Einkaufsplanung - clever Zeit und Geld sparen!

Einkaufen gut geplant 
Jeden Tag zum Supermarkt? Das kostet nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Geld als nötig. Warum das so ist und wie Du das ändern kannst, erfährst Du hier. Außerdem helfen wir Dir mit Planungs-Vordrucken, so dass es ganz leicht geht, Geld und Zeit zu sparen.

 

5 Mal die Woche einkaufen bedeutet 5 x Fahrzeit und -kosten, 5 x Parkplatzsuche, 5 x Schlange stehen, 5 x die gleichen Gänge durchlaufen ...

Wer für die ganze Woche plant, spart nicht nur Zeit, sondern kann Lebensmittel kombinieren und schmeißt somit weniger weg. Es wird zudem nur gekauft, was wirklich benötigt wird, denn mal ehrlich: Kauft man nicht jedes Mal ein bisschen mehr ein als nötig, weil man sich unnötige Wege sparen will? Und dann fehlt doch wieder etwas und man macht sich am nächsten Tag schon wieder auf den Weg zum Supermarkt.

Wer gut plant, kann an einem Tag für die ganze Woche einkaufen und muss allenfalls ein Mal frische Dinge wie Brot, Fleisch und Milch nachholen. Das Budget kann so besser genutzt und gestreckt werden und durch die gewonnene Zeit bleibt nun mehr Luft für Spielen mit den Kindern, Haushalt und Hobby.

 

Essen für die Woche planen

  • Verwende unseren Vordruck "Menüplanung".
  • Schreibe für jeden Tag das geplante Gericht auf und alle erforderlichen Zutaten darunter.
  • Schreibe von den aufgelisteten Zutaten die fehlenden auf die Einkaufsliste rechts auf der Seite.

Am Ende der Woche bewahrst Du die linke Hälfte der Seite auf und verwendest sie in einigen Wochen erneut. Die Grundzutaten stehen bereits dabei, du musst also nicht mehr das Rezept zur Planung heraus suchen, sondern nur schauen, was fehlt.

Für diese Einkaufsliste verwendest Du dann den Vordruck "Einkaufsliste".

 

Was ist bei der Planung zu beachten?

Überlege Dir, welcher Tag für Dich am Besten für einen Wocheneinkauf geeignet ist. Überlege nun von diesem Tag beginnend, was du zu Essen kochen willst. Bedenke dabei folgende Punkte:

 

  • Für Gerichte mit leicht verderblichen Lebensmitteln wie Hack oder Geflügel planst du möglichst den Einkaufs- oder den Folgetag ein - andernfalls solltest Du diese Dinge einfrieren oder frisch nachkaufen.
  • Gibt es Tage, an denen Du wenig Zeit zum Kochen hast, z.B. wegen eines Hobbys? Dann plane hier schnelle Gerichte wie Pizza o.ä. ein oder plane für den Vortag etwas, das man am nächsten Tag noch einmal essen kann, und koche dann die doppelte Menge. Beispiel: Dienstag Gulasch mit Kartoffeln, Mittwoch Gulasch mit Nudeln.
  • Welche Gemüse- und Obst-Sorten haben gerade Saison und sind daher günstig? Koche, was nicht importiert werden muss, das ist günstiger und obendrein umweltverträglicher.
  • Soll Dein Partner Essen mit zur Arbeit nehmen? Dann plane 2-3 Mal/Woche Dinge, die sich gut aufbewahren und transportieren lassen. Das spart Kosten für Kantine oder Restaurant und ist obendrein meist gesünder ... und natürlich mit Liebe gemacht!
  • Hast Du generell wenig Zeit zum Kochen? Dann plane bei einigen Gerichten die doppelte Menge und friere eine Hälfte ein. Gut geeignet sind Gulasch, Hühnerfrikassee, Gurken-Hack-Eintopf ...
  • Plane Zutatenreste für andere Gerichte ein. Beispiel: Eine Packung hat 10 Würstchen aber Ihr seid nur zu dritt. Dann gibt es an einem Tag Würstchen mit Beilage und an einem anderen Tag Würstchen-Gulasch.
  • Gesund und ausgewogen kochen: Achte möglichst darauf, dass ein Mal pro Woche ein Fischgericht vorkommt, ausreichend Gemüse (besonders Kartoffeln) geboten wird und nicht zu viele Ei-Gerichte geplant sind. Verwende bei Nudeln und Reis möglichst Vollkornvarianten oder mische sie zumindest mit den weißen - das hält auch länger satt.
  • Gleiche teure Speisen durch günstige aus. Beispiel: Wenn es den einen Tag einen teuren Rinderbraten gibt, kannst Du die Mehrausgabe am nächsten Tag ausgleichen, indem du Bratkartoffeln mit Paprika, Salami und Rührei brätst.

