Schulweg: Mit diesen 10 Tipps wird der Weg zur Schule sicherer

10 Tipps für einen sicheren Schulweg

Auch Erstklässler können den Schulweg schon alleine bewältigen. Du tust ihnen sogar etwas Gutes, wenn sie alleine gehen dürfen. Also Schluss mit dem Elterntaxi.

Junge auf dem Schulweg
Für den Schulweg ist gute Vorbereitung wichtig. © Zhukovvvlad via Bigstock

Viele Eltern haben Angst, dass ihren Kindern auf dem Schulweg etwas passiert. Da scheint es vernünftiger, die Kleinen doch schnell selbst mit dem Auto zur Schule zu fahren. Und so ist das morgendliche Verkehrschaos vor dem Schultor vorprogrammiert. Aber letztendlich erhöht der Fahrdienst der Eltern auch das Unfallrisiko für die Schüler: Viele Autos auf engem Platz machen es schwer, den Überblick zu behalten – vor allem, wenn man abgelenkt ist, weil man mit den Klassenkameraden herumalbert.

Es ist daher oft besser, die Kinder zu Fuß loszuschicken. Gesetzlich zugelassen ist für Grundschüler eine Strecke von bis zu zwei Kilometern. Das kannst du auch deinem Erstklässler durchaus zutrauen – allerdings nur mit der richtigen Vorbereitung. Denn klar ist, der Straßenverkehr ist immer gefährlich. Aber mit ein bisschen Übung lernen Kinder schnell, wo Gefahren lauern und wie sie sich auf dem Schulweg richtig verhalten.

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Schulweg richtig planen

Damit das gemeinsame Schulweg-Training möglichst effektiv ist, haben wir für dich und dein Kind die zehn wichtigste Tipps zusammengefasst, die du beachten solltest.

10 Tipps für einen sicheren Schulweg

  1. Übung macht den Meister. Bevor dein ABC-Schütze alleine loszieht, solltet ihr den Schulweg ein paar Mal gemeinsam abgegangen sein. Gerade bei Erstklässlern kann es sinnvoll sein, nachzukontrollieren und gelegentlich wieder mitzulaufen.
  2. Der sicherste Schulweg ist nicht immer auch der schnellste. Nimm bei der Planung des Schulwegs auch Umwege in Kauf um besonders kritische Gefahrenzonen, wie etwa besonders viel befahrene oder breite Straßen, zu meiden.
  3. Frag bei der Schule nach, ob sie dich bei der Planung unterstützen können. Viele Schulen haben bereits ausgearbeitete Schulwegpläne mit Informationen zu den Gefahrenstellen in der Umgebung der Schule.
  4. Nur gesicherte Übergänge – Ampeln, Zebrastreifen, Verkehrsinseln – eignen sich für Kinder, um eine Straße zu überqueren. Vermittle den Kindern trotzdem, auch hier immer vorsichtig zu sein.
  5. „Bei Rot bleibe steh‘ n, bei Grün kannst du gehen“: Solche Merksätze prägen sich bei Kindern viel besser ein. Versuche, sie oft anzuwenden.
  6. Damit sich die Schulweg-Regeln schneller festigen, kannst du es auch mit einem Rollentausch versuchen: Die Kinder übernehmen die Führung und erklären dir, an welchen Stellen du besonders gut aufpassen musst und warum.
  7. Mach deinen Kindern klar, dass Erwachsene nicht immer ein gutes Vorbild sind. Nur weil jemand bei Rot über die Ampel geht, ist das keine Erlaubnis, das auch zu tun. Für dich heißt das: Halte dich selbst an das, was du deinen Kindern beibringen möchtest.
  8. Kinder sollten immer rechtzeitig losgehen um unnötigen Stress zu vermeiden. In der Eile passieren die meisten Fehler.
  9. Hilf deinem Kind Weggemeinschaften zu finden. Das macht nicht nur mehr Spaß, sondern ist vor allem auch für alle Kinder sicherer.
  10. Im Herbst und im Winter sowie allgemein bei Wetter mit schlechter Sicht gilt: Helle Klamotten und Reflektoren tragen. Auch der Schulranzen sollte gut sichtbare Reflektoren haben.

 

Erster Schritt in die Selbstständigkeit

Mit der Einschulung beginnt nicht nur für die Kinder eine Zeit der Abnabelung. Auch Eltern müssen akzeptieren, dass ihre Kleinen gar nicht mehr so klein sind und immer selbstständiger werden. Loslassen fällt schwer, doch langfristig gesehen tust du deinem Kind wirklich etwas Gutes, wenn du es den Schulweg mit Freunden laufen lässt. Für dein Kind ist das ein erster großer Schritt in die Selbstständigkeit – von dem es immens profitiert. Den Weg alleine geschafft zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein und außerdem fördert die Bewegung an der frischen Luft die Konzentrationsfähigkeit.