16. SSW (16. Schwangerschaftswoche): noch 25 Wochen bzw. 175 Tage

16. SSW: Spürst du schon erste Tritte?

In der 16. SSW bilden sich die Gehirnzellen und Geschlechtorgane deines Babys. Dein Arzt kann also vielleicht schon erkennen, ob es ein Junge oder ein Mädchen wird. Vielleicht spürst du in der 16. Woche auch schon die ersten Tritte. Eine aufregende Zeit beginnt!

Zu Beginn der 16. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 25 Wochen bzw. 175 Tage, man spricht von SSW 15 +0

Dein Bauch in der 16. SSW

Spürst du vielleicht schon erste Tritte? Frauen, die vormals schwanger waren, werden die Tritte früher spüren, als Frauen, die zum ersten Mal schwanger sind. Sie machen sich meist ab der 16. Schwangerschaftswoche als kleines Flattern bemerkbar oder erschrecken dich mit einem unerwarteten Ruck aus dem Inneren deines Bauches. Alles über die ersten spürbaren Lebenszeichen deines Babys erfährst du in unserem Artikel Erste Tritte im Bauch.  Wenn du sehr übergewichtig bist oder deine Plazenta an der Vorderwand der Gebärmutter liegt, wirst du die Tritte erst später spüren als andere.

Deine Gebärmutter wiegt in der 16. SSW circa 250 g und beinhaltet etwa 250 ml Fruchtwasser. Du kannst den oberen Rand ungefähr 7,5 cm unterhalb des Bauchnabels ertasten.

Schwangerschaftsbeschwerden in der 16. SSW

So um die 16. Schwangerschaftswoche geht es den meisten Frauen deutlich besser: Viele Schwangerschaftsbeschwerden lassen vorerst nach, der Bauch stört noch nicht und nach all der Schonung und Inaktivität, verursacht durch Müdigkeit und Schwangerschaftsübelkeit, strotzen viele Frauen zwischen der 16. und 20. SSW nur so vor Energie. Wenn du dich nun also zum Bäume ausreißen fühlst, dann nutze diese Phase und triff dich mit Freunden, verreise, schau dich schon mal in Ruhe nach Möbeln für das Kinderzimmer um oder nach Babykleidung. Genieße die Zeit!

Wie groß ist dein Baby in der 16. SSW?

In dieser Woche wird dein Baby ungefähr 10 bis 11,5 cm lang sein und etwa 80 g wiegen. Es würde gut in deine Hand passen, denn es ist jetzt so groß wie eine Orange.

Was in der 16. Woche wächst und sich entwickelt

Dein Baby hat nun ungefähr die Größe deiner Plazenta (= Mutterkuchen). Diese muss im 4. Monat ihre Aufgabe, und zwar die Versorgung deines Babys, vollständig vom Chorion bzw. der Zottenhaut übernehmen. Die Schilddrüse deines Babys war bisher am Ende seiner Zunge lokalisiert und wandert nun nach unten in den Halsbereich. Die Geschmacksknospen auf der Zunge sind auch schon fertig. Dein Baby kann nun Greifbewegungen machen und bei der Geburt wird es einen Greifreflex haben. Bewusstes Greifen kommt aber erst nach den ersten drei Lebensmonaten.

Geschlechtsorgane und Gehirnzellen entstehen

Der vierte Schwangerschaftsmonat ist außerdem der Monat, in dem sich Gehirnzellen bilden – zwischen 100.000 und 250.000 Zellen pro Minute! Die Geschlechtsorgane sind in der 16. SSW entwickelt und erkennbar – sofern dein Baby beim Ultraschall mitmacht und zeigt, was es hat. Dennoch: Es haben sich schon viele Ärzte geirrt und später oder gar nach der Geburt festgestellt, dass das Mädchen, ein Junge ist oder anders herum.

Ist dein Baby ein Mädchen, so werden nun bereits sämtliche Eizellen in ihren winzigen Eierstöcken gebildet – du trägst also schon einen Teil der übernächsten Generation in dir.

