Schwanger - wann wächst der Bauch

Wann wächst der Babybauch?

Du weißt, dass du schwanger bist und fühlst dich schwanger aber von außen ist noch nichts zu sehen? Da stellt sich natürlich die Frage, wann der Babybauch wächst und man auch von außen etwas sehen kann. Hier erfährst du, wann der Bauch sich wölbt und wie er wächst.

Der Bauch einer Schwangeren
©Pixabay

Viele Schwangere spüren schon in den ersten Wochen Symptome wie Übelkeit, Kreislaufprobleme und Müdigkeit. Weil aber von außen keine Schwangerschaft erkennbar ist, fühlen sie sich manchmal wie Simulantinnen, erwartet man doch „Schwangerschaftswehechen“ erst mit Babybauch. Aber wann wird die erste Bauchbeule sichtbar?

Erste Wölbung

Du kannst es vielleicht gar nicht erwarten, stolz Deinen Babybauch zu zeigen und suchst ungeduldig nach ersten äußerlichen Beweisen Deiner Schwangerschaft.

Zunächst einmal gibt es durch die hormonelle Umstellung bei vielen Frauen schon sehr bald eine gewisse Wölbung zu sehen, die nicht direkt mit dem Baby zu tun hat, sondern damit, dass der Körper mehr Wasser einlagert und sich die Verdauung verändert – nämlich in Form von Blähungen. In den allerersten Wochen ist weder das Baby noch die Gebärmutter groß genug, um eine deutliche Veränderung zu zeigen.

Ab dem zweiten Kind können Schwangere aber mit deutlich früherem Babybauch rechnen als in der ersten Schwangerschaft. Dann ist oft schon ab der 8. Schwangerschaftswoche ein kleines Bäuchlein zu sehen, das sich aber noch problemlos verdecken lässt.

Der Bauch wird endlich sichtbar

Dein Baby wird mit jedem Tag größer und die Gebärmutter passt sich dem an. Die Plazenta wächst immer weiter, um Dein Baby zu versorgen. Fruchtwasser in der Fruchtblase schützt Dein Baby vor äußeren Stößen und trägt ebenfalls zum Volumen bei. Der Babybauch ist also nicht allein „Baby“, sondern auch Teil seiner Ausstattung.

Beim ersten Kind kann man etwa ab der 12. SSW damit rechnen, dass der Bauch sichtbar und fühlbar wird. Dann füllt die Gebärmutter das kleine Becken weitgehend aus und sucht Platz in andere Richtungen.

Diese Veränderung führt dazu, dass der Bauch nun größer wird und die Gebärmutter etwas oberhalb des Schambeins zu ertasten ist. Lies im Schwangerschaftskalender, wo du in der jeweiligen Schwangerschaftswoche dein Baby ertasten kannst.

Ob der Bauch dann aber auch wirklich „sichtbar“ ist, hängt u.a. von der eigenen Statur und Figur ab. Oft ist erst zwischen der 16. SSW und 25. SSW eine Wölbung des Bauches sichtbar. Ab dem zweiten Kind ist die erste Wölbung – wie bereits oben erwähnt – schon etwa ab der 8. Woche zu erwarten.

Generell gilt: Bei Übergewicht kann es schwieriger sein, die Gebärmutter zu ertasten und auch der Babybauch wird vielleicht erst später sichtbar sein.

Untergewichtige Frauen können die Gebärmutter vielleicht besser ertasten und schon früher eine „Beule“ erkennen.

Nicht alle Bäuche wachsen gleich

Wie groß ein Babybauch wird, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Manchen sieht man die Schwangerschaft kaum an, andere Frauen sehen schon im 5.Monat aus als müssten sie bald entbinden. Auch die Bauchform ist verschieden und hängt u.a. vom Becken ab. Das Bindegewebe spielt ebenfalls eine Rolle.

Ein runder oder schmaler Bauch sagt nichts über das Baby oder dessen Geschlecht aus. Selbst von Schwangerschaft zu Schwangerschaft kann der Babybauch unterschiedlich geformt sein und meist wird der Bauch mit jedem Kind etwas größer.

Eine entscheidende Rolle spielt im weiteren Verlauf der Schwangerschaft natürlich auch die Lage des Kinds im Bauch. Positioniert es sich quer, wird der Bauch breiter aussehen, liegt es vertikal, wirkt er schmaler.

Schwangerschaftsstreifen sind bei vielen Frauen eine Sorge, wenn es um den wachsenden Bauch geht. Ein gutes Bindegewebe wird nicht so leicht reißen wie ein schwaches. Aber auch der „Trainingszustand“ der Schwangeren kann eine Rolle spielen: Mit guten Bauchmuskeln kann der Körper dem Druck von innen besser Stand halten. Ein sanftes Bauchmuskeltraining in der Frühschwangerschaft kann hierbei helfen. Jedoch ist zu empfehlen, bevorzugt die schräge Bauchmuskulatur zu trainiren. Eine gute Übung sind Situps bei denen die rechte Hand und der linke Fuß aufeinander treffen, im Wechsel mit der linken Hand und dem rechten Fuß. Bevor Du diese oder andere sportliche Aktivitäten durchführst, solltest Du Dich darüber jedoch mit Deinem Frauenarzt absprechen.

