WeeRider im Test

Unterwegs mit dem WeeRide – Ein Test

Viele Eltern wünschen sich mehr Bewegung in der Freizeit oder unkomplizierte Mobilität im näheren Umkreis. Fahrradfahren ist da die ideale Lösung … aber mit einem Kleinkind? Anhänger, Lenkersitze oder Sitze auf dem Gepäckträger sind entweder kompliziert oder nicht sehr sicher. Mit dem WeeRide ist nun eine praktikable Lösung auf dem Markt.

©Unsplash/Steven van Loy

WeeRide im Test

„Ich bin schon ewig nicht mehr mit dem Rad gefahren!“ war Nicoles erste Reaktion auf den Vorschlag, den WeeRide zu testen. Kind Nr. 3 ist ein Nachzügler, die Geschwister schon Schulkinder und natürlich in der Lage, mit dem Rad zu fahren. Doch mit der Geburt vom kleinen Sam (jetzt 14 Monate alt) waren die Familien-Radtouren erst einmal vorbei. Sogar die kleine Strecke zum Klavierunterricht musste nun mit dem Auto überwunden werden, weil herkömmliche Fahrradsitze für Kleinkinder einfach problematisch waren.

„Bei den beiden Großen habe ich Einiges probiert: Beim Fahrradsitz auf dem Gepäckträger fingen sie entweder an zu weinen weil sie nach vorn nichts sehen konnten oder sie schliefen ein und kippten dann mit dem Kopf seitlich aus dem Sitz. Das war nicht nur unbequem, sondern auch gefährlich bei vorbeifahrenden Autos oder passierenden Fußgängern. Außerdem war es schwierig, die Balance zu halten, wenn die Kinder nicht kerzengerade im Sitz saßen. Der Fahrradanhänger war für viele Wege zu breit, zudem war es schwierig, ihn zuhause unterzubringen.“

Neugierig hat Nicole mit uns den WeeRide an ihrem Rad befestigt: „Das geht ja wirklich ganz einfach: Die mitgelieferte Stange einfach zwischen Lenkerstange und Sattelstange montiert und darauf den Sitz befestigen. Fertig!“

Und schon ging es los zur ersten Probefahrt. Natürlich musste der kleine Sam dabei einen Helm tragen!

Staunend, mit einem breiten Grinsen fuhr er seine erste Runde und kräuselte die kleine Nase im Fahrwind. Es hat ihm eindeutig zu gefallen. „Die Balance ist, als würde ich allein auf dem Rad sitzen! Ein total sicheres Gefühl, selbst in den Kurven! Und es ist herrlich, endlich wieder Radfahren zu können! So werde ich nun auch die letzten Babypfunde los …“

Inzwischen hat Nicole diverse Fahrten mit dem Rad unternommen und ist durchweg begeistert. Auf einer längeren Familien-Radtour wurde der kleine Sam schläfrig und hat einfach seinen Kopf ablegen und schlafen können. Außerdem konnte Nicole unterwegs einen Rucksack tragen, was beim Rücksitz früher nicht möglich war. Sowohl Fahren als auch Schieben ist mit einem sicheren Gefühl verbunden und außerdem gefällt ihr, dass Sam auf der Fahrt etwas sehen kann, sie ihn aber zugleich auch im Blick hat und schützend mit ihrem Körper umgibt. Nicoles abschließendes Urteil: „Das ist wirklich ein toller Fahrradsitz, ich frage mich, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist!“