36. Schwangerschaftswoche: Geburtsanmeldung

36. SSW: Die Geburtsanmeldung steht an

Eine Anmeldung im Kreißsaal, wenige Wochen vor dem ET, kann Dir Papierkram während der Wehen ersparen. Lass Dir einen Anmeldetermin geben und nimm alle wichtigen Dokumente mit. Zu Beginn der 36. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 5 Wochen bzw. 35 Tage, man spricht von SSW 35 +0

36. SSW: Dein Baby ist so groß wie eine Ananas
36. SSW: Dein Baby ist so groß wie eine Ananas ©Shutterstock

Dein Körper in der 36. SSW

Dein Bauch

14 cm vom Bauchnabel aufwärts reicht der Uterus. Wenn Dein Baby jetzt noch in der Beckenendlage (= Steißlage) – also mit dem Po nach unten liegt, sind die Chancen sehr gering, dass es sich noch in Schädellage dreht.

Eine Geburt in Beckenendlage ist jedoch oft möglich und nicht immer unbedingt ein Anlass für einen Kaiserschnitt.

Manchmal wird eine äußere Wendung des Babys versucht – so etwas darf nur unter strenger Aufsicht und Monitoring des Babys durchgeführt werden. Das Gleiche gilt für das „Moxen“. Ein Erfolg ist nicht garantiert und Risiken sind durchaus vorhanden.

Schwangerschaftsbeschwerden

Ist das etwa Fruchtwasser?

Der Abgang von Fruchtwasser und Stressinkontinenz kann manchmal verwechselt werden. Eine sichere Bestimmung kann durch einen Teststreifen zur Ermittlung des ph-Wertes durchgeführt werden. Wenn Du den Verdacht hast, dass Du Fruchtwasser verlierst, dann wende Dich umgehend an Deine Hebamme oder an Deinen Frauenarzt.

Kommt es zu einem vorzeitigen Blasensprung (Blasensprung vor Einsetzen der Geburt), dann werden oft größere Mengen Fruchtwasser verloren, es kann aber auch sein, dass der Kopf des Babys schon tief genug im Becken liegt und somit wie ein Stöpsel dafür sorgt, dass nur wenig Fruchtwasser abfließt. In jedem Fall muss nach einem Blasensprung die Geburt innerhalb der nächsten 24 Stunden erfolgen, da sonst die Gefahr von schwerwiegenden Infektionen bei Mutter und Kind groß ist.

Ungeduld

Gehörst Du zu den Schwangeren, die jetzt keine Ruhe mehr haben und jeden Moment damit rechnen, dass es losgeht? Bedenke, dass der Entbindungstermin nur eine grobe Schätzung und kein Lieferdatum ist:

  • ca. 80% der Babys werden innerhalb von 10 Tagen um den Geburtstermin entbunden, davon etwa 5% am errechneten Tag.
  • ca. 10% der Babys werden vor der 38 SSW. geboren.
  • ca. 10% der Babys kommen nach der 42. SSW zur Welt.

Wissenschaftler suchen nach Methoden, den Geburtsgtermin genauer zu bestimmen. Was sie dabei herausgefunden haben, findest Du hier!

Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

Größe: ca. 34 cm vom Scheitel bis zum Steiß bzw. 47 cm vom Scheitel bis zur Ferse

Gewicht: ca. 2600 g

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Dein Baby hat nun nur noch wenig Platz und die Tritte und Stöße fallen jetzt weniger heftig aus – es kann nicht mehr so weit ausholen! Als letzte, wesentliche Reifung gilt die Lungenreife. Sind Anzeichen einer baldigen Geburt vorhanden und bestehen dabei Zweifel an der Lungenreife, können spezielle Tests durchgeführt werden, um zu ermitteln, ob das Baby nach der Geburt selbstständig atmen können wird. Andernfalls müsste es zunächst an ein Beatmungsgerät angeschlossen werden.

Was kannst Du in der 36. SSW tun?

Kreißsaal-Anmeldung

Es ist sinnvoll, sich einige Wochen vor der Geburt im Kreißsaal vorzustellen und anzumelden. Am Besten rufst Du hierfür vorab an und fragst nach einem Termin. Bring dann alle wichtigen Unterlagen mit:

  • Krankenkassenkarte und ggfs. Karte von Zusatzversicherungen
  • Mutterpass, ggfs. auch vorherige Mutterpässe
  • Untersuchungsergebnisse die nicht im Mutterpass vermerkt sind
  • Blutgruppen-Nachweis

Bei der Geburtsanmeldung wird eine Akte für Dich angelegt und man wird Dich nach vorangegangenen Geburten, Fehlgeburten, Abtreibungen, Medikamenten, Allergien, Operationen und Krankheiten, … fragen – nach allem, was medizinisch relevant ist. Zudem werden Namen und Telefonnummern von Kontaktpersonen hinterlegt und man kann Wünsche bezüglich der Geburt äußern, die dann vermerkt werden.

 

Geburtsvorbereitungs-Tee trinken

Etwa vier Wochen vor dem ET empfehlen Hebammen meist einen Geburtsvorbereitungs-Tee, der aus einer Mischung besteht. Ein einfacher Himberblätter-Tee tut es aber auch.

Der daraus gebrauchte Tee wird vermutlich nicht Dein Lieblingsgetränk, aber er hilft, das Gewebe auf die Geburt vorzubereiten und somit vielleicht die Geburt um einiges zu verkürzen. Seine Wirkung besteht darin, dass es die Durchblutung fördert und das Gewebe lockert. Trink täglich 3 bis 4 Tassen davon, sofern Hebamme und Arzt grünes Licht geben.

Väter-Kalender: sein Schwangerschaftskalender in der 36. SSW