3. Schwangerschaftswoche (3. SSW): Hoffen dass es geklappt hat

3. SSW: Wenn die Eizelle befruchtet wird

Hat es geklappt? Die Chance, schwanger zu werden liegt ohne Verhütung bei etwa 20 Prozent bis 25 Prozent. Das ist eine ziemlich hohe Zahl, bedenkt man, dass das Zeitfenster für eine Befruchtung jeden Monat nur für etwa 12 bis 24 Stunden offen ist. Ungefähr 60 Prozent der Paare werden in den ersten 6 Monaten schwanger, in denen sie ein Baby planen. Was nun wichtig ist, falls es geklappt haben sollte, liest Du hier:

Mann und Frau schlafen im Bett
©Twenty20/Isaiah Stofferahn

Was passiert im Körper?

Wenn die Eizelle befruchtet wird

Von den Spermien haben nur 250 den Weg zur Eizelle geschafft. Wenn ein Spermium die Hülle der Eizelle durchstößt (dieser Vorgang dauert etwa 20 min.), ist das Ei befruchtet und das Abenteuer beginnt: In den folgenden 11 Stunden verschmilzt der Zellkern des Spermiums mit dem der Eizelle. Bei dieser Verschmelzung werden die vererbten Eigenschaften des Kindes festgelegt. Das Ei wird eine Zygote und der erste Schritt zum Kind ist vollbracht.

Die Zygote wandert nun durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter und aus der einzelnen Zelle werden auf diesem Weg durch Teilung zwei Zellen, dann vier, dann acht. Die Teilung findet etwa alle 12 Stunden statt.

Ungefähr vier Tage nach der Befruchtung sind bereits etwa sechzehn Zellen entstanden. Ein Hormonmix aus Östrogen und Progesteron bewirkt in der Gebärmutter das Wachstum einer nahrhaften, gut durchbluteten Schleimhaut, in der sich der Embryo später gut einnisten kann.

 

Bin ich schwanger?

Es ist kaum möglich, jetzt schon sicher festzustellen, ob Du schwanger bist. Nach der Befruchtung in den Eileitern wandert die Eizelle (nun „Zygote“ genannt) über die Eileiter zur Gebärmutter und nistet sich dort ein – dieser Vorgang dauert sechs bis zehn Tage! Manche Frauen berichten, dass sie die Einnistung gespürt haben oder dass sie eine leichte Blutung hatten. Man spricht dann von der „Einnistungsblutung“.

Hat sich die Eizelle eingenistet, signalisiert das Hormon HCg dem Körper, dass eine Schwangerschaft besteht. In manchen Fällen kommt es nicht zur Einnistung und die Frau wird von der Befruchtung vermutlich nichts bemerken, sondern wie gewohnt ihre Regelblutung bekommen. Man nennt dies einen „Frühabgang“.

Erste Schwangerschaftsanzeichen

Ist alles gut gegangen, kann es sein dass Du bereits eine Woche vor der erwarteten Menstruation erste Anzeichen, wie Übelkeit, Spannungsgefühl in den Brüsten und Empfindlichkeit bei Gerüchen registriert. Diese Symptome sind jedoch nur unsichere Anzeichen einer Schwangerschaft und können auch andere Ursachen haben. Viele Frauen spüren aber auch keine Veränderung und ahnen daher nichts von den Vorgängen in ihrem Bauch.

Sollte es zu einer Befruchtung gekommen sein, könnten diese Symptome in den kommenden Tagen darauf hinweisen:

  1. Dein Zervix-Schleim ist klar und hat die Konsistenz von Eiweiß.
  2. Du spürst den Mittelschmerz, er ist für gewöhnlich auf der Seite des Unterbauches, auf der der letzte Eisprung stattgefunden hat. Solltest Du also Deinen Eisprung auf der rechten Seite gespürt haben, achte auf einen ziehenden Schmerz am rechten Unterbauch – dies könnte ein Zeichen für die Schwangerschaft sein.
  3. Deine Basal-Temperatur ist leicht angestiegen.
  4. Einnistungsblutung: Gegen Ende dieser oder Anfang nächster Woche kann es zu einer leichten Blutung kommen – dies ist vielleicht eine Einnistungsblutung. Eine Einnistungsblutung ist meist eine ganz leichte rosa oder rote oder leicht bräunliche Schmierblutung.

Was kann ich tun?

Finger weg von grünem Tee!

Spätestens jetzt musst Du damit rechnen, schwanger zu sein, und Dein Verhalten entsprechend anpassen. Was viele nicht wissen: Grüner Tee verringert die Aufnahme von Folsäure. Dabei ist Folsäure für das Ungeborene von Anfang an extrem wichtig. Also verzichte künftig auf diese Teesorte und nimm ein Folsäure-Präparat ein, sofern der Frauenarzt nichts anderes empfohlen hat.

Lies, was sonst noch auf der Verbotsliste für Schwangere steht.

Jetzt noch miteinander schlafen?

Wenn Dein Zyklus länger ist als 28 Tage, dann kann es zum schwanger werden durchaus noch Sinn machen, mit Deinem Partner zu schlafen. Darüber hinaus spricht aber auch bei bereits bestehender Schwangerschaft – auch wenn Du davon noch nichts weißt – normalerweise kein Grund darauf zu verzichten. Allerdings ist Vorsicht geboten, wenn Symptome einer Infektion der Geschlechtsorgane besteht, z.B. mit einem Pilz oder einer Geschlechtskrankheit. In dem Fall sollte der Arzt befragt werden. Er wird vielleicht zu Enthaltsamkeit oder Kondomen raten, bis eine Behandlung erfolgreich abgeschlossen ist.

Väter-Kalender: sein Schwangerschaftskalender in der 3. SSW

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