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Hören

Autorin: Barbara Schniebel

hören


Babys können (vorausgesetzt sie sind gesund) von Geburt an hören, genau genommen hören sie sogar bereits in den letzten Schwangerschaftswochen. Ihr Baby benutzt seine Ohren, um Unmengen Informationen aus seiner Umwelt aufzunehmen. Das wiederum stimuliert sein Gehirn sich zu entwickeln und physische Fähigkeiten wie z.B. sitzen, krabbeln, auf Bauch und Rücken drehen und laufen zu erlangen.

Wann hört ein Baby?

Die Hörfähigkeit Ihres Babys ist mit Ende des ersten Monats voll entwickelt. Bis es jedoch wirkliches versteht und die Dinge einordnen kann, die es hört, wird etwas länger dauern.

Wie sich das Hören weiter entwickelt:

Von Beginn an wird ihr Baby sich auf Stimmen konzentrieren, besonders auf hohe Stimmen. Es wird außerdem die familiären Geräusche (Ihre Stimme, wiederholt vorgetragene Geschichten/Gedichte, etc.) erkennen. Ebenso wird es auf laute oder unerwartete Geräusche reagieren.

Mit drei Monaten ist der "Temporal-Lappen" ( für hören, Sprache und Geruch zuständig) Ihres Babys empfänglicher und aktiver geworden, so dass Ihr Baby sie ansieht, wenn es Ihre Stimme hört und versucht mit Gebrabbel zu antworten. Wenn es in diesem Alter wegschaut oder die Konzentration verliert während Sie mit ihm reden, kann es sie vermutlich noch immer gut hören, ist möglicherweise aber überstimuliert.

Mit fünf Monaten erkennt Ihr Baby, woher ein Geräusch kommt und wird sich sofort nach neuen Geräuschen drehen. Mit fünf Monaten erkennt es auch seinen Namen: Ihr Kleines wird Sie ansehen, wenn Sie es beim Namen rufen.

Wie geht es weiter?

Das Gehör Ihres Babys ist voll ausgereift wenn es noch sehr klein ist. Dennoch ist es wichtig, das Gehör frühzeitig zu prüfen, so dass Probleme rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

Ihre Aufgabe:

Sie können eine Menge tun, um Ihr Baby an Geräusche zu gewöhnen und es neue kennen lernen zu lassen. Versuchen Sie es mit Singen von Kinderliedern oder abspielen von Musik. Kinder sind so offen für alle Dinge, dass Sie sich nicht auf Kinderlieder beschränken müssen. Spielen Sie Ihrem Kind alles vor, von Bach bis Beatles. Auch eine tickende Uhr gefällt ihrem Baby und je abwechslungsreicher das Angebot ist, desto größer der Effekt. Sie werden unweigerlich bemerken, dass Ihr Baby auf einige Geräusche interessierter reagiert als auf andere, wenn es beginnt Vorlieben zu entwickeln. Natürlich sollten Sie Ihr Kind aber nicht überstimulieren, achten Sie auf seine Signale, wenn es Ruhe haben möchte.

Einem Kind vorzulesen – egal wie jung es ist – macht sich ebenfalls bezahlt. Dadurch lernt Ihr Baby den Klang und Rhythmus der Sprache kennen. Variieren Sie die Tonhöhe, setzen Sie Akzente, singen und artikulieren Sie – dies alles schafft eine akustische Verbindung zwischen Ihnen und Ihrem Kind, die es stark anregt. Und: Je mehr Sie mit Ihrem Baby reden und ihm vorlesen, desto mehr Worte lernt es bis es so weit ist, sprechen zu lernen.

Wenn Ihr Baby älter wird und beginnt festzustellen woher Geräusche kommen, wird es sich schnell neuen Geräuschen zuwenden. Ältere Babys (ab vier oder fünf Monate) beginnen vielleicht den Mund intensiv zu betrachten, während Sie mit Ihm reden und versuchen die Bewegungen nachzuahmen und Laute wie „m" und „b" zu imitieren.

Wann sollte man besorgt sein?

Babys sind erstaunlich: Sie können trotz klingelndem Telefon und bellendem Hund schlafen. Das ist normal – sie brauchen Ihren Schlaf. Aber während die Mehrzahl der Babys ein hervorragendes Gehör hat, gibt es doch einen Prozentsatz von Kindern, die Probleme haben. Besonders wenn sie extrem zu früh geboren wurden, Sauerstoffmangel oder eine heftige Infektion bei der Geburt hatten. Babys mit gehörlosen Familienmitgliedern haben häufiger ein beeinträchtigtes Gehör.

Wenn Ihr Baby wach und aufmerksam ist – und nicht gerade eine Erkältung oder eine Infektion des Ohres hat (was zu einer vorübergehenden Einschränkung der Hörfähigkeit führen kann) – sollte es sich bei lauten, plötzlichen Geräuschen erschrecken, sich beruhigen und Ihnen zuwenden wenn Sie mit ihm reden und insgesamt normal auf die Geräusche um es herum reagieren. Sollte dies nicht der Fall sein, reden Sie mit Ihrem Kinderarzt darüber, die Hörfähigkeit zu untersuchen.

Sie können mit ein paar einfachen Tests auch zu Hause das Gehör Ihres Babys prüfen:

  • Unter drei Monaten: Klatschen Sie hinter dem Kopf Ihres Babys. Wenn es erschrickt ist es in Ordnung, falls nicht, wiederholen Sie den Test einige Male.
  • Zwischen vier und sechs Monaten: Rufen Sie seinen Namen, um zu sehen ob es sich Ihnen zuwendet oder auf Ihre Stimme reagiert. Beobachten Sie, ob es die Augen oder den Kopf in die Richtung von interessanten Geräuschen bewegt.
  • Zwischen sechs und zehn Monaten: Schauen Sie, ob Ihr Kind auf seinen Namen und gewohnte Geräusche wie Telefonklingeln oder Staubsaugen reagiert.
  • Zwischen zehn und 15 Monaten: Probieren Sie, ob Ihr Kind auf Aufforderung auf ein bekanntes Objekt in einem Buch zeigen kann. Falls es nicht klappt, könnte es möglicherweise daran liegen, dass es Sie nicht gehört hat.
Wenn Ihr Kind all diese Tests problemlos bestanden hat, Sie aber trotzdem unsicher sind, vertrauen Sie auf Ihren Instinkt und besprechen Sie das Thema mit Ihrem Kinderarzt. Je früher Hörprobleme erkannt werden, desto besser. Forscher haben übereinstimmend festgestellt, dass Kinder die ein Hörgerät benötigen und dieses Gerät vor dem sechsten Lebensmonat erhalten, ihr Sprachverständnis und Sprechen sehr viel leichter entwickeln als wenn sie ihr Gerät zu einem späteren Zeitpunkt erhalten.

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Fähigkeiten entwickeln:

Hören

Greifen

Sprechen

Die Welt verstehen

Krabbeln

Persönlichkeit entwickeln

Selbstständig, Unabhängig werden

Erstes Malen

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