Was kannst du in der 16. Schwangerschaftswoche tun?

Achte auf dein Gewicht! Auch wenn es in der Schwangerschaft unvermeidlich ist, zuzunehmen, so solltest du dennoch einen kritischen Blick auf deine Ernährung werfen. Wie bereits in der 11. SSW erklärt, können durch zu starke Gewichtszunahme Schwangerschaftsstreifen entstehen. Aber auch andere Beschwerden und zusätzliche Unbeweglichkeit werden gegen Ende der Schwangerschaft auftreten, wenn du beim Essen jetzt alle Hemmungen verlierst. Du sollst nicht wie Zwei essen, sondern für Zwei essen – also gesund und ausgewogen.

Die Wichtigkeit einer gesunden Ernährung in der Schwangerschaft wird leider von vielen Schwangeren unterschätzt, aber überlege einmal: Wenn du eine Sonnenblume pflanzt, wie würde sie sich entwickeln, wenn du sie täglich mit Zuckerwasser und etwas Öl gießt und wie würde sie sich entwickeln, wenn du sie stattdessen mit Wasser und Blumendünger versorgst? Verwende dieses Bild in deiner Vorstellung, wenn du das nächste Mal einkaufst, am Buffet stehst oder die Speisekarte liest.

Erkältungen während der Schwangerschaft

Nicht direkt ein Symptom einer Schwangerschaft, aber dennoch jetzt gerade sehr unpassend, sind Infekte. Schwere Erkältungen oder auch Harnwegsinfekte können auch während Schwangerschaft vorkommen. Zunächst einmal wirst du sicher versuchen, alles natürlich zu behandeln. Bei Husten hilft z.B. ein Teelöffel Honig, Halsschmerzen lassen sich durch Gurgeln mit Salzwasser lindern, außerdem hilft es oft, Panthenolsalbe für die Nase auf den Nasenschleimhäuten aufzutragen, um die Atemluft feucht zu halten. Bei Harnwegsinfekten sollte man viel trinken und die Harnwege dadurch gut durchspülen. Aber manchmal hilft es alles nichts und der Arzt wird ein Antibiotikum verschreiben müssen. Es gibt Antibiotika, die in der Schwangerschaft als unbedenklich gelten und manchmal kommt man eben nicht drum herum. Wenn du Bedenken hast, in der Schwangerschaft ein Antibiotikum einzunehmen, sprich mit deinem Arzt über Nutzen und Risiko der Behandlung bzw. Nichtbehandlung. Hole dir evtl. eine zweite Meinung von deinem Frauenarzt ein, er kennt sich mit der Medikation für Schwangere vielleicht genauer aus als dein Hausarzt.

Wichtig: Kräuter und andere pflanzliche Mittel sind in der Schwangerschaft nicht unbedingt harmlos. Du solltest immer mit deinem Arzt Rücksprache halten. Ein paar Infos zu Kräutern in der Schwangerschaft haben wir zusammengestellt.

Nasenbluten in der Schwangerschaft

Schwangere neigen vermehrt zu Nasenbluten – besonders während des Winters in der Heizperiode oder bei Schnupfen. Setze dich bei Nasenbluten aufrecht und den Kopf ein wenig nach vorn(!) geneigt. Drück die Nasenwände zusammen um ein geplatztes Gefäß abzudrücken und lege dir einen kalten Waschlappen bzw. ein Kühlpack in den Nacken – dieser löst einen Reflex aus, der die Blutgefäße in der Nase zusammenzieht. Mit diesen Maßnahmen sollte das Nasenbluten schnell gestoppt werden. Feuchte die Luft in deiner Wohnung durch nasse Handtücher auf der Heizung an, wenn du zu Nasenbluten neigst. Bei Erkältungen oder trockenen Nasenschleimhäuten hilft außerdem Bepanthen Nasensalbe.

16. Schwangerschaftswoche für werdende Väter