Mit dem Zervixschleim herausfinden, wann du fruchtbar bist

Zervixschleim: So erkennst du, wann du fruchtbar bist

Der Zervixschleim ist ein guter Indikator für deine Fruchtbarkeit. Wer seinen Zervixschleim genau beobachtet, der wird schnell feststellen, dass er sich kontinuierlich verändert. Wir erklären dir hier, woran du leicht erkennen kannst, ob du gerade fruchtbar bist.

Zervixschleim
Zervixschleim beobachten und schneller schwanger werden © Pressmaster via Bigstock

Was ist Zervixschleim?

Der Zervixschleim ist ein Sekret, dass der Gebärmutterhals kontinuierlich absondert. Er schützt die Gebärmutter vor Keimen und anderen Eindringlingen. Währende der unfruchtbaren Tage ist er aber auch eine natürliche Barriere für die Spermien.

Im Laufe des Menstruationszyklus ändert der Zervixschleim immer wieder seine Konsistenz. Er kann klumpig bis cremig sein, glasig, elastisch und zäh oder „spinnbar“. Hast du einen konkreten Kinderwunsch, solltest du unbedingt regelmäßig deinen Zervixschleim beobachten. Denn er spielt eine ganz entscheidende Rolle für die Fruchtbarkeit einer Frau.

Häufig nutzen Frauen einen Eisprungkalender und messen ihre Temperatur, um zu bestimmen, wann die Eizelle reif ist. Dabei zeigt dir der Zervixschleim ziemlich deutlich, wann deine fruchtbaren Tage sind. Um den Zervixschleim deuten zu können, solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Gefühl: Wie fühlt sich die Scheide an – trocken oder eher feucht, vielleicht sogar nass oder glitschig?
  • Aussehen: Auch die Farbe des Zervixschleims ist wichtig – ist er milchig, gelblich oder eher durchsichtig?
  • Beschaffenheit: Ungewohnt aber wichtig, wie ist die Schleim-Konsistenz – klumpig und klebrig oder nass und dehnbar?

Basaltemperatur richtig messen

Mit Zervixschleim Eisprung erkennen

Nur an den fruchtbaren Tagen wird der Zervixschleim durchlässig für Spermien. Dann ist er besonders glitschig und sieht glasklar aus – ein bisschen wie rohes Hühnereiweis. Das hilft den Spermien dabei, möglichst schnell bis zur Eizelle durchzuflutschen, die in der Gebärmutter wartet. Auch wird die Menge des Zervixschleims beim Eisprung mehr. Es kann also sein, dass sich deine Scheide für dich jetzt besonders feucht oder nass anfühlt. Spürst du das noch nicht so deutlich, kannst aber beobachten, dass der Zervixschleim cremig, vielleicht etwas gelblich und zäh-elastisch ist, dann ist auch das ein gutes Zeichen! Dein Körper bereitet sich auf eine mögliche Befruchtung vor.

Häufig wird auch davon gesprochen, dass zum Eisprung der Zervixschleim spinnbar ist bzw. fadenziehend. Damit ist gemeint, dass er sich zwischen den Fingern zu langen Fäden ziehen lässt. Ja, auch solche Tests gehören dazu, wenn du deinen Zervixschleim beobachten möchtest. Mit der „Fingerprobe“ kannst du seine Konsistenz nämlich viel besser beobachten. Der Ausfluss der in deinem Slip landet, ist zwar ein erster Anhaltspunkt. Für ein genaueres Ergebnis solltest du den Zervixschleim aber schon zwischen den Fingern prüfen. Das wird übrigens auch Billingsmethode oder Billings-Test genannt.

Zervixschleim nach Eisprung

Im weiteren Zyklus geht der Zervixschleim nach dem Eisprung innerhalb kurzer Zeit wieder zurück. Er verändert erneut seine Konsistenz und wird dick, zäh und trüb. Auch deine Scheide wird sich jetzt deutlich trockener anfühlen. Ab sofort macht dein Körper sprichwörtlich die Schotten für das Sperma wieder dicht. Deutlich beobachten lässt sich dann auch, dass der Zervixschleim vor der Periode fast vollständig zurückgeht.

Direkt nach der Monatsblutung wird der Gebärmutterhals dann wieder ausreichend Material liefern, dass du auswerten kannst. Zunächst ist der Zervixschleim milchig oder hat eine gelblich-trübe Farbe. Je näher die fruchtbaren Tage dann wieder rücken, desto Spermien-freundlicher wird auch das Scheiden-Milieu: Bis der Zervixschleim vor Eisprung wieder seine optimale Konsistenz erreicht hat.