Sicherheit im und am Wasser

Sicherheit beim Schwimmen

Sicherheit beim Schwimmen beginnt nicht erst im Wasser, sondern auch schon am Wasser. So bereitest du dein Kind optimal für den Schwimmbadbesuch vor.

Kind hält unter Wasser die Luft an
©Unsplash/Phoebe Dill

Schutz vor dem Ertrinken

Ertrinken ist einer der häufigsten Gründe für den Tod von Kindern unter 14 Jahren. Ein Großteil dieser Kinder ist nicht einmal 4 Jahre alt. Meist werden den Kindern Pfützen, Regentonnen, Gartenteiche, Swimmingpools, Planschbecken und Badewannen zum Verhängnis.

Viele Eltern denken, dass sie es hören würden, wenn Ihr Kind ins Wasser fällt. Auch glauben Sie, dass Kinder noch einmal an die Wasseroberfläche gelangen und sich bemerkbar machen können. Diese Annahmen sind falsch!
Der unverhältnismäßig schwere Kopf, die ungeübte Muskulatur und die Orientierungslosigkeit im Wasser, verhindern dies. Das Kind sinkt sofort bis zum Grund und das Einzige was Sie evtl. hören, ist ein leises „Platsch“ wenn das Kind ins Wasser fällt.

Lassen Sie Ihr Kind also nie aus den Augen wenn Wasser in der Nähe ist.

Praktizieren Sie außerdem diese Regeln, um das Ertrinken Ihres Kindes zu vermeiden.

Sicherheit am Pool

  • Zwischen 4 und 8 Jahren einen qualifizierten Schwimmunterricht besuchen.
  • Sichern Sie Ihren Pool oder Gartenteich durch einen ausreichend hohen Zaun mit einer selbstschließenden Tür.
  • Benutzen Sie eine feste Abdeckung wenn der Pool unbenutzt ist. Bei einer weichen Abdeckung würde Ihr Kind darunter gelangen, wenn es versuchen sollte, darauf zu laufen.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind am Pool rutschfeste Schuhe und eine Schwimmweste/Schwimmhilfe trägt, die Sicherheit bietet.
  • Entfernen Sie nach dem Baden Spielsachen oder Luftmatratzen aus dem Pool – Ihr Kind könnte sonst versuchen danach zu greifen und dabei ins Wasser fallen.
  • Entfernen Sie Spielsachen oder Hindernisse am Poolrand, Ihr Kind könnte sonst darüber stolpern oder ausrutschen.
  • Verbieten Sie Ihrem Kind, andere am Pool zu schubsen, dort zu rennen oder zu toben.
  • Lassen Sie Ihr Kind niemals unbeaufsichtigt schwimmen und stellen Sie sicher, dass Ihre Familie weiß, was im Notfall zu tun ist: Wen sie anrufen müssen und wo Rettungshilfen zu finden sind.
  • Wenn Sie Ihr Kind vermissen, sehen Sie immer zuerst im Wasser nach!

Sicherheit am Strand

  • Behalten Sie Ihr Kind die ganze Zeit im Blick – egal wie gut es schwimmen kann – selbst wenn es nur im seichten Wasser spielt. Anders als beim Pool, können sich die Umstände am Meer jeden Moment ändern.
  • Achten Sie darauf dass Ihr Kind im Schwimmbereich bleibt und sich von Sprungbrettern, Bootsanlegern usw. fern hält.
  • Überprüfen Sie die Brandung täglich selbst und sprechen Sie mit der Strandaufsicht über Veränderungen der Strömung, der Brandung oder des Wetters.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht allein mit Luftmatratzen oder anderen luftgefüllten Dingen schwimmen, wenn es kein guter und sicherer Schwimmer ist. Sie bieten keine Sicherheit gegen Ertrinken!

Sicherheit im Garten Planschbecken

  • Leeren Sie Planschbecken jeden Abend. Dies verhindert, dass versehentlich Kinder (z.B. aus der Nachbarschaft) in Ihrem Planschbecken ertrinken.
  • Sichern Sie unbeaufsichtigte Gartenpools (Minipools) gegen Ertrinken durch Nachbarkinder, z.B. entfernen Sie die Einstiegsleiter, verschließen die Gartentür, …
  • Bedenken Sie, dass ein Kind immer gefährdet ist, im Pool oder sogar in der Badewanne zu ertrinken – selbst wenn es Schwimmflügel oder –weste trägt. Lassen Sie es daher nicht eine Minute allein oder aus den Augen und drehen Sie ihm nie den Rücken zu. Lassen Sie sich nicht ablenken: Lassen Sie das Telefon klingeln, gehen Sie nicht an die läutende Tür und drehen Sie nicht mal den Kopf dorthin, solange Ihr Kind im oder am Wasser ist.