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1. Taufsprüche

2. Wachstumsschübe

3. Entwicklungskalender
4. Wenn Babys weinen
5. Zahnen
6. Babybrei-Rezepte
7. Geburtstexte
8. Fingerspiele
9. Krabbeln
10. 1. Geburtstag
 
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Baby

"In der Schwangerschaft hatte ich eifrig gelesen was in meinem Bauch passiert, wie sich unser Baby entwickelt, was ich am Besten essen sollte oder auch nicht.
Ich hatte die Erstausstattung organisiert, als gelte es, eine Grönlandexpedition auf die Beine zu stellen und mich mit Erziehungsratgebern eingedeckt. Ich fühlte mich gut vorbereitet und informiert.
Doch schon wenige Stunden nach der Geburt musste ich erkennen, dass das Leben mit unserem Baby viel mehr Überraschungen für uns Eltern bereit hielt, als wir gedacht hätten."

Das erste Jahr - es ist das schönste und spannendste, zugleich aber auch das schwierigste und anstrengendste Jahr.

 

Was genau erwartet Eltern in den ersten zwölf Lebensmonaten Ihres Babys?

Die Tage nach der Geburt

In den ersten Tagen nach der Geburt erleben Sie verschiedene hormonelle und körperliche Veränderungen. Sie werden vielleicht sehr mit sich selbst beschäftigt sein und wollen sich gleichzeitig kompetent um das Baby kümmern. Stress und Verunsicherung sind dann typische Begleiterscheinungen. Vielleicht fühlen Sie sich nach der Geburt auch zum Bäume ausreißen, sind einfach nur glücklich und zufrieden, haben ein friedlich schlafendes Kind und freuen sich über jeden Besuch. Es ist eben bei jedem anders. Genießen Sie auf jeden Fall, dass Sie im Krankenhaus bekocht werden, nicht putzen müssen und sich wirklich auf sich selbst und das Baby konzentrieren können. Lassen Sie sich zeigen wie man Babys wickelt und badet, den Nabel pflegt und wie man puckt.
Und dann sorgen Sie für Ihre Entlassung denn zu Hause ist es doch am Schönsten!

Das erwartet Sie im Wochenbett:

Mögliche Probleme oder Krisen

  • Nachwehen: Nachwehen treten insbesondere in den ersten Tagen nach der Entbindung auf. Sie sind weniger schmerzhaft als die Geburtswehen aber dennoch unangenehm. Sie sind besonders dann zu spüren, wenn das Baby zum Trinken an die Brust angelegt wird (Ursache ist das Hormon Oxytocin). Durch die Nachwehen zieht sich die Gebärmutter schneller zusammen, das fördert die Wundheilung und sorgt für eine schnellere Rückbildung.
     
  • Wochenfluss: Die Plazenta hinterlässt in der Gebärmutter eine handtellergroße Wunde. Es dauert etwa 4 - 6 Wochen, bis die menstruationsähnlichen Blutungen aufhören. Durch aufsteigende Bakterien ist der Wochenfluss infektiös, daher ist eine gute Hygiene wichtig (Hände waschen, Binden häufig wechseln).
     
  • Dammriss oder Dammschnitt: Bei der Geburt kann es zu einem Riss im Damm kommen, manchmal wird auch geschnitten, damit das Baby besser heraus kommen kann. Die Wunde muss meistens genäht werden, verheilt aber recht schnell. In den ersten Tagen kann das Sitzen und Laufen mit Dammriss/-schnitt schmerzhaft sein.
     
  • Milcheinschuss: Nach etwa 3 Tagen kommt es zum Milcheinschuss. Dieser kann etwas schmerzhaft verlaufen oder auch gar nicht bemerkt werden - es ist von Frau zu Frau verschieden. Bei schmerzhaftem Milcheinschuss kann Kühlung helfen. [siehe auch Stillen]
     
  • Stillprobleme: Stillprobleme gibt es in vielfältiger Art. Das Problem kann darin liegen, dass das Baby die Brust nicht richtig nimmt oder die Brustwarzen der Mutter wund werden und beim Stillen schmerzen. Es gibt für fast alle Probleme eine Lösung. Fragen Sie im Krankenhaus nach einer ausgebildeten Stillberaterin, wenden Sie sich zu Hause an Ihre Hebamme oder an eine examinierte Still- und Laktationsberaterinnen (IBCLC) in Ihrer Nähe. [siehe auch Stillen]
     
  • Baby Blues: Etwa am 3 Tag sinkt der Hormonspiegel und die meisten Frauen stürzen in eine Krise. Meistens fließen dann Tränen doch am nächsten Tag ist meistens alles vorüber. Nur in wenigen Fällen kommt es zu einer Postnatalen Depression (Wochenbett-Depression).
     
  • Zu viel Besuch: Besucher können im Wochenbett zum Problem werden weil Sie Unruhe bringen, vielleicht beim Stillen stören und Ihnen die nötige Zeit zum Ausruhen von der Geburt fehlt. Auch der Besuch der Bettnachbarin muss bedacht werden. Legen Sie mit ihr gemeinsam Besuchszeiten fest, damit die nötige Ruhe und Privatsphäre einkehren kann.

Zusätzliche Belastungen :

  • Weinendes Baby: Manche Babys weinen schon in den ersten Tage recht viel, so dass Sie kaum Zeit finden, zu duschen, zu essen oder zu schlafen. Lassen Sie Ihr Kind zwischendurch von der Kinderschwester betreuen, damit Sie sich nicht schon in den ersten Tagen übernehmen. Lassen Sie sich auch vom Partner oder Besuch helfen.
     
  • Vorsorgeuntersuchungen: Im Krankenhaus wird von einem Kinderarzt die U2 (Untersuchung 2) vorgenommen. Dabei werden die Hüfte, das Herz, der Knochenbau, die Lunge, das Blut ... untersucht.
    Ein Hörtest ist in vielen Krankenhäusern auch schon Standard.
    Diese Untersuchungen finden oft in klinischer Hektik statt und beunruhigen Eltern. Lassen Sie sich nicht stressen und beharren Sie darauf, dass man Ihnen erklärt, was Sie nicht verstehen. Schauen Sie in das Vorsorgeheft Ihres Kindes, um Untersuchungsergebnisse nachzulesen.

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