Die absurdesten Dinge, die ich getan habe, um mein Baby zu beruhigen

Die absurdesten Dinge, die ich getan habe, um mein Baby zu beruhigen

Wenn das Baby weint, will manchmal gar nichts mehr helfen. Das kennt unsere Autorin Marie Binder nur zu gut. Kaum zu glauben, was sie schon alles getan hat, damit ihre kleine Tochter sich beruhigt.

© anekoho via Bigstock

Wenn das Baby schreit oder vor Bauchschmerzen nur noch weint, dann werden die meisten Eltern unglaublich erfinderisch. Auch mein Mann und ich haben in den ersten Monaten verschiedene Methoden entwickelt, um unser Kind zu beruhigen – egal ob unsere Tochter unter 3-Monats-Koliken, ersten Zähnen, Kummer, Schlafmangel oder Keine-Ahnung-was-jetzt-gerade-ist litt. Anfangs machen wohl alle Eltern dasselbe: Baby in den Arm und dann hin und her schaukeln – oder über die Schulter und dann stundenlang Foxtrott tanzen.

6 Methoden, wie du dein Baby beruhigen kannst

„Meine Tochter liebte es, wenn wir wie Rockstars durch das Zimmer sprangen.“

Hilft das aber nicht, muss man sich was einfallen lassen. Babys aufzumuntern oder zu beruhigen ist leider gar nicht so leicht und jedes Kind ist in dieser Beziehung natürlich auch anders. Meine Tochter liebte es, wenn wir wie Rockstars durch das Zimmer sprangen und dabei laut sangen. Je wilder und verrückter desto besser. Ebenfalls sehr beliebt um auf andere Gedanken zu kommen, wenn sie schlechte Laune hatte: Haare komplett über das Gesicht kämmen und eine Sonnenbrille aufsetzen – Lachanfall des Babys war garantiert.

„Meine Nachbarn warfen mir auch immer wieder fragende Blicke zu.“

Konnte meine Tochter nicht einschlafen und war nur am Weinen, dann hat es auch oft geholfen, sie ins Auto zu packen und ein paar Mal um den Block zu fahren. Ökonomisch und ökologisch nicht gerade ideal – und meine Nachbarn warfen mir auch immer wieder fragende Blicke zu, aber es hat meistens geklappt. Immer ein hundertprozentiger Erfolg war übrigens die Fahrt in den Reitstall. Unsere Tochter liebte schon als Baby die großen warmen Körper der Pferde und die sanften Nasen. Sobald wir den Stall betraten war das Weinen vorbei.

„Absurde Tricks brachten nur bei schlechter Laune etwas.“

Krawalli, wie ich meine Tochter hier liebevoll nenne, weinte nie viel als Baby. Wenn sie schrie, dann hatte sie meistens unglaubliche Bauchschmerzen. Klar, dass schaukeln, wiegen, Bauchmassage oder stundenlanges Tragen die besten Mittel waren. Aber absurd? Absurde Tricks brachten nur bei schlechter Laune etwas. Was wohl alle Babys lieben: Wenn Mama und Papa sich zum absoluten Affen machen. Herumspringen, verkleiden, Pupsgeräusche oder Mama-ist-ein-Hund-und-läuft-bellend-durch-das-Wohnzimmer – Babys lieben das einfach.

„Je dämlicher Mama und Papa sich dabei aufführen, umso besser.“

Je dämlicher Mama und Papa sich dabei aufführen, umso besser. Mein absolut absurdester Versuch: Ich wollte meine Tochter beruhigen, indem ich sie mir auf den Kopf setzte und ihren Bauch durch wildes Hin und Her schütteln meiner Haare kitzelte. Damals war sie vier Monate alt und fand das immer total lustig. Blöd nur, dass ich mich bei meinem Beruhigungsversuch total im Nacken verriss und dann drei Sitzungen beim Osteopathen und einige Schmerzmittel brauchte, um meinen Kopf wieder drehen zu können. Super Aktion! Aber wenigsten hat sie aufgehört zu Weinen!