eis, …) auf den Kühlschrank bzw. den Gefrierschrank geben.

Im Gefrierfach bzw. -schrank finden die Kinder Eiswürfel. Jedes Kind erhält einen Eiswürfel in die Hand und soll ihn dort auftauen. Brrrr – im Sommer am Besten draußen machen, sonst über dem Waschbecken/Badewanne o.ä. Wer seinen Eiswürfel wohl als Erstes aufgetaut hat? Im Eiswürfel eingefroren befindet sich ein Gummibärchen oder etwas anderes, was einen Hinweis auf einen bestimmten Ort (Zimmer, Platz, …) gibt. Diesen Ort müssen die Kinder finden und dort geht es weiter.

Wenn der Ort gefunden wurde, entdecken die Kinder viele Luftballons, die auf dem Boden liegen. Der Piratenkapitän erinnert sich, dass dies seine eiserne Reserve ist, mit der er die Schatzsuche finanzieren will. Alle Kinder bekommen eine Nadel und können die Luftballons zerplatzen. Die Taler werden eingesammelt. Wer wohl die meisten Taler hat? Die Taler werden beim Kapitän abgegeben und von diesem gerecht verteilt – das ist „die Heuer“ (der Lohn).

Die Suche nach dem Schatz hat den Kapitän hungrig gemacht! Die verwegene Mannschaft soll ihm ein paar Fische angeln! Reihum darf die Angel drei Mal ausgeworfen und wieder herausgezogen werden, was an der Angel hängt, darf behalten werden.

Plötzlich kommt Unruhe auf: Die Gräuelpiraten kommen und wollen uns vertreiben! Wir müssen uns verstecken! Schnell, wir müssen uns eine Höhle bauen! Aus Decken und Kissen und einem Tisch / Hochbett o.ä. wird eine Höhle gebaut – alle helfen mit. Damit die Gräuelpiraten uns nicht finden, müssen wir in der Höhle ganz leise sein, Psssst! Genießen Sie die Ruhe!!!) Die Spielleiter poltern jetzt und imitieren tiefe Piratenstimmen, die die Verwegene Acht sucht. Ärgerlich und enttäuscht verschwinden sie wieder, nachdem sie vergeblich gesucht haben. Die Mannschaft kann wieder heraus kommen, aber: Oh Mist. Die Flut ist gekommen und das Wasser ist gestiegen. Wie kommen wir jetzt aus der Höhle wieder heraus? Rotlocke hat da eine Idee. Wenn sich jeder auf einer Welle hinaus treiben lässt dann müssten wir frei kommen.

Ein Kind nach dem anderen wir auf eine Laken gelegt und von den beiden Spielleitern „heraus geschaukelt“, bis es in Sicherheit ist.

Die Flaschenpost deutlich sichtbar auf den Boden legen, damit sie entdeckt wird.

Was liegt denn da? Die Flut hat eine Flaschenpost angeschwemmt! Was mag darin sein? Die Flasche wird geöffnet und der Zettel laut vorgelesen, z.B. „Segelt zur Wohnungstür“

Die Boote werden an einer Startposition abgestellt und je zwei Kinder erhalten die Papprolle und stellen sich am Ziel auf (z.B. an der Wohnungstür). Ein Startsignal wird gegeben und das Band wird schnell auf die Rolle aufgewickelt. Dabei müssen beide Hände stets die Rolle berühren und das Band darf nicht zum Aufwickeln angefasst werden! Wer ist zuerst fertig? Der Gewinner bekommt einen Taler. Aber ihr dürft nicht schummeln, denn Piraten sind ehrenhafte Leute.

An der Haustür findet sich (von außen) der letzte Hinweis: Der Schatz befindet sich … Nichts wie hin!

Jedes Kind findet „seinen Schatz“ mit seinem Namen. Jetzt können die Kinder gemeinsam mit den Spielsachen spielen, den Schatz untersuchen 😉 oder es wird gemeinsam eine große Piratenflagge gemalt.

Wenn Sie wollen, können Sie auch das Essen unter dem Piratenthema laufen lassen. Im Sommer vielleicht mit Stockbrot am Lagerfeuer. Es kann auch aus Blätterteig ein Schiff ausgeschnitten belegt und gebacken werden. Zu trinken gibt es natürlich „Rum“ (z.B. GingerAle, oder Brause mit Speisefarbe eingefärbt).