Schmerzmittel in der Schwangerschaft: Was ist okay - was nicht?

Schmerzmittel in der Schwangerschaft

Schwangere sollten so wenig Medikamente wie möglich einnehmen, das gilt auch für Schmerzmittel. „Gerade das erste Schwangerschaftsdrittel ist eine sensible Zeit, in der sich die Organe beim Ungeborenen entwickeln“, erklärt Dr. med. Wolfgang E. Paulus, Leiter des Instituts für Reproduktionstoxikologie am Akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Ulm, im Apothekenmagazin „BABY und Familie“. „In dieser Zeit sollten Schwangere besonders vorsichtig sein und nicht in Eigenregie handeln“, betont er.

 

Kinder strecken Hände voll Teig in die Kamera
©Twenty20/Shannon Bailey

Wann die Medikamente für werdende Mütter erlaubt sind und welche sich eignen

Am ehesten ist Paracetamol als Schmerzmittel geeignet, in besonderen Fällen kommen auch Ibuprofen und Diclofenac infrage.

Die Einnahme soll aber immer nach Rücksprache mit dem Arzt und nur für kurze Zeit erfolgen, nach der 30. Schwangerschaftswoche gar nicht mehr.

Unbedenklich sind homöopathische Präparate ab einer Potenz von D6, die aber nicht mit pflanzlichen Mitteln verwechselt werden dürfen. Deren Wirkstoffe seien zum Teil sehr stark. „Man weiß nicht, wie sie die Schwangerschaft beeinflussen, weil es keine Studien gibt“, so Paulus. Werdende Mütter sollten sie daher nicht eigenmächtig einnehmen.

[Quelle: Apothekenmagazin „BABY und Familie“]