Schwangerschaft - erste Anzeichen und erste Schritte

schwangerschaftssymptome
Fragst Du Dich gerade, ob der akute Magen-Darm-Infekt in neun Monaten einen eigenen Namen bekommt oder vielleicht doch nur eine Magenverstimmung hinter Deiner Übelkeit steckt?
Manchmal ist es für den Schwangerschaftstest noch zu früh oder er ist nicht eindeutig bzw. Du misstraust dem Ergebnis. Dann wird Dir die Frage "Bin ich schwanger" vermutlich keine Ruhe lassen. Hier sind unsere wichtigsten Infos und weiterführende Artikel rund um die Feststellung einer Schwangerschaft und die ersten wichtigen Schritte, wenn sie sich bestätigt.

Bin ich schwanger?

Die meisten Schwangerschaften sind geplant und vielleicht sogar lang ersehnt. Dann ist das Ziehen im Bauch oder Ausbleiben der Regel sicher sehr willkommen. Andere Frauen hingegen haben nicht damit gerechnet und müssen sich mit diesem Gedanken erst einmal auseinandersetzen.
Doch egal, in welche Richtung sich das Kopfkarussell dreht, man muss zunächst feststellen, ob überhaupt eine Schwangerschaft vorliegt. Es gibt viele Gründe, die eine Zyklusverschiebung und somit das Ausbleiben der Regel verursachen können: Die Einnahme von Medikamenten, Stress, eine kürzlich durchlebte Krankheit, eine Reise in eine andere Zeitzone oder einfach eine Laune der Natur ... manchmal hat der Eisprung einfach später stattgefunden und dementsprechend kommen dann die Tage später - oder aber auch gar nicht.

 

Erste Anzeichen einer Schwangerschaft

Man unterscheidet zwischen den sicheren und den unsicheren Anzeichen einer Schwangerschaft. Unsichere Anzeichen sind z.B. Symptome wie Übelkeit, Ziehen im Bauch usw. - also gefühlte Schwangerschaftszeichen, die auch andere Ursachen haben könnten. Sichere Anzeichen einer Schwangerschaft sind z.B. ein Ultraschallbild oder erkennbare Kindsbewegungen (etwa um die 20. SSW).
Bis zum eindeutigen Nachweis per Ultraschall muss die Schwangere mindestens in der 6. SSW sein, damit man überhaupt etwas sehen kann. In der Zwischenzeit gilt es, die Symptome richtig zu deuten und nach Ausbleiben der Regel einen Schwangerschaftstest zu machen.

Ein Urin-Schwangerschaftstest wird meist erst nach Ausbleiben der Menstruation sicher und bis dahin kann nur ein Bluttest Auskunft geben oder man deutet die Anzeichen für eine Schwangerschaft, die der Körper aussendet. Die bekanntesten Schwangerschafts-Symptome sind wohl "Übelkeit (mit und ohne Erbrechen), Ziehen in den Brüsten bzw. empfindlichere Brüste und das Ziehen im Unterleib". Einige Symptome kommen aber auch oft im Vorfeld der Menstruation vor.

Weiteren Anzeichen, die für eine Schwangerschaft sprechen >>

 

Welcher Schwangerschaftstest und wann?

 

Es gibt im Wesentlichen drei Möglichkeiten, eine Schwangerschaft nachzuweisen: den Bluttest, den Urin-Schwangerschaftstest und die Ultraschall-Untersuchung. Nicht jede Methode ist zu jedem Zeitpunkt anwendbar.

Bluttest:

Das Hormon HCG (Hormon Human Chorion Gonadotropin) kann schon 12 Tage nach dem Eisprung im Blut nachgewiesen werden. Ein früher Nachweis ist z.B. sinnvoll, wenn eine Schwangerschaft für Röntgenuntersuchungen, Medikamenteneinnahme oder Operationen ausgeschlossen werden muss. Der Bluttest kann sowohl vom Frauenarzt, als auch von einem Allgemeinarzt durchgeführt werden, das Ergebnis ist in den ersten Schwangerschaftsmonaten zuverlässig. Allerdings sinkt der HCG-Wert nach dem 3. Schwangerschaftsmonat deutlich ab und kann etwa nach der 20. Schwangerschaftswoche (SSW) nicht mehr nachgewiesen werden. Somit kann bei einer spät überprüften Schwangerschaft ein falsch negatives Ergebnis entstehen.

