24. SSW - Kalender für Väter: Schluckauf

24. Schwangerschaftswoche für werdende Väter

Zu Beginn der 24. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch:
17 Wochen bzw. 119 Tage, man spricht von SSW 23 +0

Papa schäft auf der Couch mit seinem Baby auf der Brust
©Twenty20/Elizabeth Cramer

Wie sich Euer ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Euer Baby jetzt?

Größe: Vom Scheitel bis zum Steiß misst Euer Baby jetzt 21 cm, inklusive Beine wären es jetzt ca. 30 cm.

Gewicht: 540 g

Was in der 24. Schwangerschaftswoche wächst und sich entwickelt

Dein Baby ist noch 17 Wochen von seinem Geburtstermin entfernt. Dennoch: Käme es jetzt zur Welt, hätte es eine Überlebenschance von etwa 85% – jedoch kann man organische Schäden als Folge der Frühgeburt nicht ausschließen, denn noch ist die Organentwicklung nicht abgeschlossen.

Die Haut Deines Babys wächst schneller als es Fett speichern kann, darum wirkt seine Haut ganz faltig.

Schluckauf kommt immer häufiger vor, Deine Partnerin spürt es so: rhythmisches Rucken aus dem Bauch über mehrere Minuten – oft mehrfach am Tag.

Babys Reaktionen auf äußere Ereignisse wie Lärm, Druck, Helligkeit, … werden nun immer deutlicher.

Gehirnbereiche, die für das Hören und Sehen zuständig sind, werden jetzt aktiver. Das Gedächtnis beginnt, sich zu entwickeln.

Ein Reflex sorgt dafür, dass Dein Baby nach der Nabelschnur greift, wenn diese seine Handfläche berührt – so etwas im Ultraschall eingefangen, ist ein beeindruckendes Erlebnis für Dich und Deine Partnerin.

Was kannst Du als Partner tun?

Geburtsvorbereitungskurs – auch „Hechel-Kurs“ genannt – ist für Dich vielleicht das „Unwort des Jahres“. Wenn Du aber nicht gerade Frauenarzt oder Vater von einer größeren Kinderschar bist, dann solltest Du Deine Partnerin unbedingt begleiten. Die meisten dieser Kurse bieten einige Abende nur mit der Schwangeren und einige Abende mit Partner an.

Gründe, warum Du da hin gehen solltest:

  1. Wissen ist Macht! Im Kreißsaal, wenn Deine Partnerin keucht, flucht, klagt und bettelt sterben zu dürfen, wirst Du Dich so hilflos fühlen wie noch nie in Deinem Leben. In dieser Situation würdest Du Rumpelstilzchen bedenkenlos Dein Erstgeborenes versprechen, wenn das nur schnell ein Ende hat. Keine guten Voraussetzungen, in dieser Extremsituation die Interessen Deiner (jetzt eindeutig nicht zurechnungsfähigen) Partnerin zu vertreten!
  2. Helfen kann man bei der Geburt als Partner nur bedingt, aber das Wenige, was man tun kann, sollte man einsetzen: Ob es die im Kurs erlernte Massage ist oder die Ermahnung richtig zu atmen, der Vorschlag für eine andere Geburtsposition oder einfach das Halten der Hand – je mehr Souveränität Du ausstrahlst und je mehr Du sie an Erlerntes erinnern kannst, desto ruhiger und besser wird sie die Geburt bewältigen.
    Kinderkriegen ist Teamarbeit – von der Zeugung bis zur Geburt und lange darüber hinaus!
  3. Eine Geburt zu verstehen, bedeutet, zu wissen was als Nächstes passiert. In Geburtsvorbereitungskursen wird das Wissen über die Geburtsphasen und den Geburtsvorgang vermittelt, und Themen, die man unter Partnern sonst nicht anspricht (wer redet schon gern vom Schleimpfropf oder einem Blasensprung), werden erklärt. Sollte es zum Notfall kommen (Blasensprung bei IKEA in der Markthalle, drohende Entbindung im Auto …) kannst Du die Situation einschätzen und besser helfen.
  4. Deine Partnerin möchte Dich dabei haben, weil es reichlich blöd ist, allein im Kurs zu sein, während vielleicht alle anderen den Partner dabei haben. Viele Übungen werden zu zweit durchgeführt und sind vielleicht auch ein wenig intim, wer möchte das schon mit Fremden machen?

Termine im 6. Schwangerschaftsmonat

  • 22. SSW: 5. Vorsorgeuntersuchung beim Gynäkologen

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