Basaltemperatur: Richtig messen und Eisprung bestimmen

Basaltemperatur: Richtig messen und Eisprung bestimmen

Es gibt viele verschiedene Dinge, die du unterstützend tun kannst, wenn du schwanger werden möchtest. Dazu gehört auch, die Basaltemperatur zu messen. Wir verraten dir hier, was die Basaltemperatur eigentlich ist und wie du sie richtig bestimmst und interpretierst.

Frauen, die schwanger werden möchten, greifen auf die unterschiedlichsten Methoden zurück. Eine davon ist, regelmäßig die Basaltemperatur zu checken. Dadurch lernen sie nicht nur ihren eigenen Zyklus besser kennen, sondern erkennen zudem, wann sie einen Eisprung und damit ihre fruchtbaren Tage haben. Das hilft enorm, gezielt an der Babyplanung arbeiten zu können. Was aber ist eigentlich die Basaltemperatur?

Das steckt hinter dem Begriff Basaltemperatur

Die Basaltemperatur ist die Körpertemperatur, die du morgens direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen hast. Sie verändert sich während deines Zyklus und steigt bei einem Eisprung leicht an, weshalb du mit ihr deine fruchtbaren Tagen bestimmen kannst.

Die Basaltemperatur zu messen, ist eine einfache und kostengünstige Methode der natürlichen Familienplanung. Denn mehr als ein Thermometer brauchst du dafür im Grunde nicht. Es gibt spezielle Basalthermometer, die einen kleinen Computer besitzen, der die Messergebnisse interpretiert und dir sagt, ob du einen fruchtbaren oder unfruchtbaren Tag hast. Doch mit der richtigen Technik genügt ein gewöhnliches Fieberthermometer auch.

So misst du die Basaltemperatur richtig

An welchem Tag du mit dem Messen der Basaltemperatur beginnst, ist prinzipiell egal – ob zu Beginn eines neuen Zyklus, in der Mitte oder am Ende. Am einfachsten wird es für dich allerdings, wenn du mit dem 1. Tag deiner Menstruation, also am Anfang deines Zyklus, beginnst. Dabei ist es ganz wichtig, dass du immer gleich vorgehst, um Schwankungen und kleine Messfehler möglichst ausschließen zu können. Auf folgende Punkte solltest du beim Temperaturmessen achten:

  • Immer an derselben Stelle messen, am besten in der Scheide oder im After, da eine Messung unter der Achsel oder im Mund zu ungenau ist
  • Immer direkt nach dem Aufwachen und vor dem Aufstehen messen
  • Möglichst immer zur selben Zeit messen
  • Stets dasselbe Thermometer verwenden
  • Vor der Messung mindestens fünf bis sechs Stunden Schlaf

Die Ergebnisse hältst du am besten in einem speziellen Kurvenblatt fest. Die gibt es entweder direkt beim Kauf eines Basalthermometers dazu oder du lädst dir eine Version aus dem Internet runter und druckst sie aus. Um eventuelle Schwankungen der Basaltemperatur richtig interpretieren zu können, solltest du auch notieren, wenn du Stress hattest, krank warst, zu wenig Schlaf bekommen oder Alkohol getrunken hast.

Wie interpretiere ich die Basaltemperatur richtig?

Hast du einen Eisprung, dann bildet dein Körper das Hormon Gestagen. Das wiederrum hat die Eigenschaft, dass es unsere Körpertemperatur leicht hochschraubt. Gestagene werden nur dann gebildet, wenn auch ein Eisprung vorausgegangen ist. Somit ist eine leicht erhöhte Basaltemperatur auch ein relativ verlässliches Anzeichen dafür, dass du zu diesem Zeitpunkt deine fruchtbaren Tage hast.

Laut Weltgesundheitsorganisation (englisch: World Health Organization, WHO) gelten die folgenden drei Bedingungen, um mit Hilfe der Basaltemperatur auf einen Eisprung schließen zu können:

  1. Die Basaltemperatur erhöht sich leicht um mindestens 0,2 °C (im Vergleich zu den vorangegangenen sechs Tagen) und bleibt an drei aufeinanderfolgenden Tagen konstant erhöht.
  2. Wenn ein Eisprung stattgefunden hat, erfolgt der Temperaturanstieg innerhalb von höchstens 48 Stunden.
  3. Ändert sich die Basaltemperatur innerhalb eines Zyklus nicht, gab es auch keinen Eisprung.

Um mit Hilfe der Basaltemperatur-Methode schwanger zu werden, brauchst du Geduld und musst deinen Körper und Zyklus gut kennenlernen. Denn den exakten Zeitpunkt des Eisprungs kannst du selbst mit der Basaltemperatur nicht vorhersagen. Du kannst ihn durch Beobachtung und Kurvenblätter mehrerer Zyklen jedoch mit steigender Wahrscheinlichkeit immer weiter eingrenzen.