Ich bin die Mutter, die ihr Kind im Auto vergessen hat!

Ich bin die Mutter, die ihr Kind im Auto vergessen hat!

Es sind herzlose Rabenmütter, die ihre Kinder im Auto vergessen. Diese Geschichte zeigt dir, dass solche Aussagen falsch sind. Es kann jedem passieren. Eine Mama erzählt.

Kleinkind im Auto vergessen
Kleinkind im Auto vergessen ©yaoinlove via Bigstock

Jeden Sommer hören wir die Schreckensnachrichten von Babys und Kleinkindern, die in heißen Autos vergessen werden, daraufhin kollabieren oder Schlimmeres. Und jedes Mal, da wirst du uns zustimmen, sagen wir zu uns: Wie kann man so verantwortungslos sein? Mir würde das NIE passieren!

Dieser Meinung war auch die amerikanische Bloggerin Amy Amos – bis es ihr selbst passiert ist. Auf ihrem Blog halfheardinthestillness.com erklärt sie, wie es dazu kommen konnte. Und nachdem wir ihren Artikel gelesen hatten, scheint es uns ziemlich arrogant zu behaupten, uns könnte das NIE passieren.

Trotzphase bei Kindern

Mein Sohn war im Auto gefangen

Amy, gerade schwanger mit Zwillingen, kam mit ihren Kindern aus dem Schwimmbad. Bepackt bis oben hin und mit gewaltigem Druck auf der Blase steigt sie aus dem Auto. Sie entriegelt den Gurt des Kindersitzes ihres Jüngsten, er wird bald vier, lässt die Autotür weit offen und geht bereits ins Haus. Ihre beiden großen Kinder folgen ihr.

Dass ihr kleiner Sohn nicht sofort ins Haus gerannt kam, habe sie nicht sonderlich gewundert schreibt Amy: „Er läuft oft langsam nach drinnen. Er braucht Zeit, um sich die Krümel auf dem Autoteppich anzuschauen oder die Ameisen auf dem Boden. Unsere Nachbarschaft ist sicher und er weiß, dass er nicht davonlaufen darf. Er kann die Haustüre auch selbst öffnen.“ Sie hat sich also nichts dabei gedacht, als sie schnell ins Haus lief, um die Sachen abzulegen und auf Toilette zu gehen. Die Minuten vergingen.

Nach zehn Minuten fällt Amy auf, dass ihr Sohn immer noch nicht im Haus ist. Sie geht nach draußen, um ihn zu suchen. „Mein Sohn war im Auto eingeschlossen. Er schwitzte und hatte das Gesicht schluchzend gegen das Fenster gedrückt“, erzählt Amy. Ein Schock für sie!

Eine Bitte an alle Mütter

Es stellte sich heraus, dass der Kleine am Boden des Autos herumgekrabbelt war, um seinen Schuh zu suchen. Weil es den Bruder so nicht sehen konnte, schloss eines der älteren Geschwister die Tür von außen. Es war ein Versehen und doch hatte Amy ihr Kind im Auto vergessen! Sie schreibt: „Es kann so leicht passieren. Das ist mir jetzt klar. Was wäre, wenn er sich heimlich rausgeschlichen hätte, um im Auto zu spielen oder etwas zu holen und die Türe fällt zu?“ Genau das sei nämlich einer Nachbarin passiert.

Amys Geschichte zeigt, dass man niemals NIE sagen sollte. Es war keine Absicht und doch ist es passiert. Mit Kindern muss man auf alles vorbereitet sein. Ihren Blogbeitrag endet sie mit einem Aufruf an alle Mütter. Und diesen sollten wir uns zu Herzen nehmen. Sie hat für sich beschlossen, dass sie ihrem Sohn auf jeden Fall beibringen wird, wie er die Autotüren im Notfall von innen öffnen kann und mit der Hupe auf sich aufmerksam machen kann.

„Bitte nimm dir 10 Minuten Zeit, um deinem Kind das beizubringen. Du kannst dir nie sicher sein, deine Kinder können ins Auto klettern, wenn du am wenigsten damit rechnest. Zu wissen, wie sie sich im Notfall selber wieder befreien können, rettet ihnen vielleicht das Leben.“

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