37. SSW (37. Schwangerschaftswoche): 4 Wochen bzw. 28 Tage

37. SSW: Noch 28 Tage bis zum Entbindungstermin

Wie fühlen sich richtige Wehen an? Werde ich sie von den Übungswehen unterscheiden können? Solche Fragen stellen sich oft sogar Frauen, die bereits Kinder haben – es ist eben auch eine Menge Nervosität mit im Spiel, wenn sich die Geburt abzeichnet. Zu Beginn der 37. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 4 Wochen bzw. 28 Tage, man spricht von SSW 36 +0

37. SSW: Dein Baby ist so groß wie Mangoldblätter
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Dein Körper in der 37. SSW

Dein Bauch

Zwischen 16 und 17 cm liegen nun zwischen Deinem Bauchnabel und dem oberen Ende des Uterus. Deine Gewichtszulage könnte jetzt irgendwo zwischen 12 kg und 16 kg liegen – rechne das mal in Kartoffelsäcken aus! Wenn Dein Partner gern wissen möchte, wie sich das anfühlt, fülle einen Rucksack mit Deinem zusätzlichen Gewicht und fordere ihn auf, ihn sich vor den Körper zu hängen. Vermutlich verspürt er schon nach fünf Minuten keine Lust mehr darauf, das mit sich herumzuschleppen oder damit gar im Bett zu liegen. Kein Zweifel, Du kannst sehr stolz auf das sein, was Du seit vielen Wochen leistest!

Schwangerschaftsbeschwerden

Schwangerschaftsstreifen

Leider bekommen manche Frauen ganz am Ende der Schwangerschaft doch noch Schwangerschaftsstreifen. Pflege die Haut dort gut, frage in der Apotheke nach Narbensalbe und versuche damit, die Hautrisse abzumildern.

Angst vor einem Kaiserschnitt

Wird die Geburt glatt verlaufen oder wird es einen Kaiserschnitt geben? Niemand weiß es, aber die Angst vor einem Kaiserschnitt ist bei vielen Frauen groß. Vielleicht hilft es Dir, zu wissen was dabei passiert:

  • Die Schwangere wird im Bett aus dem Kreißsaal in den OP verschoben.
  • Ein Anästhesist legt eine PDA, sofern noch keine vorhanden ist.
  • Ein Tuch, das Dir die Sicht zum Unterleib versperrt, wird etwa auf Höhe Deiner Brust aufgehängt – das ist sicher auch besser so!
  • Dein Partner hat sich in der Zwischenzeit in der OP-Schleuse sterile OP-Kleidung anziehen können, und sieht darin sicher merkwürdig aus.
  • Jemand rasiert den Schambereich und desinfiziert Deinen Bauch, vielleicht fühlt sich das kalt an.
  • Du bekommst vielleicht – falls nicht schon vorhanden – einen Zugang für Infusionen in die Vene gelegt und wirst an ein paar Geräte angeschlossen, die Deine Vitalzeichen überwachen.
  • Den Schnitt spürst Du nicht, er wird sehr weit unten an Deinem Bauch ausgeführt, später ist er unter Schamhaar und der Unterhose versteckt.
  • Wenn das Baby aus dem Bauch geholt wird, spürst Du vielleicht ein vermindertes Druckgefühl am Bauch und schon wenig später wird Dir Dein Baby gereicht.
  • Wenn es Deinem Baby gut geht, dann könnt Ihr nun kuscheln und Euch freuen, während das OP-Team den Schnitt schließt. Geht es dem Baby nicht so gut, wird es vielleicht medizinisch kurz versorgt (z.B. abgesaugt) oder verlegt. Du kannst Deinen Partner mit dem Baby schicken, wenn Du Dich dann ruhiger fühlst. Vertraue darauf, dass diese Situation nur vorübergehend und zum Wohl Eures Kindes ist.
  • Was am Ende am wichtigsten ist: Dem Baby geht es gut, Dir geht es gut!

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Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

Größe: 35 cm vom Scheitel bis zum Steiß bzw. 48 cm vom Scheitel bis zur Ferse

Gewicht: ca. 2800 g

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

8 Prozent Fett hat Dein Baby jetzt angesetzt und es sollen etwa 15 Prozent bis zur Geburt werden. Es trainiert seine Lunge, indem es Fruchtwasser ein und aus atmet, als wäre es Luft. Die Lanugo-Behaarung ist weitgehend ausgefallen und durch kleine Härchen ersetzt worden. Sein Magen-Darm-Trakt produziert Mekonium, welches aus Fruchtwasser, abgestorbenen Zellen, Gallenfarbstoff und abgestoßenen Lanugo-Haaren besteht. In den ersten zwei Tagen nach der Geburt wird Dein Baby das dunkel bis grünliche Mekonium (auch „Kindspech“ genannt) über den Darm ausstoßen.

Dein Baby ist jetzt fertig und könnte geboren werden, doch jeder Tag mehr im Bauch, gibt ihm Zeit für weitere Verknüpfungen im Gehirn und für noch etwas mehr Körperfett. Außerdem erhält es jetzt wichtige Abwehrstoffe aus Deinem Körper, die es in den ersten Tagen nach der Geburt schützen sollen.

Was kannst Du in der 37. SSW tun?

Ernährung

Besonders jetzt ist es wichtig, noch ausgewogen und gesund zu essen. Über Deine Ernährung erhalten Dein Körper und Babys Körper die notwendigen Stoffe und die nötige Energie für eine Geburt. Denn egal wie kurz oder lang die Geburt dauern wird, sie wird in jedem Fall für beide Körper anstrengend und kräftezehrend.

Formulare vorbereiten

Die Anträge für Kindergeld, Elterngeld und evtl. weitere Leistungen solltest Du Dir schon vor der Geburt holen und so weit ausfüllen, wie es möglich ist. Mit dem Baby auf dem Arm und mit wenig Schlaf, wirst Du kaum Ruhe haben, Dich mit Beamtendeutsch und Zettelkram auseinanderzusetzen, geschweige denn die erforderlichen Nachweise zusammenzutragen. Erledige das jetzt und Du wirst später froh darüber sein! Um eine Idee zu haben, wie viel Elterngeld Euch zusteht, lass dies den Elterngeld-Rechner ermitteln.

Väter-Kalender: sein Schwangerschaftskalender in der 37. SSW