8. Schwangerschaftswoche (8. SSW): Der Bauch wächst

8. SSW: Augen, Ohren und Nase entwickeln sich

Dein Körper leistet in der 8. SSW Schwerstarbeit und dein Baby bereitet sich darauf vor, eines Tages aus zwei strahlenden Augen zu schauen. Welche Augenfarbe es wohl haben wird? Zu Beginn der 8. Schwangerschaftswoche sind es bis zum Entbindungstermin (ET) noch: 33 Wochen bzw. 231 Tage, man spricht von SSW 7 +0

 

Dein Körper in der 8. SSW

Dein Bauch

Dein Bauch ist nun bereits ein wenig gewölbter als in der Vorwoche – es sei denn, du leidest unter starker Übelkeit und hast abgenommen.

Besonders in der Zweiten und in nachfolgenden Schwangerschaften wächst der Bauch viel schneller und deutlicher als in der ersten Schwangerschaft.

Miss deinen Bauchumfang und notiere ihn in einem Tagebuch, so kannst Du mit anderen Schwangeren und mit späteren Schwangerschaften vergleichen.

Lies auch: Wann wächst der Bauch …

Vorsorgeuntersuchungen

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten für die vorgeburtlichen Untersuchungen gemäß den Mutterschaftsrichtlinien und bei Risikoschwangerschaften auch die Kosten für vorgeburtliche Diagnostik wie Fruchtwasseruntersuchungen, Feinultraschall etc..

Mit Ausnahme der Ultraschalluntersuchungen kann die Vorsorgeuntersuchung auch von einer Hebamme anstatt von einem Arzt durchgeführt werden. Der Vorteil ist oft, dass Hebammen sich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen können und viele Fragen rund um Schwangerschaft, Beschwerden und Geburt ausführlicher beantworten. Je nach Leistungsangebot der Hebamme kann diese bis zur Geburt und Nachsorge begleiten, somit ist die Zeit der Vorsorge eine gute Gelegenheit, um sich besser kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen. Es lohnt sich, rechtzeitig nach einer passenden Hebamme zu schauen – manchmal gibt es Wartelisten. Führe vorab ein kurzes Telefonat oder persönliches Vorgespräch, um zu prüfen, ob sich deine Vorstellungen mit ihrem Angebot decken und ob Ihr auf der gleichen Wellenlänge seid.

Eine Liste mit regionalen Hebammen erhältst du im Kreißsaal Deines Krankenhauses oder auf der Seite des Hebammen-Landesverbands Deines Bundeslandes.

Schwangerschaftsbeschwerden

Bist du ständig aus der Puste? Kein Wunder, denn Dein Stoffwechsel hat sich um 10 – 25 Prozent erhöht und Dein Körper leistet mehr als jemals zuvor. Gehe alles ein wenig langsamer an, mache Pausen und ruh Dich aus, wenn Du müde bist. Dein Körper wird sich in einigen Wochen auf diese Veränderung eingestellt haben und dann wird für einige Wochen alles wieder leichter sein.

Auch wenn du vielleicht von der lästigen Schwangerschaftsübelkeit verschont geblieben bist: Viele Frauen haben in der Schwangerschaft einen veränderten Geschmackssinn. Dinge die bisher köstlich waren, können nun schon beim Gedanken daran echten Ekel auslösen, und andere Dinge sind plötzlich so lecker, dass sie sofort konsumiert werden müssen. Dabei muss es sich nicht immer um saure Gurken handeln – vom Mandelhörnchen bis zum Zitronensaft kann es praktisch jedes Nahrungsmittel treffen und auch ständig wechselnde Gelüste sind normal.

Deine Hormone würfeln vielleicht weiterhin deine Stimmungslage durcheinander: von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt ist nun alles drin. Auch Gefühle von Angst und Unsicherheit sind normal und gehören (wie in der Vorwoche bereits beschrieben) dazu.

Kopfschmerzen und Migräne

Manche Frauen leiden in der Schwangerschaft weniger unter Kopfscherzen und Migräne als sonst, andere dafür umso mehr. Medikamente sind zu vermeiden und tatsächlich helfen viele natürliche Mittel und Maßnahmen ebenso gut. Massagen im Nacken, feuchte Tücher oder eine Prise Ingwer in heißem Wasser aufgelöst und getrunken wirken oft Wunder. Akupunktur ist eine Maßnahme, die vielen Frauen hilft. Wenn Du besonders nach einigen Nahrungsmitteln mit Kopfschmerzen reagierst, versuche diese zu meiden.

Wie sich Dein ungeborenes Baby entwickelt

Wie groß ist Dein Baby jetzt?

Dein Baby misst vom Scheitel bis zum Steiß nun 1,5 bis knapp 2 cm. Es ist nun etwa so lang wie eine Limabohne bzw. so groß wie eine Himbeere.Es ist im Uterus gut aufgehoben und schwebt dort in der ständig mitwachsenden Fruchtblase. Die Nabelschnur versorgt es weiterhin mit allem, was es braucht, deine Plazenta produziert hierfür eifrig Nahrung aus deinem Blut.

Was in dieser Woche wächst und sich entwickelt

Zu diesem Zeitpunkt wird der Embryokörper etwas gerader, doch sein Kopf ist noch immer überproportional groß. Dies wird auch noch nach der Geburt der Fall sein: Der Kopf eines Neugeborenen macht mehr als ein Viertel der Körperlänge aus. Beim Erwachsenen ist es nur ein Achtel.

Die Speiseröhre formt sich in dieser Woche und rechts und links bilden sich Ansätze der Lunge. Doch es soll noch viele Monate dauern, bis diese Lunge ihre ersten Atemzüge nimmt.

Die Augen wandern nun an die Stelle im Gesicht, wo sie später sein sollten, Falten für Augenlider entstehen und auch die Nervenzellen im Auge bilden sich. Ist dieser kleine, süße Knubbel dort in der Mitte etwa die Nase? Richtig, Ohren und Nase sind schon platziert und gewinnen bald an Länge und Form. Auch die Arme und Beine werden länger und Ansätze der Finger und Zehen sind erkennbar.

Die Haut deines Babys ist übrigens durchsichtig, denn es hat noch keine Fettschicht darunter. Die Plazenta versorgt es bereits mit einigen Nährstoffen aber eine vollständige Versorgung findet noch nicht statt.

Was kannst Du tun?

Das Letzte, was du nun und in den kommenden Wochen gebrauchen kannst, sind Infektionen des Unterleibs – sie können leicht zu Fehl- und Frühgeburten führen. Durch die körperlichen und hormonellen Veränderungen neigen viele Frauen nun verstärkt zu Harnwegsinfekten und vaginalen Pilzinfektionen. Um diese zu verhindern, solltest du auf ausreichende (aber nicht übertriebene) Hygiene achten und auf Unterwäsche umsteigen, die aus Baumwolle besteht. Hast du verstärkten Ausfluss, dann achte bei Slipeinlagen darauf, dass sie atmungsaktiv sind.

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