Wann die Umstandskleidung kaufen?

Ab wann braucht man Umstandskleidung?“ fragen sich viele Schwangere. Die Hosen werden als erstes eng, jedoch sind viele Umstandshosen dann noch zu weit und rutschen – oder sie verraten zu früh „das kleine Geheimnis“. Über diese Phase helfen offene Knöpfe und weite Oberteile hinweg – letztere braucht man oft auch schon wegen der neuen Oberweite.

Wer Sorge hat, dass eine unglückliche Bewegung den Blick auf die offene Hose frei gibt, kann sich mit ein paar kleinen Tricks aushelfen:

Bauchbänder und Hosenerweiterungen helfen! Schwangeren-Leggins z.B. in Kombination mit einem Hemdkleid können ebenfalls eine dezente Lösung sein.

Wenn der Bauch größer wird

Mit fortschreitender Schwangerschaft wächst der Bauch meist zu einer stattlichen Größe und bereitet zunehmend Beschwerden. Bücken wird schwieriger, Schuhe binden fast unmöglich (bedenke das schon mal beim Schuhkauf in der Frühschwangerschaft!) und manchmal sind auch Verspannungen und Rückenschmerzen die Folge davon, dass die ganze Körperbalance verändert und zugleich der Bandapparat gelockert ist. Dein Baby fordert viel Platz! Vermutlich fällt das Atmen nun schwerer da die Lunge nach oben gedrückt wird und weniger Volumen hat.

Babybauch dokumentieren

Viele Frauen wollen diese spannende körperliche Veränderung gut dokumentieren. Bauchabdrücke mit Gips sind eine Möglichkeit. Auch das Messen und Dokumentieren des Bauchumfangs ist eine Idee und macht Vergleiche zu weiteren Schwangerschaften möglich.

Im Zeitalter von Smartphones aber hat praktisch jeder eine Kamera zur Hand und kann ohne großen Aufwand anhand von Fotos (z.B. im Spiegel) dokumentieren, wie sich der Bauch verändert.

Hier ein paar süße Inszeniereungen als Anregungen:

Häufige Bauch-Fragen

„Statt einen Bauch zu bekommen, nehme ich ab.“

Manche Frauen verlieren in den ersten Schwangerschaftswochen Gewicht, z.B. weil sie durch Übelkeit weniger essen oder oft erbrechen müssen. In diesen Fällen sollte mit dem Arzt besprochen werden, ob Mutter und Kind ausreichend versorgt werden. In den meisten Fällen ist eine vorübergehende Gewichtsabnahme in den ersten Schwangerschaftswochen harmlos. Im Bedarfsfall – eher die Ausnahme – können über Infusionen Flüssigkeit und Nährstoffe zugefügt werden.

„Meine Freundin ist zweit Wochen weiter als ich und hat einen kleinen Bauch! Was stimmt da nicht?“

Vermutlich kein Grund zur Sorge! Der Bauchumfang ist nicht an die Schwangerschaftswoche gebunden und bei jeder Frau wächst der Bauch im eigenen Tempo. Manchmal stagniert es sogar und dann wieder – praktisch über Nacht – ist der Bauch deutlich gewachsen. Wenn Du das genau beobachten willst, miss und notiere täglich morgens Deinen Bauchumfang.

„Ich habe einen Babybauch, aber der Schwangerschaftstest ist negativ.“

Es ist möglich, dass die Schwangerschaft bereits so fortgeschritten ist, dass der Schwangerschaftstest die Schwangerschaft nicht mehr anzeigt. Das für den Test relevante Hormon ß-HcG  verringert sich nach einigen Wochen, so dass der Test nicht mehr anzeigen kann.

Ein Bauch ist aber kein sicheres Anzeichen einer Schwangerschaft. Zum einen kann Gewichtszunahme durch vermehrtes essen, Hormoneinnahme, Stress oder weniger Bewegung ausgelöst werden und nach einem Babybauch aussehen, und zum anderen gibt es medizinische Ursachen, die mit Symptomen einhergehen, die an einen Schwangerschaftsbauch erinnern. Zu solchen Problemen gehören z.B. Zysten am Eierstock die recht groß werden können.

„Mein Babybauch ist so groß, Leute fragen schon ob ich Zwillinge erwarte. Bekomme ich ein besonders großes Baby?“

Ob dein Baby besonders groß sein wird, hängt von anderen Faktoren ab, z.B. davon wie es von der Gebärmutter versorgt wird. Ein großer Babybauch deutet jedenfalls nicht unbedingt auf eine großes Baby hin, es kann auch bedeuten, dass du viel Fruchtwasser oder eine große Plazenta hast. Vielleicht hast du viel Flüssigkeit eingelagert … es gibt so viele Gründe … und wenn Zwillinge per Ultraschall ausgeschlossen sind, dann fällt diese Erklärung wohl auch aus.

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Der wöchentliche Schwangerschaftskalender und anschaulichen Grafiken zeigen Dir, was in Deinem Bauch vor sich geht, und wann erste Tritte zu erwarten sind.

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