Blutprobe statt Amniozentese: Funktioniert das wirklich?

Blutprobe statt Amniozentese

Um ein ungeborenes Kind auf Erbkrankheiten zu testen, gibt es bislang nur ein Mittel: die Fruchtwasseruntersuchung. Doch wie das Magazin GEO in seiner März-Ausgabe (2011) berichtet, haben Wissenschaftler aus Hongkong nun eine Möglichkeit aufgetan, die relativ riskante Amniozentese unnötig zu machen.

 

Arzt hält Labortest in der Hand
©Pixabay/Darko Stojanovic

Schon vor Jahren hatten Dennis Lo und seine Kollegen entdeckt, dass im Blut der Mutter auch freie DNS des Embryos vorkommt. Jetzt aber gelang es ihnen, durch den Vergleich von Gensequenzen aus dem Blut der Mutter und Blutproben des Vaters fast das gesamte Erbgut des Embryos zu erschließen und Gendefekte zu erkennen. Die neue, ungefährliche Methode könnte laut Dennis Lo bereits in fünf Jahren im klinischen Alltag verfügbar sein.

Die aktuelle Ausgabe von GEO ist ab sofort im Handel erhältlich, hat 150 Seiten und kostet 6,30 Euro. [Februar 2011]