7. Schwangerschaftswoche (7. SSW): Die Hosen werden enger

7. SSW: Erste Gesichtszüge entstehen

In der 7. SSW passiert alles wie im Zeitraffer: Herz, Leber, Lunge – alles bildet sich und beginnt zum Teil schon zu arbeiten. Dein Baby verdoppelt seine Größe und manche Frauen spüren schon Dehnungsschmerzen im Unterleib. Zu Beginn der 7. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 34 Wochen bzw. 238 Tage und man spricht von SSW 6 +0

 

Dein Körper in der 7. SSW

Dein Bauch

Die Hosen werden jetzt enger und vielleicht, wenn du sehr schlank bist, ist unterhalb deines Bauchnabels schon eine kleine Wölbung zu erkennen. Schnapp Dir unbedingt ein Maßband und miss einmal um deinen Bauch herum. Miss am Besten auf Höhe des Bauchnabels und notiere deinen aktuellen Umfang. Wiederhole diese Maßnahme regelmäßig und beobachte, wie der Bauch von Woche zu Woche wächst!

Schwangerschaftsbeschwerden:

Kopfschmerzen

Das erhöhte Blutvolumen, welches jetzt durch deinen Körper transportiert wird, verursacht bei einigen Frauen Kopfschmerzen. Bevor du über Schmerzmittel nachdenkst, denke daran, dass dein Ungeborenes gerade in den ersten Wochen besonders empfindlich ist. Halte zuerst Rücksprache mit deinem Frauenarzt.

Ziehen im Unterleib

Manche Frauen spüren ein Ziehen in der Leistengegend oder haben Schmerzen, ähnlich wie bei der Menstruation. Die Ursache kann in der dehnung der Mutterbänder liegen. Manche Frauen spüren es bereits in den ersten Schwangerschaftswochen, bei anderen treten diese Beschwerden erst zu Beginn des zweiten Schwangerschaftsdrittels auf.

Sodbrennen

Fast 25 Prozent aller Schwangeren haben Sodbrennen schon in der Frühschwangerschaft. Wenn Du auch betroffen bist, kannst Du versuchen, lieber viele kleine Mahlzeiten statt wenige große zu Dir zu nehmen. Verzichte auch auf Getränke mit Kohlensäure, fettige Speisen und Süßigkeiten. Lege Dir ein Kissen mehr ins Bett, so dass der Oberkörper erhöht liegt.

Ein altes Hausmittel ist ein Teelöffel Honig nach jeder Mahlzeit oder du versuchst es mit Kaugummi kauen bis ca. eine halben Stunde nach dem Essen.

21 Tipps gegen Sodbrennen in der Schwangerschaft

Wie sich dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist dein Baby jetzt?

Dein Baby misst jetzt etwa 0,5 cm und bis zum Ende der Woche etwa 1 cm – es ist dann also ungefähr so groß wie eine Blaubeere. Ärzte messen diese „Sitzhöhe“ (Scheitel-Steiß-Länge = SSL), um frühzeitig das Wachstum des Babys zu verfolgen (die Beine wären schwer zu messen, da meist angewinkelt).

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Erste Gesichtszüge entstehen: Kleine Höhlen, die zu Augen werden und Mund und Zunge beginnen sich zu bilden. Um den kleinen Körper entsteht eine feine dünne Hautschicht. Am Ende der Arme bilden sich Ansätze von Handflächen. Bis Ende der nächsten Woche werden sich sogar schon kleine Fingeransätze gebildet haben. Diese sind zu diesem Zeitpunkt aber noch miteinander verbunden – wie Schwimmhäute.

Grundlagen für die Retina (Netzhaut) und die Linse der Augen werden jetzt entstehen.

Große Veränderungen passieren nun auch im Gehirn des Embryos. Seine Zellen teilen sich weiter in drei Sektionen auf:

  • Das Vorderhirn (beherbergt die Persönlichkeit): Dort werden später Probleme gelöst und die Fülle an Sinnenwahrnehmungen (Gerüche, Geräusche, …) gesammelt.
  • Das Mittelhirn: Dort werden Informationen koordiniert und in den Körper ausgesendet.
  • Das Hinterhirn: Verantwortliche für die Regulation des Herzens, der Atmung, der Muskelbewegungen.

Alle drei Teile arbeiten miteinander.

Im Herzen haben sich eine recht und eine linke Herzkammer gebildet. Diese Kammern sind noch durch das „Foramen Ovale“ verbunden, welches sich erst bei der Geburt verschließt. Verdauungsorgane bilden sich und kleine Bronchien für die Lungen entstehen.

Die Leber hat sich geformt und produziert bereits rote Blutkörperchen. Unter der Haut sind jetzt kleine Blutgefäße sichtbar.

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Was kannst du tun?

Weiterhin kannst du für dein Baby viel tun, indem du es in seiner Entwicklung durch deine gesunde Ernährung unterstützt. Gib ihm und deinem Körper alle notwendigen Nährstoffe und somit den benötigten Baustoff für eine gesunde Entwicklung. Achte auch auf ausreichend Vitamin D (z.B. durch Sonnenlicht und Fischöl), denn eine Studie vom Januar 2014 hat gezeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Vitamin-D Mangel in den ersten 26 Schwangerschaftswochen und einem erhöhten Risiko einer Eklampsie (Schwangerschaftsvergiftung) gibt. Lies mehr darüber hier >>

Falls noch nicht geschehen: Beginne ein Schwangerschaftstagebuch und halte darin fest, wie deine Schwangerschaft verläuft. Schreibe auf was du gedacht und gefühlt hast, als der Test positiv war, wie der erste Besuch beim Frauenarzt verlief und was dein Partner zur guten Nachricht sagt.

Foto-Idee für einen persönlichen Schwangerschaftskalender: Stelle dich vor eine Tafel oder halte eine in der Hand und schreibe darauf die Schwangerschaftswoche. Mache damit ein Foto von dir und dem Bauch im Ganzkörper-Profil. Wiederhole dieses Bild Woche für Woche an der gleichen Stelle und schließlich mit dem Baby.