Augenfarbe Baby: Wie wird die Augenfarbe vererbt?

Augenfarbe Baby: Wie wird die Augenfarbe vererbt?

Ist es möglich, schon im Vorfeld herauszufinden, welche Augenfarbe dein Baby bekommt, noch bevor es das Licht der Welt erblickt? Nach welchem Schema wird die Augenfarbe vererbt? Wir verraten dir, auf was du achten musst!

Ein Mädchen hält sich ein Blatt vor das Gesicht
©Gabby Orcutt via Unsplash

Die Augenfarbe wird von mehreren verschiedenen Genen beeinflusst. Wäre es anders, gäbe es nur drei Augenfarben: braun, blau und grün. Tatsächlich aber gibt es Menschen mit grünen Augen, die braune Flecken aufweisen oder blau-graue Augen usw. Die Augenfarbe weist also viele verschiedene Schattierungen und Musterungen auf und manche Menschen haben sogar an jedem Auge eine andere Farbe. Immer häufiger wird daher die Iris zur Identifikation von Menschen benutzt. Dunkle Augen enthalten viel Melanin (dunkles Pigment) und blaue Augen wenig. Verschiedene Gene sind für die Vererbung der Menge an braunen Pigmenten verantwortlich. Es gibt so viele Variationen, dass es durchaus möglich ist, dass Eltern mit blauen Augen Nachwuchs mit braunen Augen bekommen – damit hat der Postbote oder der Gärtner dann aber für gewöhnlich nichts zu tun! Also kein Anlass für einen Gentest.

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Augenfarbe der Eltern

Welche Augenfarbe dein Baby bekommt, hängt – wie hätte man es anders erwartet – von der Augenfarbe der Eltern ab. Dabei gibt es dominant vererbte und rezessiv, also nicht-dominant vererbte Augenfarben. Im Folgenden zeigen wir dir, welche Augenfarbe dein Baby unter welchen Bedingungen bekommen wird.

Die Eltern haben die gleiche Augenfarbe

Haben Vater und Mutter, die gleiche Augenfarbe, dann stehen die Chancen hoch, dass auch das Baby ihre Augenfarbe vererbt bekommt. Die Verteilung ist dabei wie folgt:

Mama und Papa haben braune Augen, dann bekommt das Baby zu
– 75 Prozent braune Augen
– 19 Prozent grüne Augen
– 6 Prozent blaue Augen

Haben die Eltern blaue Augen, dann bekommt das Baby zu
– 99 Prozent blauen Augen
– 1 Prozent grüne Augen
– sicher keine braunen Augen

Beide Elternteile haben grüne Augen, dann bekommt ihr Kind zu
– 75 Prozent grüne Augen
– knapp 25 Prozent blaue Augen
– weniger als 1 Prozent braune Augen

Die Eltern haben unterschiedliche Augenfarben

Hier ist besonders die genetische Dominanz entscheidend dafür, welche Augenfarbe dein Baby später haben wird.

Blau und Grün:

Hier stehen die Chancen 50-50, dass euer Baby entweder blaue oder grüne Augen bekommt. Die braune Variante ist komplett raus.

Blau und Braun:

Die Augenfarbe des Babys wird sich bei der Kombination zu gleichen Teilen zwischen Blau und Braun entscheiden. Dass das Kind grüne Augen bekommt, ist in dieser Variante nicht möglich.

Braun und Grün:

Bei dieser farblichen Mischung der Eltern wird es spannend, denn hier ist theoretisch jede Farbe möglich. Die besten Chancen, seine Augenfarbe zu vererben, hat mit 50 Prozent der braunäugige Elternteil, gefolgt von 38 Prozent des grünäugigen Elternteils. Und auch, wenn keiner der beiden Eltern blaue Augen hat, besteht hierbei immerhin zu 12 Prozent die Chance, dass das Augenfarbe des Babys Blau wird.

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Augenfarbe beim Baby: Die Möglichkeit mehrfarbiger Augen

Wie wir von Freunden und vielleicht aus der Familie wissen, gibt es aber mehr als nur drei Augenfarben. Tatsächlich haben manche Menschen grüne Augen, die braune Flecken aufweisen oder blaugraue Augen und noch viele weitere Farbkombinationen. Die Augenfarbe weist also viele verschiedene Schattierungen und Musterungen auf. Manche Menschen haben sogar unterschiedlich farbige Augen. Diese Erscheinung wird auch als Iris-Heterochromie bezeichnet.

Beim Menschen kommt diese Störung der Pigmentierung jedoch relativ selten vor. Häufig sind weiße oder gescheckte Haustiere davon betroffen.