Spiele die Kinder stark machen

Spiele für starke Kinder

Kinder müssen eine klare Vorstellung von sich selbst haben. Vielen Kindern (besonders Mädchen) fehlt der Mut, sich zu wehren, sie fühlen sich schwach und wehrlos. Doch Mut lässt sich erlernen und trainieren. Ihr Kind sollte zu einer selbstbewussten Persönlichkeit heranwachsen, die weiß, was sie will. Diese Spiele können dabei helfen, sich selbst wahrzunehmen, über Gefühle zu sprechen, mit Wut und Aggression umzugehen, mutig zu werden,…

Kind schaut durch ein Fernrohr und trägt ein Stirnband
©Twenty20/Brandi Markham

Ich und mein Körper

So sehe ich aus

ab 4 Jahre ab 2 Teilnehmern
Material:< pro Kind einen einfarbigen, sauberen Bettbezug, Stoffmalfarbe oder Stoffmalstifte
Jeweils zwei Kinder helfen sich gegenseitig. Das eine Kind legt sich auf den am Boden ausgebreiteten Bettbezug. Das andere Kind zeichnet mit der Stoffmalfarbe bzw. den -stiften den Umriss des liegenden Kindes auf den Bettbezug. Danach legt sich das zweite Kind auf einen weiteren Bettbezug und das andere Kind zeichnet den Umriss. Wenn beide Umrisse fertig sind, darf jedes Kind seinen Umriss farbig ausmalen, so dass es am Ende wie es selbst aussieht.
Anmerkung:Diese ganz persönliche Bettwäsche ist sozusagen ein Spiegelbild. Sie bietet die Möglichkeit, Ängste, die manche Kinder beim ‚Schlafen gehen‘ haben behutsam zu nehmen. Mit Hilfe des Doppelgängers auf der Bettdecke hat das Kind jetzt einen Schutz vor allem, was ihm unheimlich ist.

 

Ein Bild von meinem Körper

>ab 4 Jahre

ab 1 Teilnehmer

Material: eine Kopie des eigenen Körpers (Grafik rechts anklicken und ausdrucken), Malstifte.
Jedes Kind bekommt eine Kopie seines Körpers und darf mit den Stiften einzeichnen, welche Körperstellen es gern mag und welche es überhaupt nicht leiden kann.
Anmerkung:Bei Kindern, die erst 4 Jahre alt sind, sollten Sie zunächst nur die Aufgabe Stellen, die Dinge anzumalen, die es mag und erst später auffordern, auch die Dinge anzumalen, die es nicht mag, so muss es sich jeweils nur auf eine Sache konzentrieren.

Im Anschluss sollten Sie dem Kind die Möglichkeit geben, über das Bild zu sprechen.

 

Ich spüre meinen Körper

ab 4 Jahre 1 Teilnehmer oder mehr
Material:keines
Jedes Kind stellt sich im Raum an eine Stelle, wo es nicht gestört wird. Dann beginnt es, sich über die Kopfhaut zu rubbeln, über Haare, Ohren, Gesicht und schließlich Hals. Alles muss gut durchgerubbelt und gestreichelt werden. Dabei sollte von der Hautinnenfläche ein leichter Druck ausgehen, der angenehm ist. Ist der Kopf richtig wachgerubbelt, sind nacheinander beide Schultern und Arme dran. Natürlich werden dabei auch die Hände nicht vergessen: Man kann die Hände aneinander reiben, als würde man sie eincremen. Als nächstes ist dann der Rumpf an der Reihe: Angefangen am Brustkorb bis hin zum Bauch muss alles kräftig gerubbelt werden. Sind die Kinder auch damit fertig, sind ganz zum Schluss noch beide Beine und Füße dran. Wenn nun also alles wachgerubbelt ist und keine Stelle mehr fehlt, können die Kinder nun im Stehen einmal die Augen schließen. Sie sollen spüren, was in ihrem Körper vorgeht und ob dieser sich anders anfühlt als vorher.
Anmerkung: Meist werden die Kinder davon berichten, dass sie ein angenehmes Kribbeln im Körper und besonders auf der Haut spüren. Durch das kräftige Rubbeln und Reiben ist der Körper nun gut durchblutet, so dass sich Verspannungen lösen können. Nach einer solchen Massage können Kinder ganz bewußt ihren Körper spüren. Bei kleineren Kindern kann man auch erst einmal nur einen Körperbereich rubbeln.

Kinder, die nicht so gern über ihre Empfindung sprechen, können eine Kopie des Körpers (siehe vorheriges Spiel) verwenden, um ihren Erfahrung zu malen.

Manches mag ich, anderes nicht!

ab 5 Jahre 1 Teilnehmer oder mehr
Material: weißes Papier (mind. A4), Bunt- oder Wachsmalstifte
Jedes Kind erhält ein Blatt Papier und faltet es in der Mitte. Auf die Hälfte kann es nun mit Hilfe der Stifte all die Dinge malen, die es gerne mag, auf die andere Bildhälfte kommen die Sachen, die das Kind überhaupt nicht leiden kann.

Um den Kontrast zwischen den schönen dingen und den Sachen, die man nicht mag mehr hervorzuheben, kann man den Knick in der Mitte mit einem dicken schwarzen Stift nachziehen.

Anmerkung: Bei Kindern, die unschlüssig sind, was sie malen sollen, bietet sich an, vorher ein Gespräch zu führen. Sicherleich weiß jedes Kind eine Sache, die es besonders gerne mag und gut leiden kann und ebenso gut werden Kindern dinge einfallen, die sie gar nicht mögen.

 

Das macht mich froh, das stimmt mich traurig

ab 4 Jahre 6 Teilnehmer oder mehr
Material: keines
Alle Kinder setzen sich in einen Kreis auf den Boden und jedes Kind darf der Reihe nach Dinge nennen, die es fröhlich machen. Wem fällt zuerst nichts mehr ein? Wenn keinem mehr in der runde etwas einfällt, kann die Runde anders herum starten und jedes Kind nenn nun dinge, die es traurig stimmt. Auch diese Runde läuft so lange, bis keinem mehr etwas einfällt.
Anmerkung: Wenn die Kinder Interesse haben, kann man später darüber reden, dass vielleicht ein Kind etwas genannt hat, was es fröhlich macht, was ein anderes Kind gar nicht fröhlich macht.

 

Mensch, das kannst du toll!

ab 5 Jahre 6 Teilnehmer oder mehr
Material:keines
Alle Kinder setzen sich in einem Kreis auf den Boden. Das jüngste Kind ist zuerst dran (nennen wir es hier „Lilian“). Alle Kinder sind nun nacheinander dran, und dürfen Lilian loben, indem sie sagen:“ Mensch, Lilian, du kannst toll basteln!“, das nächste Kind findet: „Mensch, Lilian, du kannst tolle Türme bauen“ etc. Jedes Mal, wenn Lilian gelobt wird, klatschen alle, weil sie sich freuen, was ihre Freundin alles kann.
Anmerkung: Dieses Spiel lässt sich etwas abändern, indem jedes Kind die Lobreden der anderen wiederholt, bevor es seine eigene anfügt oder indem alle Tätigkeiten für die gelobt wurde pantomimisch nachgemacht werden.