 

Was muss immer im Haus sein?

Jede Familie hat so ihre Vorlieben und Grundausstattung in Kühlschrank und Vorratsschrank. Erstelle mit Hilfe unseres Vordrucks "Einkaufs-Checkliste" eine Liste der Dinge, die Du immer im Haus haben willst.

Kreuze alles an, was Du brauchst und ergänze den Vordruck durch eigene Zutaten und Produkte.

Bevor Du einkaufen gehst, schau alle Punkte der Liste durch, prüfe evtl. einzeln nach, ob von den genannten Dingen noch ausreichend für die Woche vorhanden ist. Was fehlt, schreibst Du mit auf Deine Vorratsliste (Vordruck).

Mit Hilfe dieser Liste vergisst Du nichts mehr!

 

Etwas Neues ausprobieren

Sollten sich Deine Küchenkünste bisher auf einige wenige Rezepte beschränkt, dann versuche, an einem Tag der Woche ein neues Rezept auszuprobieren. Wähle dafür am besten einen Tag, an dem du etwas mehr Zeit hast. Oft erfordern neue Rezepte auch Zutaten, die du bisher vielleicht nicht verwendest, z.B. asiatische Gewürze. Durch gute Planung hast Du nun alles im Haus, und wenn Du es das nächste Mal kochst, ist der Aufwand geringer.

Somit erweiterst Du Dein Repertoire nach und nach und bringst mehr Abwechslung in die Küche.

 

Feiertage

Wenn Du für Feiertage planst, dann besorge möglichst schon beim Wocheneinkauf zuvor, was Du für evtl. Festmenüs brauchst und nicht frisch besorgen musst. So vermeidest Du, dass Leerkäufe Dich auf der Jagd nach den fehlenden Zutaten durch die Stadt hetzen lassen. Vermeide zudem, Deine Einkäufe am Tag vor der Ladenschließung zu tätigen. Versuche zwei Tage vorab alles beisammen zuhaben, sofern die Zutaten eine Lagerung erlauben.

 

Die beste Zeit zum Einkaufen ...

... ist früh morgens! Keine langen Schlangen an der Kasse, statt dessen leere Gänge und besonders wichtig: viele freie Parkplätze! Wenn du morgens zur Ladenöffnungszeit einkaufst, wirst Du Dich wundern, wie viel schneller der Einkauf geht und wie viel mehr Zeit Du den restlichen Tag hast. Vielleicht lässt sich das ja mit den Bring-Zeiten von Kindergarten oder Schule verbinden?

Und noch ein positiver Effekt: Meist ist gerade alles frisch geliefert worden und Du hast die Auswahl der frischesten Zutaten und musst nicht z.B. die letzten matschigen Tomaten nehmen, weil keine anderen mehr da waren.

Also: Liste schon am Vorabend fertig machen und morgens gleich zum Einkaufen!

 

Alles in einem Laden?

Nicht alles bekommt man beim Discounter, also ist eine kleine Rundtour meist vorprogrammiert. Starte aber nach Möglichkeit beim günstigsten Laden und versuche dort, so viele Zutaten wie möglich zu bekommen. Nur das, was fehlt muss dann noch woanders gekauft werden.

Wenn Du einen Wochenmarkt in erreichbarer Nähe hast, solltest Du den ebenfalls in Deinen Einkauf einplanen: Direkt vom Erzeuger ist nicht nur frischer, sondern oft auch günstiger. Allerdings sinken hier die Preise meist erst gegen Ende der Verkaufszeit - versuche dann ruhig mal ein wenig zu verhandeln: "Ich bin ein wenig knapp, können Sie mir die Möhren etwas günstiger geben?"