Urin-Schwangerschaftstest:

Urin-Tests sind allgemein bekannt. Auch hier wird das Hormon HCG nachgewiesen, jedoch ist der Nachweis im Urin erst später möglich als bei einem Bluttest. Die meisten Tests zeigen erst nach dem Ausbleiben der Menstruation ein zuverlässiges Ergebnis an. Ist der Test kurz nach Ausbleiben der Regel negativ, kann es sinnvoll sein, nach ein paar Tagen einen erneuten Test durchzuführen, da sich der Zyklus verschieben kann und man somit nie mit Sicherheit weiß, ob der Eisprung und somit die Menstruation zu einem späteren Zeitpunkt stattgefunden hätten. Wie auch beim Bluttest, ist der Schwangerschaftsnachweis nach dem vierten Monat kaum mehr möglich, da dann der Wert des HCG bereits zu sehr gesunken ist, um im Urin nachgewiesen zu werden.

Ultraschall-Untersuchung:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und wenn im Ultraschall ein Embryo zu sehen ist, dann besteht an der Schwangerschaft kein Zweifel mehr. Jedoch ist die Sichtung im Ultraschall meist erst ab der 6. Schwangerschaftswoche möglich, somit eignet sich diese Methode nicht zur frühen Feststellung einer Schwangerschaft, ist aber im weiteren Verlauf ein sicherer Nachweis und kann darüber hinaus auch Auskunft geben, ob die Einnistung an der richtigen Stelle stattgefunden hat und sich der Embryo richtig entwickelt.

 

Schwangerschaftstests richtig anwenden

Ist das ein Strich oder eine Verdunstungslinie? Schwangerschaftstests können ganz schön schwer zu lesen sein, und ob der zweite Strich nach fünf Minuten erst erscheint und dennoch eine Schwangerschaft anzeigt oder ob auch eine leichte Verfärbung als positiv zu sehen ist, sind häufige Fragen. Auch der richtige Zeitpunkt für die Anwendung des Tests ist oft unklar. Es gibt auf dem Markt sogenannte Frühtests, einige davon versprechen schon vor dem Ausbleiben der Regel ein zuverlässiges Ergebnis. Die Erfahrungen unserer Userinnen zeigen jedoch, dass die meisten Tests erst einige Tage nach dem Ausbleiben der Menstruation das richtige Ergebnis anzeigen. Bis dahin sind zumindest negative Testergebnisse zunächst mit Vorsicht zu genießen. Ist ein Test jedoch positiv, gibt es kaum einen Zweifel. Das Hormon HCG kommt bei gesunden Frauen nur im Fall einer Schwangerschaft im Körper vor. Die Einnahme der Antibaby-Pille beeinflusst einen Schwangerschaftstest übrigens nicht. Um Anwendungsfehler auszuschließen und zu einem möglichst sicheren Ergebnis beim Schwangerschaftstest zu gelangen, hilft Dir unser Artikel rund ums Thema Schwangerschaftstests.

 

Schwangerschaftstest negativ, trotz Symptome

Der Test ist negativ aber die Übelkeit bleibt, auch das Ziehen im Unterleib will nicht verschwinden? Vielleicht ist der Test zu früh angewendet worden, weil sich der Zyklus verschoben hat und der Eisprung später stattfand als gedacht. Dann sollte man nach einigen Tagen einen erneuten Urin-Test durchführen. Es gibt zudem auch viele andere Ursachen, die Symptome einer Schwangerschaft hervorrufen. Mangelerscheinungen, Erkrankungen und andere Ursachen können hinter den Anzeichen stecken, hier eine Checkliste: "Bin ich schwanger oder krank?" >>

 

Ein anderer Grund für einen falsch positiven Test kann eine bereits fortgeschrittene Schwangerschaft sein. Nach 12 SSW sinkt der Wert des Hormons ß-HcG wieder - nach der 20. SSW ist ein Test möglicherweise negativ, weil der Wert des Hormons HCG dann schon unter die messbare Grenze gesunken ist. Auch ist bei einer Frau, die erstmals schwanger ist, der Bauch zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch nicht sehr ausgeprägt oder fällt wegen Übergewicht nicht auf, so dass man nicht gleich Verdacht schöpft. Spürbare Tritte des Kindes werden dann vielleicht als Blähungen oder Darmbewegungen fehlinterpretiert.

 

Wichtig ist, dass man bei anhaltenden Schwangerschafts-Symptomen und zugleich negativen Testergebnissen den Frauenarzt aufsucht. Mit Ultraschall kann dann geprüft werden, ob eine Schwangerschaft vorliegt oder ob es andere Ursachen gibt.

 

Grundsätzlich sollte man bei einem Verdacht auf eine Schwangerschaft sein Verhalten sofort anpassen, als wäre die Schwangerschaft bereits nachgewiesen: Verzicht auf Alkohol, Nikotin und evtl. auch Medikamente, Finger weg von schädlichen Chemikalien (dazu gehören auch z.B. Latex-Farben), keine rohen Eier, Fleisch- oder Käseprodukte essen, einen Bogen um das Katzenklo machen und bei Gartenarbeit Handschuhe tragen (wegen der Gefahr von Toxoplasmose).

