Papa Bond(ing) - Väter und Ihre Babys

Baby & Papa – Bonding-Tipps für Väter

Mutter und Kind haben schon aus der Schwangerschaft eine enge Bindung, die nach der Geburt durch Stillen und engen Körperkontakt intensiviert wird. Dieser Vorgang ist ganz natürlich und wird von Hebammen bewusst gefördert – man spricht vom „Bonding“. Für Väter ist das Bonding ebenfalls wichtig, nur wird dies leicht vergessen wenn das Augenmerk auf Mutter und Baby liegt. Wie lässt sich das Band zwischen Baby und Vater enger knüpfen? … sind Väter doch biologisch klar im Nachteil und leicht etwas außen vor.

Papa schäft auf der Couch mit seinem Baby auf der Brust
©Twenty20/Elizabeth Cramer

Bindung in der Schwangerschaft

Die Bindung vom Vater zum Kind kann schon in der Schwangerschaft einen Beginn nehmen, indem der werdende Vater die Partnerin so oft wie möglich zu den Ultraschall-Terminen beim Frauenarzt begleitet.

Damit das Baby sich schon im Bauch mit Papas Stimme vertraut machen kann, sollten die werdenden Eltern viel mit einander reden. Väter können Bücher vorlesen, den Bauch streicheln oder mit Öl massieren und die kleinen Tritte und Knuffe beobachten. Ein erster Grundstein ist dann bereits gelegt.

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Väter, die die Zeit vor der Geburt nutzen um einen Babykurs zu absolvieren, sind besser darauf vorbereitet die Bedürfnisse des Babys zu erfüllen. Sie sind sicherer im Umgang mit dem Neugeborenen und können sich dem Baby von Beginn an intensiv und entspannt widmen.

Auch ein soziales Netzwerk aus erfahrenen Vätern ist sinnvoll. Väter können ebenso wie Mütter nach Kontakten zu anderen Eltern Ausschau halten, um sich auszutauschen

 

Bindung nach der Geburt

Je früher der Vater das Baby nach der Geburt in den Armen hält, desto schneller entsteht die Bindung. Natürlich steht aber die Mutter in Sachen Bonding weiter an erster Stelle. Nichts spricht bei einer komplikationslosen Geburt gegen ein gemeinsames Kuscheln zu Dritt!

Ebenso wie die Mutter des Kindes, kann auch der Vater die körperliche Nähe intensivieren indem er sich das nackte Baby (in Windeln) auf den freien Oberkörper legt. Intensiver Hautkontakt und der Geruch des jeweils anderen fördern das Gefühl der Zusammengehörigkeit

 

Wenn es sich einrichten lässt, sollten Väter an den Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt teilnehmen. Dort erfahren sie aus erster Hand alles über den Gesundheitszustand und die Entwicklung ihres Kindes.

Väter die viel Zeit allein mit ihrem kleinen Windelrocker verbringen, entwickeln mehr Eigenständigkeit im Umgang mit ihrem Nachwuchs. Sie sind sicherer und routinierter im Umgang mit dem Baby und entdecken eigene Lösungen für schwierige Situationen. Gleichzeitig wird die Mutter entlastet und kann schneller Vertrauen in die lösungsorientieren Fähigkeiten ihres Partners fassen. Väter und Babys die gelegentlich miteinander allein sind, entwickeln eine besonders enge Bindung zu einander.

Die Elternzeit für Väter bietet eine zusätzliche Möglichkeit, viel Zeit mit dem Kind zu verbringen. Immer mehr Väter nutzen diese Gelegenheit und profitieren langfristig von dieser Zeit.