Papas sind wie Labradorhunde

Papas sind wie Labradorhunde

Wer kennt sie nicht, diese knuddeligen, dunkelbraunen oder schwarzen Streuner, die am liebsten draußen sind und stundenlang im Wasser tollen können? Die Rede ist von Labradorhunden. Was aber Hundebesitzer wissen und auch gern erzählen, ist, dass ihre Labs alles an Essen finden, was ihnen nur begegnet. Und schneller hinunterschlingen, als man das verhindern können.

Zwei Hunde stehen vor dem Gartentor
©Pexels

Von meinen langen Spaziergängen mit unserem Familienhund kenne ich das Phänomen auch. Unsere Schäferhündin ließ sich immer leichter von gefundenem Fressen abbringen als die Labradore, die uns begegneten. Studien haben gezeigt, dass es tatsächlich ein Fressgen gibt, das bei drei Vierteln aller Labradorhunde dafür verantwortlich ist. Damit kann man sie ganz toll trainieren, aber sie sind damit auch unheimliche Restefresser.

Bei Papas nennt sich dieses Gen Kinder. Kinder essen ja oft ihre Teller nicht leer. Zu sehr hängt ihr tatsächlicher Hunger von ihrer Erschöpfung und dem Völlegrad ihres Magens ab. Auf ihr Hungergefühl konnte ich mich noch nie so richtig verlassen. Das kann durch hartnäckige schlechte Verdauung schon einmal in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Gründe sind vielfältig, das Ergebnis ist gleich:

„Papa, kannst du mein Essen aufessen?“

Und welcher Papa kann dem Hundeblick seines Nachwuchses schon widerstehen…

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Das geht einmal gut, aber bei vielen Malen ist das wie bei allem, was man zu oft macht: Es wird zum Gift oder zur Sucht. Und damit zum Hüftgold. Ich behaupte, das ist einer der Gründe, warum so viele Väter, mich eingeschlossen, nie wieder das Gewicht von vor der Schwangerschaft erreichen. (Gut, dass es so etwas wie die Midlife-Crisis gibt. Dann werde ich mir das wohl endlich wieder abtrainieren können.)

An Tagen mit besonderer Willensstärke bestelle ich mir im Biergarten oder wo wir sonst so zum Essen hängen bleiben, kein eigenes Essen. Ich weiß ja, auf den viel zu großen Kinderportionen bleibt genug für Papa (und Mama) drauf. Meine Frau ist da übrigens viel resistenter gegen die Versuchung. Daher müssen, wenn man das auch bei Frauen auf Hunderassen überträgt, Frauen einer anderer Rasse angehören. Und ja, Schnitzel UND Pommes kann man auch kalt essen.

Männer sind jedenfalls Labradore. Unheimliche Restefresser.

Und sie machen den einen Fehler: Sie gehen dann in den meisten Fällen eben nicht stundenlang schwimmen. Mit dem Kalorienverbrauch könnte Mann ja vielleicht den übermäßigen Kalorienverzehr ausgleichen