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Schlaflosigkeit mit Babybauch

schlaflos Schwangerschaft

In den letzten Wochen der Schwangerschaft leiden viele Frauen unter Schlaflosigkeit. Wach liegen bis zum Morgengrauen oder häufiges und frühes Aufwachen zehren an den Nerven!

 

Schwangerschaft und Schlafstörungen

Verschiedene Ursachen können werdende Mütter vom Schlafen abhalten: Sodbrennen, Grübeleien über die Geburt, strampelndes Baby, drückender Bauch, unruhige Beine, häufiges Wasserlassen ...

 

Was kann man tun?

Viele Frauen entdecken, dass an Omas Hausmittel doch mehr dran ist, als sie dachten:

Bei innerer Unruhe kann z.B. eine heiße Milch mit Honig Wunder wirken. Auch Baldrian-Dragees (evtl. mit Hopfen) können helfen. Vermeiden Sie Tinkturen/Tropfen die Alkohol enthalten und fragen Sie vor der Einnahme stets Ihren Arzt.

Ein warmes Bad mit Lavendel beruhigt, stärkt die Nerven und sorgt für die nötige Bettschwere.

Gegen den drückenden Bauch helfen Kissen. Ein Stillkissen kann den Bauch in Seitenlage gut stützen und sorgt für eine bequeme Schlafposition des gesamten Körpers.

 

Gegen das Strampeln im Bauch lässt sich schwerlich etwas unternehmen aber probieren Sie mal diesen Trick: Spielen Sie beim Schlafen gehen eine Baby-Spieluhr auf Ihrem Bauch ab. Vielleicht wird Ihr Baby nun ruhiger weil es der Melodie lauscht. Ist Ihr Kind geboren, wird es die Melodie wahrscheinlich wieder erkennen und sich dadurch möglicherweise beruhigen lassen.

 

Gegen das Grübeln helfen oft Entspannungsübungen, Yoga oder eine spannendes Buch. Sollten Sie nach 30 min. nicht eingeschlafen sein, weil Ihre Gedanken Karussell fahren, stehen Sie wieder auf. Machen Sie sich eine warme Milch oder lesen Sie noch ein paar Seiten in einem Buch. Versuchen Sie es dann erneut. Je länger Sie wach im Bett liegen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass Sie sich beruhigen. Eine ruhige Ablenkung, Yogaübungen oder Atemübungen aus dem Geburtsvorbereitungskurs sind vielen Schwangeren eine gute Hilfe.

 

Wenn Sie nachts häufig zur Toilette müssen, dann liegt das vielleicht an Ödemen (Wassereinlagerung) in den Beinen. Ödeme sollten vom Arzt beachtet werden, sie können in einigen Fällen ein Hinweis auf eine Schwangerschaftsgestose sein. Meist sorgen Ödeme insbesondere nachts dafür, dass Flüssigkeit aus dem Gewebe über die Nieren ausgeschieden wird und für häufige Gänge zur Toilette sorgen.
Einfachs Mittel: Hin und wieder am Tag und auch abends vor dem Schlafengehen die Füße eine Weile hoch legen oder ein warmes Bad nehmen. Kompressionsstrümpfe können verhindern, dass Wasser in den Beinen eingelagert wird. Gerade bei stehenden Berufen kann diese Maßnahme erforderlich sein.
Wichtig ist dabei, dass die Strümpfe wirklich gut passen. Lassen Sie sich dafür unbedingt in einem Sanitätshaus beraten. Fragen Sie Ihren Arzt, ob er Ihnen die Strümpfe verschreiben kann.

 

Sodbrennen entsteht in der Schwangerschaft durch den mangelnden Platz im Bauch. Die Gebärmutter drückt den Magen hoch, so dass Magensäure in die Speiseröhre gelangen kann. Hausmittel gegen Sodbrennen:

  • Einen gestrichenen Teelöffel Natron in einem Glas Wasser auflösen und trinken.
  • Ein Glas Wasser mit einem Teelöffel Apfelessig bekämpft überschüssige Magensäure.
  • Ein Glas frische Milch trinken und dazu eine Scheibe trockenes Weißbrot essen.
  • Oberkörper erhöht lagern.
  • Vermeiden Sie sauren Tee und säurehaltige Getränke und Speisen. Meiden Sie Kaffee, stark gewürzte, fettige und sehr süße Speisen.

 

Unruhige Beine in der Schwangerschaft, auch Restles Legs Syndrom (=RLS) genannt sind ein neurologisches Problem, das häufig in der Schwangerschaft verstärkt oder erstmals deutlich auftritt. Erst seit 1985 ist RLS Gegenstand zahlreicher Forschungen. Offenbar gibt es eine familiäre Häufung und einen hormonellen Zusammenhang. Die Symptome sind Missempfindungen, Kribbeln oder der unbedingte Drang, die Beine zu bewegen, abzustoßen oder in irgendeiner Weise zu fühlen. Diese Symptome treten überwiegend abends und nachts auf. Sie halten die Betroffenen vom Schlaf ab.
Meistens tritt nach der Schwangerschaft wieder eine Besserung ein. RLS kehrt jedoch häufig in den Wechseljahren zurück. Oft kann eine deutliche Linderung durch die ärztliche Verordnung von Eisen und anderen Mineralien erreicht werden.

 

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Wichtiger Hinweis zu medizinischen Themen:
Dieser Artikel und andere Texte mit medizinischen Inhalten bei www.hallo-eltern.de sind keine ärztlichen Ratschläge und erheben weder Anspruch auf Richtigkeit noch auf Vollständigkeit. Sie ersetzen nicht den Arztbesuch! Bitte wenden Sie sich bei Fragen und Symptomen stets an Ihren Arzt.