Wann kann man schwanger werden

Wann kann man schwanger werden?

Wenn es ums Schwanger werden geht, ist stets auch die Rede vom Eisprung und den fruchtbaren Tagen. Was genau geschieht im Körper einer Frau innerhalb eines Zyklus und wann kann man schwanger werden?

©Unsplash/Eder Pozo Perez

Vielen Menschen (ja, auch Frauen!) ist der weibliche Zyklus trotz aller Aufklärung und trotz Biologie-Buch ein Rätsel. Da ist die Rede von Eileitern, Follikeln und Hormonen, von Schleimhäuten und Menstruation … doch was das eine mit dem anderen zu tun hat und wann im Körper was passiert, bleibt meist unverstanden. Dabei ist der weibliche Zyklus nichts anderes als eine Art biologischer Kettenreaktion.

 

 

Wenn man mal ein paar Details weg lässt, kann man den weiblichen Zyklus vereinfacht als eine Art „Reise mit Chance auf Schwangerschaft“ erklären und besser verstehen. Die angezeigte Grafik zeigt zudem die weiblichen Reproduktions-Organe.

Reisevorbereitung: Die Ovarien

Die Ovarien sind zwei etwa pflaumengroße Organe (Bild: 1), die sich rechts und links etwas oberhalb der Gebärmutter befinden. In den Ovarien sind schon bei der Geburt alle Eizellen vorhanden. Kommt ein Mädchen in die Pubertät, beginnt nach und nach jeden Monat je eine Eizelle heranzureifen. Ein herangereiftes Ei wird zunächst von einer Kapsel umgeben, dem sogenannten Follikel. Der Follikel platzt und das Ei wird von einem kleinen Flüssigkeitsstrom in die Eileiter gespült – der Eisprung.

Der geplatzte, leere Follikel verbleibt im Ovar und wird zum Gelbkörper, der große Mengen der Hormone Östrogen und Progesteron produziert.

Die Reise: In den Eileitern

Die Eileiter (Bild: 2) sehen ein wenig wie altmodische Grammofon-Trichter aus und nehmen an ihrem weiten Ende das Ei auf. Eileiter haben innen eine Oberfläche, die das Ei durch Bewegungen weiter transportiert in Richtung Gebärmutter (Bild: 3). Während das Ei in den Eileitern transportiert wird, kann es durch die Samen des Mannes befruchtet werden. Kommt es zu einer solchen Befruchtung, beginnt auf dem Weg zur Gebärmutter bereits die Zellteilung. Am 4.-5. Tag nach der Befruchtung erreicht das befruchtete Ei die Gebärmutter.

Kommt es zu keiner Befruchtung, beginnt der Gelbkörper nach einigen Tagen Oxytocin zu produzieren, verkümmert und löst damit einen Abfall des Werts des Hormons Progesteron aus. Dieser Abfall von Progesteron löst dann die Menstruationsblutung aus.

Reiseziel: In der Gebärmutter

Erreicht eine befruchtete Eizelle die Gebärmutter, so schwimmt sie in dem dort befindlichen Sekret zunächst herum, bis sie sich in einem Stadium befindet, in dem sie sich an der Gebärmutterschleimhaut einnisten kann.

Ist die Eizelle nicht befruchtet, kommt es durch den oben bereits erwähnten Abfall des Progesteron-Wertes zur Menstruation. Die Menstruation bewirkt, dass sich die gut durchblutete Schleimhaut in der Gebärmutter löst und abblutet, sodass sich im nächsten Zyklus eine neue Schleimhaut bilden kann, die wieder bereit ist, eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.

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