26. Schwangerschaftswoche: Dein Baby blinzelt

26. SSW: Das Innenohr ist praktisch fertig

Dein Baby nuckelt am Daumen und öffnet gelegentlich seine Augen. Seine kleine Welt ist noch sehr überschaubar, und während es in Deinem Bauch langsam enger wird, reicht auch der Platz in Deinen Schuhen langsam nicht mehr aus. Zu Beginn der 26. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 15 Wochen bzw. 105 Tage, man spricht von SSW 25 +0

Dein Körper in der 26. SSW

Dein Bauch

Dein Bauch ist zunehmend im Weg und gerade nachts macht Dir das jetzt mehr und mehr zu schaffen. Vielen Schwangeren hilft ein Stillkissen, welches den Bauch stützt und hilft, in einer stabilen Position zu liegen.

 

6 cm über dem Bauchnabel endet jetzt vermutlich Dein Uterus, vielleicht „stechen“ die unteren Rippen nun schon ein wenig. Deine Gewichtszunahme sollte nun (bei Normalgewichtigen) zwischen 7 und 10 kg betragen.

Schwangerschaftsbeschwerden

Sodbrennen

Du kennst es vielleicht noch aus den ersten Schwangerschaftswochen und mit etwas Glück hattest Du nun eine Weile Ruhe davor. Aber mit wachsendem Bauch wird auch der Magen nach oben gedrückt und Sodbrennen kann wieder häufiger vorkommen. Besonders im Liegen kann es auftreten, darum ist ein höheres Kissen oft nötig, um den Rücklauf (Reflux) von Magensäure mithilfe der Schwerkraft zu besiegen. Lies auch: 21 Tipps gegen Sodbrennen >>

 

Kreuzschmerzen

Je mehr der Bauch nach vorn wächst, desto mehr musst Du das Gewicht am Rücken ausbalancieren – Rückenschmerzen sind meist die Folge. Wenn Du gut trainiert bist, dabei eine gute Rückenmuskulatur und bisher nicht zu viel zugenommen hast, wirst Du weniger Probleme damit haben. Wenn Du aber betroffen bist, dann hilft es oft, sich mit Wassergymnastik und Schwimmen für die nächsten Wochen fit zu machen. Yoga und Massagen können ebenfalls helfen.

Füße

Vielleicht solltest Du Dich nach Schuhen umschauen, in Du einfach hineinschlüpfen kannst und die weit und bequem sind. Wer zu Wassereinlagerungen neigt, kann im Laufe eines Tages durchaus mal um eine Schuhgröße wachsen und über Nacht um eine Schuhgröße wieder schrumpfen. Auch sorgt das hinzugewonnene Gewicht öfter für schmerzende Füße – ein weiches Fußbett oder eine Silikoneinlage kann das bessern.

 

Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

Größe: ca. 23 cm (vom Scheitel bis zum Steiß)

Gewicht: ca. 870 g

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Dein Baby erreicht einen Meilenstein seiner fetalen Entwicklung: Das Innenohr, welches sich seit etwa 8 Wochen entwickelt hat, ist nun praktisch fertig und Dein Baby wird noch um einiges sensibler auf Geräusche reagieren. Vielleicht spürst Du es zusammenzucken, wenn ein plötzliches, lautes Geräusch (Sirene, Kirchenglocke …) es erschreckt.

Auch seine Augen sind fast fertig entwickelt. Es öffnet nun manchmal schon ein wenig die Augenlider und blinzelt. Wenn helles Licht durch die Bauchdecke der Mutter scheint, dreht es seinen Kopf dort hin. Welche Augenfarbe wird Dein Baby bei der Geburt haben? Blau natürlich! Alle Babys haben blauen Augen und erst nach einigen Wochen erscheint die Augenfarbe, die es geerbt hat.

 

Im Ultraschall kannst Du vielleicht sehen, wie Dein Baby an seinem Daumen nuckelt. Seine Hand kann es jetzt zu einer Faust schließen. Erinnerst Du Dich, dass vor wenigen Wochen gerade mal die Knospen der Finger gebildet wurden? Diese kleinen Hände werden schon bald nach Deiner Hand greifen können!

Im Gehirn hat sich das Gerüst für den Cortex gebildet. Im Cortex befinden sich die Nerven, die für das Bewusstsein, die Persönlichkeit und die Denkfähigkeit zuständig sind.

Was kannst Du in der 26. SSW tun?

Hast Du ein Gips-Set für Deinen Bauch besorgt? Vielleicht möchtest Du mit einer Freundin oder Deinem Partner einen lustigen Bauchabdruck-Abend planen? Oder Ihr malt ein wenig Bauchkunst?

Wenn Du die Schwangerschaft allein durchleben musst, weil Dein Partner Dich im Stich gelassen hat, dann wirst Du nun vielleicht überlegen, wer Dich in den Kreißsaal begleiten soll. Auch bei Paaren kann es vorkommen, dass die Schwangere lieber jemand anders dabei haben möchte oder er sich nicht sicher ist, ob er das Geburtsereignis durchsteht. Es ist nichts in Stein gemeißelt, und wenn auch der Eindruck entsteht, dass der Mann mit im Kreißsaal sein MUSS, so ist es doch jeder Frau selbst überlassen, für welche Begleitung sie sich entscheidet.

Manche Mütter wollen sogar die Geschwisterkinder dabei haben. Ein solcher Schritt sollte aber wohl überlegt sein. Zum einen können Kinder leicht von der Situation überfordert sein: Die Mutter unter Schmerzen zu sehen, Fruchtwasser, Blut und alles was dazugehört, kann Kinder traumatisieren, wenn sie darauf nicht vorbereitet oder zu jung sind, um es zu verstehen.

Zum anderen kann es für die Gebärende (und das Personal) belastend sein, wenn die Kinder drum herum spielen, sich langweilen oder anfangen zu toben oder zu weinen. Man weiß nie vorab, wie sich die Geburt entwickelt und wie man sich fühlt.

Drittens ist auch zu bedenken, dass Hebamme und evtl. auch Ärzte zur Geburt eilen, dann wird es eng und unübersichtlich im Raum und im Notfall kann das entscheidende Sekunden kosten.

Väter-Kalender: Sein Schwangerschaftskalender in der 26. SSW >>

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