Abnehmen nach der Schwangerschaft / nach Feiertagen

Gesund Abnehmen: Tipps für den Alltag

Wohl kaum ein Thema beschäftigt Frauen so sehr wie ihr Gewicht. Ob Abnehmen nach der Schwangerschaft, vor dem Strandurlaub oder nach Feiertagen – der Wunsch nach einer besseren Figur begleitet viele Frauen fast aller Gewichtsklassen durch den Alltag.

©Unsplash/Lukas Budimaier

Abnehmen in der Stillzeit

Dass man in der Stillzeit keine Diät halten soll, hat sich bereits herum gesprochen. Als Grund wird oft angegeben dass sich aus dem Fett der Mutter sonst zu viele Schadstoffe lösen und in die Milch gehen. Ein sehr viel bedeutenderer Grund ist jedoch, dass das Baby durch eine zu geringe Ernährung der Mutter eine weniger reichhaltige Milch erhält und nicht satt wird, vielleicht sogar selbst an Gewicht verliert. Eine stillende Mutter muss darauf achten, sich gut zu ernähren. Ausreichend Eiweiß, Kohlenhydrate und auch Fett werden benötigt und sollten durch gesunde Nahrung zu sich genommen werden.

Ein Gewichtsverlust ohne Diät ist in der Stillzeit nicht ungewöhnlich. Es ist durchaus normal und auch OK, wenn man durch das Stillen nach und nach den „Baby-Speck“ aus der Schwangerschaft verliert. Er wurde vom Körper zu dem Zweck angelegt, die Versorgung des Babys zu sichern. Wer sich in der Stillzeit gesund und ausgewogen ernährt, der wird oft allein durch das Stillen nach und nach Gewicht verlieren. Wichtig ist dabei, dass man die Hungerattacken nach dem Stillen statt mit Schokolade mit einer gesunden Alternative (z.B. Banane, Müsli, Joghurt) befriedigt.

Gesund abnehmen

Bevor man Gewicht reduziert ist es meistens sinnvoll, sich zu überlegen warum man dies möchte und woher die überflüssigen Kilos gekommen sind. Eine Gewichtsreduktion sollte immer aus eigenem Wunsch heraus erfolgen und nicht für jemand anders oder um sich dem allgemeinen Schönheitsideal anzupassen. Der Wunsch nach mehr Bewegungsfähigkeit, einem gesünderen Körper oder einem besseren Körpergefühl sollte vielleicht im Vordergrund stehen.

Oft werden in der Schwangerschaft zu viele Kalorien zu sich genommen. Aber auch vor oder nach der Schwangerschaft fällt es oft schwer, den Verlockungen unseres breiten Nahrungsangebotes zu widerstehen. Stress-Essen, ignorieren oder nicht bemerken des Sättigungsgefühls, Heißhungerattacken durch unregelmäßige Mahlzeiten, Resteessen von den Tellern der Kinder, … die Gründe für Übergewicht sind vielfältig und oft auch psychisch bedingt.

Wer abnehmen möchte, muss insbesondere drei Dinge beachten:

1. Verbrauch und Aufnahme von Kalorien in das richtige Verhältnis bringen:

Kalorienverbrauch durch mehr Bewegung erhöhen und die Kalorienzufuhr durch die Ernährung in einem gesunden Maß reduzieren.

2. Statt zu hungern lieber das Richtige essen:

Obst und Nüsse statt Süßigkeiten, Vollkornprodukte die länger sättigen statt Weißmehl, Tee, Fruchtschorlen und Wasser statt Softdrinks und pure Säfte.

3. Trinken!

Oft werden Hunger und Durst verwechselt und das Durstgefühl mit Nahrung beantwortet. Wer ein Durstgefühl bemerkt, ist fast immer schon ausgetrocknet.

4. Regelmäßig entspannen und die Seele aufräumen

Bei starkem Übergewicht ist eine Therapie unerlässlich – seelische Ursachen müssen gefunden und verarbeitet werden. Auch wer nur ein paar Kilo über dem BMI liegt, sollte regelmäßig Entspannungsübungen machen, die vor Stress-Essen schützen und das eigene Körpergefühl verbessern, so dass das Sättigungsgefühl bemerkt und „Hunger oder Durst?“ wahrgenommen werden können

Kleine Tricks

Eiweiß hat die Eigenschaft, länger satt zu halten. Daher ist eine etwas eiweißreichere Ernährung hilfreich. Positive Bilder schaffen: Abnehmen beginnt im Kopf, daher sollte man seine Gedanken auf ein positives Ziel richten. Stellen Sie sich vor, wie Sie aussehen wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben. Stellen Sie sich die  Reaktion anderer Menschen vor. Denken Sie mit guten Gefühlen an Obst, Gemüse und andere gesunde Nahrungsmittel. Negative Gedanken in Zusammenhang mit Fett oder Süßigkeiten versteht das Unterbewusstsein falsch und konzentriert sich sonst stärker darauf. Wenn Sie Gedanken an Süßigkeiten haben, denken Sie als nächstes einfach an eine saftige Birne oder an leckere Weintrauben usw.

Nach dem Abendessen Zähne mit schön pfefferminziger Zahncreme putzen, dann fällt es auch leicht, auf Knabbereien vor dem Fernseher zu verzichten. Alternativ: Ein Pfefferminz-Kaugummi kauen.

Wenn die Schokoladenlust kommt, einfach einen heißen Kakao mit fettarmer Milch trinken.

Man kann nur das essen was auch im Haus ist – also entsprechend einkaufen.

Ein kleinerer Teller gibt einem das Gefühl einer größeren Portion.

20 min. vor dem Essen ein großes Glas Wasser trinken, so wird man schneller satt und versucht nicht, das Durstgefühl durch Essen zu befriedigen.

Langsam und bewusst essen, genießen und lange kauen! Der Körper ist oft erst nach 20 min. in der Lage, uns zu signalisieren dass wir satt sind. In diesen 20 min. werden dann unnötige Kalorien gegessen.

Hunger einfach mal zulassen. Nicht immer brauchen wir wirklich etwas zu Essen wenn wir Hunger haben. Manchmal ist das auch einfach eine antrainierte Fehlreaktion. Wenn die letzte Mahlzeit noch nicht lange her ist, einfach den Hunger für 10 min. ignorieren, vermutlich ist er danach wieder weg.

Man kann die Reste auf den Tellern der Kinder natürlich nicht einfach wegschmeißen, oder? Lieber isst man sie selber und hat dann noch ein wenig Freude daran, diese Reste auf der Hüfte spazieren zu tragen … – wie viel Frust kann man sich wohl ersparen wenn man Reste einfriert oder einfach weg schmeißt? Und nächstes Mal kocht man einfach weniger und wenn jemand nicht satt wird, findet sich im Kühlschrank vielleicht noch einen Joghurt als Nachtisch.

Alternativen für Essen „aus Langeweile“ oder „zum Trost“ oder „aus Frust“ finden: Z.B. ich lackiere meine Fußnägel, ich nehme ein entspannendes Bad, ich lenke mich ab indem ich längst fällige Hausarbeit erledige, ich mache einen Spaziergang, ich rufe eine Freundin an, ich beginne eine Bastelarbeit oder ein anderes Hobby das mich ausfüllt, ich lse ein spannendes Buch …