Verkehrssicherheit

Verkehrssicherheit in der dunklen Jahreszeit

Während der dunklen Jahreszeit sind Kinder im Straßenverkehr besonders gefährdet. Gerade in den Dämmerstunden am Morgen oder am späten Nachmittag verunglücken häufig Kinder, weil sie als Fußgänger oder Radfahrer mit normaler Kleidung für Autofahrer erst unter 30 Meter zu sehen sind. Diese Entfernung ist für die Autofahrer je nach gefahrener Geschwindigkeit häufig zu kurz, um noch rechtzeitig bremsen und anhalten zu können.

 

©Unsplash/Annie Spratt

Sicherheitstipps für Kinder in der dunklen Jahreszeit

Bis zum Alter von 6 bis 8 Jahren schließen Kinder von sich auf andere.

Wenn sie das Auto sehen können, nehmen sie an, dass das Auto bzw. der Autofahrer auch sie sieht. Eltern müssen also unbedingt dafür sorgen, dass ihr Kind bei Dunkelheit gut gesehen werden kann.

Kinder mit normaler Kleidung sind in der Dunkelheit erst im Bereich von 30 Metern zu sehen. Im Scheinwerferkegel der Autos leuchtet die reflektierende Spezialkleidung bis zu 160 Meter weit.

Kinder sind schon bei Helligkeit kaum in der Lage, Entfernungen und Geschwindigkeiten richtig einzuschätzen. Bei Dunkelheit schaffen sie es überhaupt nicht!

Neben den Jacken und den Anoraks sollten auch Fahrradhelme, Mützen, Schulranzen und Sporttaschen mit Reflektoren bestückt werden. Bei Regen können leuchtende Capes oder reflektierende Schirme getragen werden.

www.das-sichere-kind.de
bietet Eltern wichtige Informationen zu verkehrsrelevanten Themen wie zum Beispiel:

  • Die dunkle Jahreszeit  Gefahrenzeit für Kinder
  • Die Straße als sozialer Raum Gehe nie mit einem Fremden mit!“
  • Auch der Bürgersteig ist keine Sicherheitszone.
  • Öffentliche Verkehrsmittel
  • Haftungsfragen für den Schulweg
  • Das Kind als Radfahrer
  • Kindersicherheit im Auto

Eine weitere Möglichkeit, das Kind bei Dunkelheit besser sichtbar zu machen, bieten die sogenannten „Blinkies“. Es handelt sich dabei um reflektierende Anhänger, die von den Kindern umgehängt werden können.

Sie werden aber von den Kindern oft vergessen oder verloren. Aus diesem Grund sind an der Kleidung fest angebrachte Lösungen besser.

Als Fahrradfahrer sollten Kinder zusätzlich reflektierende Bänder um Arme und Fußgelenke tragen. Auch der Helm sollte im Dunkeln leuchten.

Spielerisch lernen, wie Autofahrer sehen

Damit das Kind begreift, warum es reflektierende Kleidung tragen soll, kann man ihm demonstrieren, was ein Autofahrer im Dunkeln sehen bzw. nicht sehen kann. Die Mutter, der Vater oder der ältere Bruder können sich mit jeweils unterschiedlicher dunkler, heller und reflektierender Kleidung an den Bordstein stellen. Das Kind kann mit dem Vater oder der Mutter im Auto testen, wann es die Person sieht.

Die Tipps und Ratschläge stammen von Frau Dr. Maria Limbourg von der Universität Essen, Fachbereich Erziehungswissenschaften, Schwerpunkt Verkehrspädagogik.