40. SSW (Schwangerschaftswoche): 7 Tage bis zum Entbindungstermin

40. SSW: Dein Baby ist jetzt praktisch fertig

Fühlst Du Dich wie eine tickende Bombe, die jederzeit hochgehen kann? Wenn Du jetzt noch nicht im Kreißsaal bist und sämtliche Anzeichen einer bevorstehenden Geburt fehlen, solltest Du jetzt nicht die Nerven verlieren – es ist noch kein Kind drin geblieben! Zu Beginn der 40. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 7 Tage, man spricht von SSW 39 +0

40. SSW: Dein Baby ist so groß wie eine Wassermelone
©Shutterstock

Dein Körper in der 40. SSW

Dein Bauch

Vom Bauchnabel an gemessen, reicht dein Uterus nun zwischen 16 cm und 20 cm in die Höhe und das kannst Du deutlich spüren. Du fühlst Dich wahrscheinlich „reif“ für die Entbindung.

Schwangerschaftsbeschwerden

Geplatzte Fruchtblase

Wenn jetzt plötzlich eine warme Flüssigkeit die Beine herunter läuft, dann ist das vermutlich kein Urin, sondern Fruchtwasser. D.h., die Fruchtblase ist geplatzt und das Fruchtwasser läuft in mehr oder weniger großer Menge aus Dir heraus. Wenn Du nicht weißt, ob Dein Baby schon tief im Becken liegt und mit seinem Kopf den Muttermund abdichtet, dann solltest Du Dich jetzt unbedingt sofort hinlegen und für einen liegenden Transport (Krankentransport anrufen) in die Klinik sorgen, um sicherzugehen, dass die Nabelschnur nicht unter Babys Köpfchen rutscht oder ein Arm oder Bein in die Öffnung rutscht.

 

Sollte der Frauenarzt Dir gesagt haben, dass der Kopf des Babys schon tief im Becken ist und den Muttermund abdichtet, kannst Du normal ins Krankenhaus gefahren werden. Meist stellen sich kurz nach dem Platzen der Fruchtblase die Wehen ein aber in der Entbindungsklinik wird man nun dafür sorgen müssen, dass das Baby in den nächsten 24 Stunden auf die Welt kommt und evtl. einen Wehen-Tropf anschließen, um die Geburt voranzutreiben.

Eine geplatzte Fruchtblase ist an sich nicht schlimm – unter der Geburt würde sie ohnehin platzen – jedoch besteht die Gefahr von eindringenden Bakterien aus dem Vaginalbereich und darum ist es wichtig, das Baby nun bald auf die Welt zu bringen.

Man unterscheidet übrigens

  • vorzeitiger Blasensprung: bevor eine regelmäßige Wehentätigkeit einsetzt
  • frühzeitiger Blasensprung: in der Eröffnungsphase der Geburt (häufig)
  • rechtzeitiger Blasensprung: während der Austreibungsperiode, nachdem der Muttermund vollständig geöffnet ist
  • verspäteter Blasensprung: nachdem der Kopf geboren wurde, in der letzten Phase der Presswehen
  • hoher Blasensprung: Platzen im Geburtskanal, der vordere Teil der Fruchtblase vor dem Kopf des Kindes ist noch intakt

Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

Größe: ca. 51 cm vom Scheitel bis zur Ferse

Gewicht: ca. 3500 g

 

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Wenn die Berechnung Deiner Schwangerschaft korrekt ist, dann ist Dein Baby zu diesem Zeitpunkt praktisch fertig für die Geburt und ein Leben außerhalb des Uterus. Es wird sich aber in den kommenden Wochen und Monaten weiter entwickeln. Anders, als die meisten anderen Säugetiere, kommen Menschenkinder unfertig auf die Welt: Sie können sich weder selbstständig fortbewegen, noch selbstständig Nahrung erhalten. Sie sind vorerst komplett auf den Schutz und die Versorgung durch die Mutter angewiesen. Damit dies sichergestellt wird, sind Babys mit einem gut funktionierenden Schreien ausgestattet.

Im ersten Lebensjahr reift das Baby so weit heran, dass es kommunizieren lernt, sich zunehmend selbstständig fortbewegt und die Welt mehr und mehr mit seinem Gehirn verarbeiten und darauf reagieren kann. Bewusste Handlungen werden entstehen: Erstes Lächeln, Greifen, Brabbeln, Richtungsschauen bei Geräuschen, sich drehen, robben, krabbeln, laufen, Nahrung verdauen können … die vollständige Reifung eines Menschen erfolgt außerhalb des Mutterleibs und der größte Teil davon passiert im ersten Lebensjahr. Bei vielen Kindern macht sich das in Form von Wachstumsschüben bemerkbar.

Was kannst Du in der 40. SSW tun?

Während sich bei einigen Frauen die Geburt schon bald ankündigt, warten andere noch vergeblich auf erste Anzeichen, geschweige denn Wehen. Wenn bei Dir im CTG keine Wehentätigkeit zu sehen ist, der Muttermund vollständig geschlossen ist, dann verliere nicht den Mut. Dies ist nur eine Momentaufnahme und es kann sich jederzeit alles ändern. Manche Frauen berichten, dass am Vormittag beim Frauenarzt noch alles gegen eine baldige Geburt sprach und noch am selben Tag wurde das Baby geboren – Überraschung!

„Bist du noch zu Hause?“ – wenn jetzt im 3-Minuten-Takt das Telefon klingelt oder SMS-Nachrichten eingehen, weil jeder wissen möchte, ob es schon losgeht, dann kann das sehr anstrengend sein – besonders wenn die Nerven durch Schlafmangel und Nervosität gerade blank liegen. Wenn es Dich stört, dann vereinbare, dass Du mit einer Person in Kontakt bleibst und diese den aktuellen Stand der Dinge an alle weiter leitet.

Die Kliniktasche ist sicher schon seit Wochen gepackt. Denke aber auch an die Dinge, die in letzter Minute noch eingepackt werden müssen: Handy, evtl. iPad, Kindle o.ä., Brille bzw. Kontaktlinsen samt Zubehör, Zahnbürste, Deo Haarbürste, … mach Dir eine kleine Liste, dann bist du ruhiger.

Väter-Kalender: sein Schwangerschaftskalender in der 40. SSW