11. SSW (11. Schwangerschaftswoche): noch 30 Wochen bzw. 210 Tage

11. SSW:  Dein Baby kann gähnen und schlucken

Dein Babybauch ist in der 11. SSW noch nicht zu sehen? Aber deine Haut wird wahrscheinlich bereits erste Veränderungen im Zuge der Schwangerschaft zeigen. Lerne wie du Hautprobleme und spätere Schwangerschaftsstreifen reduzieren bzw. vermeiden kannst.

Zu Beginn der 11. Schwangerschaftswoche (10+0 bis 10+ 6 SSW) sind es noch 30 Wochen bzw. 210 Tage bis zum Entbindungstermin (ET)

11. SSW: Dein Baby ist so groß wie eine Aprikose
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Dein Bauch in der 11. SSW

Deine Gebärmutter ist jetzt deutlich größer geworden und füllt fast das gesamte Becken aus. Ab der 11. Schwangerschaftswoche wird nach oben expandiert. Du kannst es vielleicht mit den Händen ertasten. Vom Baby ist noch nichts zu spüren, aber es dauert nicht mehr lange, bis die ersten Tritte dich erreichen.

11. Schwangerschaftswoche: Harndrang und Müdigkeit

Müdigkeit, häufiges Wasserlassen und Schwindel, diese Dinge dauern vermutlich weiter an. Bei vielen Schwangeren stellt sich aber nun eine leichte Besserung der Übelkeit ein. Schon bald wird der Druck auf die Blase nachlassen, denn der Uterus wächst nach oben und entlastet dabei die Blase zumindest vom Druck.

Manche Frauen klagen in der Schwangerschaft über einen vermehrten Speichelfluss und einen schlechten Geschmack im Mund – vermutlich ist dies hormonell bedingt. Putz deine Zähne häufiger und kaue ein wenig Kaugummi, um einen frischeren Geschmack zu bekommen. Eine intensivere Zahnhygiene ist bei Schwangeren dennoch grundsätzlich zu empfehlen. Denn während der Schwangerschaft können Beschwerden wie Karies und Zahnfleischentzündungen vermehrt auftreten. Solltest du bis zur 11. SSW noch nicht zur Untersuchung beim Zahnarzt gewesen sein, ist es ratsam das nun unbedingt zu machen, um eine Entstehung zu verhindern.

Wie groß ist dein Baby in der 11. SSW?

Von etwa 4 cm auf 5 cm wächst dein Kleines in der 11. Schwangerschaftswoche und wiegt nun etwa 8 g. Es ist ungefähr so groß wie eine Aprikose und schwimmt in circa 30 ml Fruchtwasser. Die Fruchtwassermenge wird sich bis zur 34. SSW auf eine Menge von knapp einem Liter erhöhen.

Zähne werden in der 11. SSW angelegt

Der Kopf deines Babys macht fast die Hälfte seine Körpergröße aus. Sein Körper streckt sich ein wenig, sodass der Kopf mehr angehoben zu sehen ist, der Hals wächst. Der Mund kann sich in der 11. Schwangerschaftswoche öffnen und schließen, außerdem kann dein Baby gähnen und schlucken. Sein Verdauungsapparat ist in der Lage sogar schon etwas Zucker zu verarbeiten. Kleine Zähnchen werden im Kiefer angelegt. Babys Haut wird dicker und weniger transparent und die Schwimmhäute an den Fingern bilden sich zurück. Dein Baby bekommt auch schon Fingernägel!

Die Geschlechtsteile bilden sich weiter aus und werden zu Schamlippen oder Penis – sichtbar unterscheiden kann man diese jedoch erst in ungefähr drei Wochen. Das kleine Herzchen schlägt mit 120 bis 160 Schlägen pro Minute – zum Vergleich: Erwachsene haben einen Herzschlag von 80 Schlägen pro Minute. Es pumpt unablässig Blut – und damit Baustoffe – durch den winzigen Körper.

Dehnungsstreifen vermeiden

Du hast vermutlich schon von Schwangerschaftsstreifen (Striae bzw. Dehnungsstreifen) gehört:

Die Haut reißt in der Schwangerschaft bei manchen Frauen am Bauch, Po und an den Oberschenkeln und hinterlässt dort rosa Streifen in der Haut, die später weiß werden und wie Narben aussehen. Keine guten Aussichten für die nächste Bikini-Saison, oder? Viele Frauen beginnen daher bei wachsendem Bauch mit Ölen bzw. Cremes und mit Bürstenmassagen an den gefährdeten Stellen, um die Durchblutung und Elastizität der Haut zu verbessern. Ob es hilft? Keiner weiß es genau, denn niemand kann sagen, ob eine Frau ohne diese Behandlung mehr oder die gleichen Streifen bekommen hätte. Aber es schadet auch nichts. Es gibt spezielle „Striae-Cremes“ im Handel, manche Frauen schwören auch auf Haut Öl.

Wer ein schwaches Bindegewebe hat, wird vermutlich mit dem einen oder anderen Schwangerschaftsstreifen leben müssen – man kann es auch als Erinnerung an die Schwangerschaft betrachten. Der beste Weg, die Dehnungsstreifen gering zu halten, ist eine moderate Gewichtszunahme. Mit anderen Worten: Nicht mehr zunehmen, als es die Schwangerschaft erfordert. Je mehr die Haut sich dehnen muss, desto größer die Gefahr von Rissen. Die überdehnte Haut wird dann später meist auch nicht ihre alte Festigkeit erlangen und evtl. ein wenig herab hängen. Motivation genug, die Essensportionen im vernünftigen Rahmen zu halten?

Schwangerschaftsstreifen vorbeugen

Hautveränderungen im 1. Trimester

Auch wenn dein Babybauch vielleicht noch nicht sichtbar ist, die ersten Anzeichen deiner Schwangerschaft zeigen sich in diesen Schwangerschaftswochen vielleicht schon auf deiner Haut. Dein veränderter Hormonspiegel kann sich als ölige, trockene oder besonders strahlende, pralle Haut bemerkbar machen. Je nachdem, wie sich deine Haut verändert, ist es wichtig deine Pflege an die neue Bedürfnisse anzupassen. Wenn du dir nicht sicher bist, wie du die neuen Ansprüche deiner Haut behandeln sollst, bitte eine Kosmetikerin oder eine Freundin um Rat. Bei öliger Haut solltest du z.B. keinesfalls auf Feuchtigkeit, dafür aber auf fetthaltige Pflege, verzichten. Bei sehr trockener Haut empfehlen Prof. Dr. med. Franz Kainer und Annette Nolden („Das große Buch zur Schwangerschaft“) Inhaltsstoffe wie freie Fettsäuren, Cholesterol und Ceramide in der Tages- und Nachtpflege.

Anschnallen in der Schwangerschaft

Je mehr der Bauch wächst, desto mehr Fragen wirft er auf: Soll ich mich im Auto anschnallen oder gefährdet der Gurt mein Baby? Selbstverständlich ist der Gurt weiterhin notwendig – schließlich ist auch deine Gesundheit zu schützen. Bei einem Unfall kann der Gurt aber tatsächlich den Bauchraum stark einschnüren und das Baby gefährden. Die Lösung ist einfach: Die untere Gurtführung muss unterhalb des Babybauches, die schräge Gurtführung quer oberhalb des Bauches verlaufen! Es gibt hierfür spezielle Sitzkissen im Handel, die mit Hilfe von Schlaufen und Klettverschlüssen sicherstellen, dass der Gurt richtig verläuft und nicht verrutscht.

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