 

Kinder und Einkaufen

Wenn es spannend ist, kommen die Kinder gern mit! Einkaufen ist eine Aktivität des Lebens, die auch Kinder mit einbezieht. Doch häufig endet der Einkauf mit Streit bei der sogenannten Quengelware an der Kasse. Klar, wenn Einkaufen nur langweilig ist und dann von Ohnmachtsgefühlen an der Kasse gekrönt wird, dann macht es Kindern keinen Spaß und sie werden beim Einkauf zum nörgelnden Klotz am Bein. Lösung: Sie müssen einbezogen werden und können dabei zugleich viel lernen.

Gib Deinem Kind eine Kinder-Einkaufsliste. Es soll z.B. die Milch kaufen, die Eier finden und den Saft aussuchen. Erkläre dabei die ersten Male, welche Kriterien Du beim Kaufen beachtest. Z.B. welchen %-Fettgehalt Du bei der Milch wählst und was für Preisunterschiede es gibt. Erkläre, warum Du bei den Tomaten jede einzeln anfasst und lass Dir von Deinem Kind dabei helfen, die richtigen auszuwählen. Lasse es abwiegen, wo es möglich ist. Wer so viel Wahl und Mitsprache hat, braucht an der Kasse keine Diskussion mehr und vielleicht macht ihr eine Tradition daraus, bei jedem Einkauf eine günstige Kleinigkeit fürs Kind zu kaufen, z.B. ein Brötchen auf die Hand.

Und für die Quengelware gibt es eine einfache Regel, die schon zuhause gelernt und mantrahaft wiederholt wird: Wir kaufen nichts bei der Kasse!

 

Haushaltsbudget überwachen

Je seltener Du einkaufst, desto leichter kannst Du Dein Budget überwachen und notwendige Anpassungen vornehmen. Errechne, wie viel Haushaltsgeld zur Verfügung steht. Teile diesen Betrag durch die Anzahl der Tage im Monat. Überlege, was Du am Tag für Essen ausgibst - passt es zum Budget? Bedenke, dass Drogerieprodukte zusätzlich zu Buche schlagen.

Sammle für 2-3 Monate jeden Bon und analysiere:

Welche Posten machen einen großen Anteil der Ausgaben aus und ließe sich daran etwas ändern? Wenn z.B. der Verbrauch an Säften oder Softdrinks hoch ist, könnte man auch mal kalten Früchtetee anbieten oder Saft mit Wasser oder Tee strecken. Vielleicht ist auch die Anschaffung eines Soda-Gerätes langfristig günstiger?

 

Noch ein Wort zur Aktionsware

Aktionsware zielt auf den Spontankauf von Kunden - ist also Quengelware für Erwachsene! Du findest sie besonders beim Discounter. Da liegt dann plötzlich leuchtend rot ein neues Kehr-Set für 5,99! Das scheint günstig und das alte Kehr-Set ist ja nun auch schon 8 Jahre alt, da scheint ein Neukauf legitim, noch dazu zu diesem Preis - wirklich? Schwupps ist Deine "Discounter-Ersparnis" verschwunden und in Deiner Wohnung wird es ein wenig enger denn das alte Kehrset ist ja schon irgendwie noch gut und vielleicht kann man es ja im Keller noch benutzen ... kommt Dir das bekannt vor? Dann solltest Du Dir eine Strategie zulegen, mit der Du Aktionswaren zukünftig keines Blickes mehr würdigst: Denke daran, welche Ersparnis es ist, KEINE solche Ware zu kaufen und was man stattdessen haben kann, z.B. nett Essen gehen, Geld in der Urlaubskasse, ... setze Dir vielleicht ein Sparziel, dass Du Dir immer vergegenwärtigst, wenn Du der Versuchung zu erliegen drohst.

Denke auch daran, wie sinnlos, unnötig und umweltbelastend viele Produkte sind, im Hinblick auf die Herstellung, Verschiffung und spätere Entsorgung. Denke nachhaltig - es ist für Deine Kinder!

Halte Dich also an Deine Einkaufsliste, und solange kein wirklich, wirklich guter Grund vorliegt, kaufst Du nichts zusätzlich.

 

Übersicht aller Einkaufs-Druckvorlagen

 

 

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