Sekundäres Ertrinken: Was ist verzögertes Ertrinken nach der Rettung?

Sekundäres Ertrinken – Das musst du wissen

„Beinahe ertrunken“ – das klingt nach „noch mal Glück gehabt“. Jedoch sterben gerettete Personen manchmal Stunden später unerwartet, weil wichtige Hinweise übersehen wurden und rettende Maßnahmen nach dem Wasserunfall ausblieben. Sogenanntes sekundäres Ertrinken ist gerade für Kleinkinder gefährlich, denn Sie sind häufig Opfer von solchen Unfällen und daher in Gefahr, trotz schneller Rettung an den Folgen zu versterben, da es ihnen zunächst gut zu gehen scheint.

Kind hält unter Wasser die Luft an
©Unsplash/Phoebe Dill

Badeunfälle gehören bei Kleinkindern leider zu den häufigsten Todesursachen. Nur kurz weg geschaut und schon ist es passiert: Das Kind ist in den Gartenteich, das Planschbecken oder den Pool gefallen, in der Badewanne untergegangen oder bäuchlings in einer Pfütze gelandet. Selbst Regentonnen und Toiletten können Kindern zum Verhängnis werden.

Oft wird das Geschehen rechtzeitig bemerkt und das Kind innerhalb von Sekunden gerettet. „Mit dem Schrecken davon gekommen“ denken die Eltern dann, wenn ihr Kind schon wenig später wieder munter spielt.

Doch nicht immer ist das auch das Happy End. Hat das Kind nämlich Wasser in die Lunge gekommen, setzt u.U. unbemerkt ein verzögertes, sogenanntes „nasses Ertrinken“ ein: Je nachdem ob Süß- oder Salzwasser eingeatmet wurden, setzt eine bestimmte Reihe von körperlichen Reaktionen auf die Flüssigkeit in der Lunge ein und führt schließlich zum Tod.

Damit dieses Schicksal abgewendet werden kann, ist es wichtig, Eltern über diese Gefahr zu informieren. Die Symptome des sekundären Ertrinkens sollte man kennen und wissen, was zu tun ist.

Diese 5 Ängste teilen alle Schwangeren

Anzeichen für nasses Ertrinken:

  • Husten
  • das Kind wirkt etwas atemlos, auch ohne körperliche Anstrengung
  • das Kind ist müde, schlapp bzw. wirkt schläfrig
  • bei größeren Kindern / Jugendlichen tritt evtl. auch Euphorie auf
  • Lippen wirken bläulich
  • das Kind verhält sich merkwürdig
  • Gänsehaut, zittern oder frösteln sind zu beobachten
  • Übelkeit durch verschlucktes Wasser
  • Druckgefühl oder Schmerz hinter dem Brustbein (können Kleinkinder jedoch meist noch nicht klar äußern)
  • Zuckungen der mimischen Muskulatur

Diese Symptome treten oft erst Stunden später ein!

Maßnahmen:

Wenn mehrere der oben genannten Anzeichen auftreten, ist die Gefahr eines nassen Ertrinkens vorhanden. Aber auch wenn sich das Kind in anderer Weise auffällig gibt oder Zweifel am Wohlergehen des Kindes aufkommen, sollte ohne zu zögern eine Klinik aufgesucht werden. Dort wird durch Röntgenaufnahmen und Blut-Analyse festgestellt, wie ernst die Situation ist und umgehend die richtigen Maßnahmen (Sauerstoffgabe, Medikation, …) eingeleitet.

Kinder retten

Um möglichst viele Kinder vor dem Ertrinken zu retten, ist eine lückenlose Aufsicht von Kindern am Wasser zwingend erforderlich. Selbst gute Schwimmer können durch Reflexabläufe, Unterkühlung und andere Umstände plötzlich ertrinken. Doch selbst bei guter Aufsicht können Unfälle nicht immer vermieden werden.

Video-Empfehlung

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