Weihnachten: Kurioses und Wissenswertes

Wissenswerte und kuriose Weihnachtsfakten

4 wissenswerte oder kuriose Weihnachtsfakten:

Weihnachtsmann Tasse steht auf einem Bücherstapel
©Unsplash/Drew Coffman

Wissenswertes

In Deutschland kaum noch bewusst aber z.B. in den USA allgemein bekannt: Im Dezember wird auch im jüdischen Glauben fleißig gefeiert. Sie begehen das Chanukka-Fest, welches an die Wiedereinweihung des zweiten jüdischen Tempels in Jerusalem erinnert (164 n. Chr, bzw. im jüdischen Jahr 3597). Eine Vielzahl von Bräuchen gibt es zu diesem Fest, z.B. das Anzünden von acht Kerzen eines neunarmigen Leuchters (Chanukka-Leuchter): Jeden Tag wird mit der neunten Kerze ein Licht mehr entzündet. Hier kann man Parallelen zum christlichen Adventskranz entdecken.

Chanukka wird am 5., 16. und 28. Dezember gefeiert. In den USA wünschen sich die Menschen häufig nicht „Merry Christmas“ wenn sie die Religion des Anderen nicht kennen. Statt dessen sagen sie dann „Happy Hollidays“ (Frohe Feiertage), um die Religion Anderer zu respektieren.

Kurioses

Christkind gegen Weihnachtsmann

Da der Weihnachtsmann immer mehr das (in Österreich und Süddeutschland verbreitete) Christkind verdrängt, gibt es einen österreichischen Verein „Pro Christkind“. Vermutlich ahnt dort niemand, dass das Christkind von Martin Luther ins Spiel gebracht wurde. Einen Konkurrenz-Verein gibt es übrigens auch „Pro Weihnachtsmann“.

Schokoladen-Regionen

Schokoladenweihnachtsmänner findet man überwiegend in Deutschland. In Österreich werden Sie hingegen Schwierigkeiten haben, Schoko-Weihnachtsmänner zu finden: Dort gibt es Schokoladen-Nikoläuse mit Mitra und Hirtenstab.

Physikalische Weihnacht

Ein Ende der 90-iger Jahre veröffentlichter Artikel befasst sich mit dem Nachweis der Nichtexistenz des Weihnachtsmannes. Anhand von statistischen Zahlen wird darin berechnet, dass er sich zum Verteilen der Geschenke mit 1040 km/h bewegen müsste. Beim Abbremsen zum Verteilen und beim Beschleunigen würde er mit 20,6 Millionen Newton belastet – das würde nicht einmal der Weihnachtsmann überleben.

Frohe Feiertage?

2005 kam es in den USA zu folgendem Ereignis: Eine Kundin beschwerte sich per E-Mail bei Wal-Mart, dass man ihr nicht „Frohe Weihnachten“ sondern „Frohe Feiertage“ gewünscht hätte. Diese Mail wurde beantwortet und man teilte mit, dass Wal-Mart auch Kunden habe, die das jüdische Hanukka (=Chanukka) oder das afrikanische Kwanzaa feiern würden und man müsse auch diesen Kunden gerecht werden. Ein Vorsitzender der katholischen Liga erfuhr davon und fühlt sich durch „religiös neutrale Grüße“ unterdrückt. Die Mal-Mart-Seiten wurden daraufhin auf christliche Korrektheit überprüft und man fand 200 Treffer für Chanukka, 77 für Kwanzaa und keinen für Weihnachten. Es wurde zum Boykott der Ladenkette aufgerufen und binnen 24 Stunden entschuldigte sich Wal-Mart, kündigte dem Mann vom Kundenservice, der die Antwort-Mail verfasst hatte und erlaubte seinen Angestellten, „Frohe Weihnachten“ zu wünschen.