Laufräder: Tipps für den Kauf

Welches Laufrad für mein Kind?

Verwenden Sie draußen nur Laufräder mit Luftreifen, denn jede Unebenheit des Geländes wird auf den Körper des Kindes übertragen. Luftreifen federn einen Großteil dieser Belastung ab.

Kind start draußen in den Himmel
©Unsplash/Paul Bence

Welches Laufrad für mein Kind?

Verschiedene Kriterien sollten auf die Auswahl des Laufrades Einfluss nehmen:

  • Ihr Kind:

    • Die Körpergröße und Statur Ihres Kindes sollte beim Kauf eine Rolle spielen.
    • Ist Ihr Kind eher schwer oder im Umgang mit Spielzeug eher wild, empfiehlt sich ein besonders robustes Modell. Ebenso, wenn mehrere Kinder das Rad benutzen sollen.
    • Bei gleichzeitiger Nutzung des Rades durch verschieden große Geschwisterkinder, sollte die Sitzhöhenanpassung möglichst schnell und werkzeugfrei erfolgen können.
    • Auch zu beachten ist der Einstieg: Jüngere Kinder sind gerade am Anfang ungeübt und besteigen das Laufrad besser zwischen Lenkrad und Sattel, anstatt das Bein über das Hinterrad zu schwingen (und schon dabei das Gleichgewicht zu verlieren…). Achten Sie daher vielleicht auf einen niedrigen Einstieg!
  • Das Gelände:

    • Eine Handbremse ist generell nicht erforderlich. Ist die Umgebung eher hügelig mit starkem Gefälle, können Sie eine Handbremse in Betracht ziehen, diese sollte jedoch am Hinterrad wirken.
    • Wenn das Laufrad von den Eltern getragen werden muss, ist ein Tragegurt ideal und auch das Gewicht des Rades sollte gering sein.
    • Wird Ihr Kind das Laufrad vielleicht primär beim Einkaufsbummel in der Fußgängerzone benutzen, kann auch eine Klingel hilfreich sein.
  • Aufbewahrung:

    • Laufräder aus Holz sollten in Innenräumen untergestellt werden. Nicht nur Regen und Feuchtigkeit können sich nachteilig auf das Holz auswirken, sondern auch Temperaturunterschiede. Wer das Rad lieber im Schuppen, auf der Terrasse oder im Garten aufbewahren möchte, sollte sich evtl. eher für eine Rad aus Metall oder GFK-Polyamid entscheiden.
    • Der Platzbedarf für ein Laufrad ist gering, doch wenn es abgestellt werden soll, fehlt den Modellen oft ein Fahrradständer, d.h. das Rad muss irgendwo angelehnt werden.
  • Preis:

    • Supermarkt-Laufräder sind oft günstig, Ersatzteile gibt es aber meistens nicht
    • Bei Benutzung des Laufrads durch mehrere Kinder ist eine etwas teurere Anschaffung durchaus gerechtfertigt.
    • Wenn das Rad eine lange Nutzungsdauer hat (Umrüstung zum Fahrrad oder zur Größe XL) kann ebenfalls ein höherer Preis akzeptiert werden.
    • Da einige Hersteller Ihre Modelle in eigener Werkstatt in Deutschland produzieren, kann davon ausgegangen werden, dass dort ein entsprechend guter Ersatzteil und Reparatur-Service gewährleistet ist.
  • Optik:

    • Kinder haben einen eigenen Geschmack! Die Akzeptanz des Rades beim Kind ist wichtig, doch ist der Fahrspaß so groß, dass man dieses Kriterium durchaus auch vernachlässigen kann.
  • Sicherheit:

    • In vielen Dingen sind sich alle Laufräder ähnlich, das liegt auch an den klaren Vorgaben durch den Gesetzgeber. Konkret unterscheiden sich die Räder meist beim Material (Holz, Kunststoff, Metall, Alu), bei den Rädern (Speichen, Vollholz oder verkleidete Speichen) und beim Lenkeinschlag.
      Der Lenkeinschlag sollte so begrenzt sein, dass ein Überlenken (und dadurch ein Stürzen) nicht möglich ist.
    • Der Lenker darf sich bei einem Sturz nicht in den Bauch des Kindes bohren.
    • Das Kind darf sich im Bereich des Lenkers nicht die Finger klemmen können.