34. SSW (34. Schwangerschaftswoche): noch 7 Wochen bzw. 49 Tage

34. SSW: Das Baby drückt auf deine Blase

Zu Beginn der 34. SSW sind es noch 7 Wochen bzw. 49 Tage bis zum Entbindungstermin (ET) – man spricht auch von 33 +0 bis 33 +6 SSW. Bist du schon in Countdown-Stimmung? Bis zur Geburt deines Babys scheint es nicht mehr weit, aber ein bisschen Geduld musst du noch haben. Ist dein Baby zu groß für die 34. Schwangerschaftswoche? Lies hier, wie verlässlich solche Einschätzungen sind.

Dein Bauch in der 34. SSW

Innerhalb der nächsten Schwangerschaftswochen wird dein Baby tiefer in dein Becken rutschen und dir damit ein bisschen Platz im Bauchbereich zurückgeben. Während der 34. SSW ist der obere Rand der Gebärmutter circa 14 cm über dem Bauchnabel. Durch die erhöhte Spannung der Bauchdecke kann der Bereich um den Nabel nun etwas schmerzen und dein Bauchnabel selbst wird flacher oder wird allmählich nach außen gedrückt.

Schwangerschaftsbeschwerden während der 34. SSW

Stressinkontinenz

Das Baby drückt auf die Blase – besonders wenn es sich ab der 34. Schwangerschaftswoche tiefer in das Becken begibt. Es kann nun passieren, dass du lachen, husten oder niesen musst, und dabei ein wenig Urin verlierst. Man spricht von Stressinkontinenz, weil die Blase in diesem Moment stärker belastet wird und deswegen den Urin nicht mehr halten kann. Nach der Geburt ist dies meist vorbei, doch dafür ist eine gute Rückbildungsgymnastik nötig. Nach mehreren Geburten besteht die Gefahr, eine dauerhafte Stressinkontinenz zu entwickeln, um so mehr muss der Beckenboden nach der Geburt trainiert werden.

Kopfschmerzen während der Schwangerschaft

Der Schlafmangel kann nun zu Kopfschmerzen führen, aber können auch ein Alarmsignal sein: Kommen starke Ödeme, Bluthochdruck, Flimmern vor den Augen oder andere Sehstörungen sowie Übelkeit, Erbrechen und Schwindel hinzu, können sie zu einer Präeklampsie gehören. Eine Präeklampsie ist eine Schwangerschaftsvergiftung (auch EPH-Gestose oder Spätgestose genannt). Ein Arzt kann die Diagnose stellen, z.B. indem er den Urin auf Eiweiß testet. Die Behandlung der Präeklampsie muss dann im Krankenhaus erfolgen und das Kind evtl. früher geholt werden.

Angst vor der Geburt

Wenn du Geburtsangst hast, dann kannst du mit deiner Hebamme ausführlich über diese Ängste sprechen. Eventuell müssen vorangegangene Ereignisse aufgearbeitet oder Strategien zu Bewältigung der Angst entwickelt werden.

Wie groß ist dein Baby in der 34. SSW?

Vom Scheitel bis zum Steiß misst dein Baby in der 34. Schwangerschaftswoche circa 32 cm. Das entspricht ungefähr der Größe einer Papaya. Stolze 45 cm hat es bereits vom Scheitel bis zur Ferse erreicht und es wiegt jetzt circa 2100 g.

Ist mein Baby zu groß?

Wenn Schwangere beim Ultraschall gesagt bekommen, dass ihr Baby zu groß für seine Schwangerschaftswoche ist, dann machen sie sich meistens Sorgen, ob sie die Geburt bewältigen können. Erfahrungen aus dem früheren Hallo-Eltern-Forum zeigen aber, dass bei vielen Babys die tatsächlichen Maße bei der Geburt deutlich unter der hohen Schätzung lagen. Ein kleiner Messfehler kann schon zu großen Abweichungen führen und auch ein Baby mit etwas anderen Proportionen als der Durchschnitt, kann falsch eingeschätzt werden. Tatsächlich hat niemand dein Baby gewogen. Lediglich die Messdaten vom Schädeldurchmesser und vom Oberschenkel werden herangezogen und mit statistischen Werten verglichen, daraus ergibt sich dann die Messung. Genau betrachtet könnte man sagen: Die meisten Menschen die 1,70 m groß sind, wiegen 65 kg und daraus dann das Gewicht für alle 1,70 cm großen Menschen ableitet, ohne sie zu wiegen. Wenn du aber an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt bist, ist die Chance auf ein großes Baby sehr hoch.

Gehirnentwicklung läuft auf Hochtouren

Millionen von Neuronen sind in den letzten 34 Wochen entstanden, sie alle müssen mit den Synapsen verbunden werden. Unzählige Verbindungen sorgen dafür, dass dein Baby in den letzten Schwangerschaftswochen schon lernen kann. Gehirnaktivität ist anstrengend, darum schläft dein Baby zurzeit in längeren Phasen. Ist dein Baby geboren, wirst du merken, dass während der gesamten Kindheit Schlaf wichtig für die Gehirnentwicklung ist. Trotzdem ist es insgesamt nun länger wach und vielleicht auch aktiver – und das lässt es dich mit kleinen Tritten und Stupsern auch spüren.

Kardiotokogramm (CTG)

Du wirst nun bei deinen Frauenarzt-Besuchen an das CTG angeschlossen. Dieses misst deine Wehentätigkeiten und die Herztöne deines Babys. Dabei wird sich dein Baby vielleicht manchmal wegdrehen und es ist manchmal gar nicht so leicht, es wieder einzufangen. Anhand des CTG lässt sich sehr gut erkennen, ob es dem Baby gut geht. Sollte deine Wehentätigkeit in einer Null-Linie dargestellt werden, musst du dir keine Sorgen machen. Manche Frauen haben bis zur Geburt keine Wehen im CTG.

34. Schwangerschaftswoche: Zeit, die Kliniktasche zu packen

Falls nicht schon geschehen, ist in der 34. SSW so langsam an der Zeit die Kliniktasche zu packen. Denke dabei auch an etwas für deinen Partner, denn er wird im Krankenhaus nicht mitversorgt: Ein Müsliriegel und ein Getränk können hilfreich sein, um ihn bei der Stange zu halten.

Neben Kleidung und Hygieneartikeln für dich und das Baby solltest du deinen Mutterpass, deinen Personalausweis, die Krankenversicherungskarte und eure Heiratsurkunde (gilt nur für Ehepaare) bzw. deine Geburtsurkunde (wenn du unverheiratet bist) bereitlegen. Informiere dich vorher bei deiner Klinik, ob du Kuscheltiere oder eine Spieluhr zu deinem Baby ins Bettchen legen darfst. Aus hygienischen Gründen ist das nicht immer erlaubt.