Besonders in der Frühschwangerschaft können durch schädliche Einflüsse Fehlentwicklungen von Organen oder gar Fehlgeburten entstehen.
Eine Übersicht der möglichen Schädigungen findest Du hier >>

 

Welche SSW? Schwangerschaftswoche berechnen

Der Test ist positiv, aber in welcher Schwangerschaftswoche bin ich und wann ist der voraussichtliche Geburtstermin? Beginnend mit dem ersten Tag der letzten Regel wird die SSW berechnet aber es gibt auch andere Methoden zur Berechnung der Schwangerschaftswoche und des Entbindungstermins. Diese sind beispielsweise nötig, wenn die letzte Menstruation nicht mehr bekannt ist oder durch Zyklusstörungen mehrere Monate zurück liegt und nicht zur Berechnung verwendet werden kann.

Neben verschiedenen Berechnungsmethoden kann außerdem der Frauenarzt durch das Messen des Kopfumfangs, der Körpergröße und später auch des Oberschenkelknochens das Alter des Embryos bzw. Fötus ziemlich genau eingrenzen, und so den voraussichtlichen Geburtstermin berechnen.

 

Berechnung der Schwangerschaftswoche und des Geburtstermins >>

 

Schwangere in Not

Eine ungeplante Schwangerschaft kann eine Frau ganz schön in Bedrängnis bringen. Auch Gewalt in der Partnerschaft, eine Teenager-Schwangerschaft oder die Feststellung einer Erkrankung des ungeborenen Kindes sind häufige Gründe für Schwangerschaftskonflikte.

Nicht nur die Frage, ob man es behalten soll oder nicht, kann dann im Raum stehen, sondern auch Sorgen um die berufliche Zukunft, finanzielle Sicherheit, die Partnerschaft bzw. die Reaktion von Verwandten und Freunden.

Beratungsstellen wie z.B. Pro Familia sind dann erfahrene Anlaufstellen, die über Hilfeleistungen Auskunft geben und Schwangere oder Paare psychologisch unterstützen.

Auch betreute Wohnangebote für minderjährige Schwangere gibt es.

 

Wohin man sich wenden kann, wenn die Schwangerschaft mit einer Notlage verbunden ist >>

 

Schwangerschaft und Arbeitsrecht

Liegt eine Schwangerschaft vor, hat die Frau Kündigungsschutz. Zudem greift das Mutterschutzgesetz, welches z.B. zusätzliche Pausen vorsieht, die Anzahl, der hintereinander gearbeiteten Tage begrenzt und Nachtarbeit verbietet. Je nach Beruf können weitere Regelungen das Arbeitsleben verändern. In manchen Fällen ist auch ein Berufsverbot auszusprechen, um das Leben bzw. die Gesundheit des ungeborenen Kindes zu schützen. Sollten während der Schwangerschaft Komplikationen wie vorzeitige Wehen oder Blutungen auftreten, kann es nötig sein, die Schwangere für einige Zeit oder sogar für den Rest der Schwangerschaft krankzuschreiben. Die Entscheidung trifft hierbei der Frauenarzt.

Wer in der Schwangerschaft noch in der Probezeit ist, profitiert ebenfalls vom Kündigungsschutz.

Anders sieht es aus, wenn die Schwangere in einem befristeten Arbeitsverhältnis ist: Mit Auslaufen des befristeten Vertrags endet dann das Beschäftigungsverhältnis trotz der Schwangerschaft, sofern der Arbeitgeber nicht zu einer Verlängerung bereit ist.

 

Sollte eine Kündigung bereits ausgesprochen worden sein, die betroffene Frau kurze Zeit später aber eine Schwangerschaft feststellen, so wird die Kündigung nach dem Mutterschutzgesetz noch innerhalb einer bestimmten Frist ungültig.

 

Schwangerschaftskalender

Es ist also tatsächlich eine Schwangerschaft - Herzlichen Glückwunsch! Spannende Zeiten stehen bevor und Körper und Psyche befinden sich nun unter dem Einfluss von (Schwangerschafts-) Hormonen. Im Bauch wächst nach und nach ein neuer Mensch heran, jeden Tag entstehen neue Zellen, neue Funktionen und bald wird aus zwei kleinen Zellen ein Miniatur-Mensch zu erkennen sein, der in Deinem Bauch Purzelbäume schlägt.

Erfahre nun jede Woche, was gerade im Bauch passiert und wie sich Dein Körper verändert, was jetzt wichtig ist und wie Du Dich auf das Leben mit einem Kind vorbereitest. Du kannst den Schwangerschaftskalender von Hallo-Eltern.de hier einsehen oder Dir wöchentlich zuschicken lassen.

 

Registriere Dich in wenigen Schritten bei Hallo-Eltern.de und abonniere dabei Deinen persönlichen Schwangerschaftskalender. Unser Schwangerschaftskalender und Online-Angebot ist natürlich kostenlos!

 

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